Mimik liegt in den Genen und Kurt Beck will Unterschicht zum Lachen motivieren
Ob Gefühle wie Freude, Ärger, Ekel, Zorn, Trauer, Angst, Lust oder Wut, der emotionale Gesichtsausdruck von Menschen ist durch Gene vererbt und wird nicht an der, in der Familie vertretenen Mimik erlernt, so das kurze Fazit einer Studie über das Spiel der Mienen der Gesichter von Blinden. Während wir nun wissen, weshalb manche zwanghaft doof drein gucken, will der selbsternannte Coach und Motivationstrainer der Unterschicht, der SPD Vorsitzende Kurt Beck, den neuen Armen in Deutschland das lustige Leben scheinbar so richtig sauer machen, Die Welt schreibt: Hier kommt Kurt. Ohne Helm und ohne Gurt. SPD-Chef Beck hat die Unterschichten angemacht. Es fehle ihnen an Ehrgeiz. Sie sollten sich ein Beispiel an früheren Unterschichten nehmen. Die hätten noch was gewollt und nicht nur Pommes rot-weiß
.
Unser Chefredakteur Pädagogen Paule
wollte Herrn Kurt Beck
zu dessen Trainingsplan
für die deutsche Unterschicht
, pardon, das neue Lumpenproletariat
, pardon, Prekariat
befragen und traf diesen im Kreise seiner Angehörigen bei deren Treffen in Bad Bergzabern, dem Geburtsort des Jürgen Höller
für Arme - hier:
Den Stallgeruch wird man halt nie so richtig nicht los!

Bild (Original
): Unser Chefredakteur Pädagogen Paule (rechts) mit guter Miene
auf dem Gruppenbild mit Herrn Kurt Beck.
Nach dem Treffen war sich Pädagogen Paule sicher, daß es gewiß fest vererbte Verhaltensweisen, wozu auch die Bewegungsmuster der Gesichtsmuskulatur gehören, geben mag - aber er wurde den Eindruck nicht los, daß viele Verhaltensweisen auch einen erlernten Anteil haben müßen, wie zum Beispiel die Leistungsmotivation
.
Dem hoch motivierten Chef Coach der SPD
dürfte wegen der Lernbarkeit der Leistungsmotivation viel Erfolg in seinem Becamp (Motto: Mir sin die wo widder lache wellet
) beschieden sein.
Von der Intelligenz
weiß man übrigens, daß diese weitestgehend vererbt wird, was den Gutmenschen
nicht so recht in den ideologischen Kram paßt.
Die Gutmenschen sagen, daß die Intelligenz durch soziale Umstände gefördert, also “gelernt” wird.
“Gelernt!“, habt Ihr das gehört? Der Mensch, das lernfähige Wesen - liebe Gutmenschen, Schoggo-TV nimmt Euch diesbezüglich bei der Motivation gerne beim Wort.
Quelle & Hintergrund: Gesichtsausdrücke - Die Mimik liegt in der Familie
, “Unterschicht” oder “Klassengesellschaft”?
.
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8 Kommentare
1.
Buchzeiger schrieb am 17. Oktober 2006 um 18:55
Ich freue mich, diese tollen Seiten gefunden zu haben. Macht richtig Spaß, hier zu schmökern. Danke für die Verlinkung. Habe gleiches getan. Herzliche Grüße aus Seckenheim, Buchzeiger!
2.
Andreas Skowronek schrieb am 18. Oktober 2006 um 09:14
Da der Autor dieses Blogs einen offenen Diskurs ebenso zu schätzen weiß, wie ich es schätze, hier nicht zensuriert zu werden, erlaube ich mir einen klitzekleinen Hinweis:
Der SPD kann einfach nicht an einem Wachstum der Unterschicht gelegen sein. Ein Blick ins “Kommunistische Manifest” und den dort zu findenden Ausführungen zum “Lumpenproletariat” verrät auch, warum das so ist.
3.
Wilhelm Entenmann schrieb am 18. Oktober 2006 um 12:11
@Andreas:
Off topic
Es wäre schlimm, wenn man nicht offen diskutieren könnte. Gerade ich bedaure, daß es in der Bloggerszene abgeschlossene Bereiche zwischen links und rechts gibt bzw. Diskussionen in Streitereien ausarten.
Ich denke, daß niemand von uns eine arme Schicht in Deutschland möchte - egal wie man diese nun nennen mag.
Die SPD bzw. möchte lediglich einen anderen Weg dabei gehen - wobei ich den Ansatz von Herrn Beck bezüglich der Motivation (sprich Eigenverantwortung) sehr begrüße, auch aus fachlichen Gründen
Der erste Schritt für alle Lager wäre jedoch das Eingeständnis einer solchen Schicht.
Ein Eingeständnis, das den Politikern wohl deshalb schwer fällt, weil es bedeutet, daß Deutschland als einstige reiche Industrienation heruntergewirtschaftet ist (egal von wem!).
Solch ein Eingeständnis bzw. das öffentliche Bekenntnis ist nicht so gut für den Selbstwert einer Nation.
Weit schlimmer aber ist, daß dies Eingeständnis wohl der Politik zuschieben würde - eine Sache, welche keine der Parteien hören möchte.
Als ehemaliger, berufserfahrener Sozialarbeiter weiß ich, was an der Front abgeht. Und ich wage zu behaupten, daß es vor 20 Jahren nicht viel besser gewesen ist. Allerdings gab es damals mehr Geld und man konnte mehr Kosmetik leisten, sprich die Armen mit Geld reichlich abspeisen und zum “Schweigen” bringen.
Es ist/war ja auch eine Sache der gefühlten Armut bei den Klienten bzw. deren Anspruchdenken (”Jammern auf hohem Niveau”, z.B. “Herr Entenmann, bekomme ich einen Farbfernseher von der Soziahilfe bezahlt?”).
Heute bin ich froh, daß ich durch mein Zweitstudium der Psychologie diesem Arbeitsfeld entkommen bin, aber ich sehe immer noch, wie ineffizient dort garbeitet wird.
Inzwischen ist eben nicht mehr so viel Geld da, um die Armen zu korumpieren, nun ist die fachliche Kompetenz der angeblichen Fachleute, also meiner ehemaligen KollegInnen gefordert.
Man hört, gerade in im Zusammenhang mit so Fällen wie mit Kevin aus Bremen, daß die Ämter überfordert seien.
Ich behaupte, daß die Entschuldigung der Überforderung zwar stimmt, aber jedoch nur deshalb, weil das Fachpersonal persönlich, wegen inadäquater Ausbildung, inkompetent und ineffizient sein MUSS.
Ich bin auch schon Lehrbeauftragter an einer FH für Sozialwesen gewesen und kann aus eigener Beobachtung sagen, daß weder die Lehrpläne dort noch die Studierenden selbst (meist eine vorselektierte Personengruppe mit vielen persönlichen Schwächen), den heutigen Anforderungen gewachsen sind.
Ich weiß auch keinen Rat, aber mit Geld alleine ist das Problem nicht lösbar.
4.
Schoggo-TV von Wilhelm Entenmann » Udo Lindenberg mit Carl-Zuckmayer-Medaille 2007 schrieb am 13. Januar 2007 um 16:15
[…] Eben Pfälzer , wie der da . [link] […]
5.
Schoggo-TV von Wilhelm Entenmann » Kurt Beck vergleicht Bischof Walter Mixa mit kastriertem Kater schrieb am 24. Februar 2007 um 16:53
[…] Na ja, vielleicht liegt Frau von der Leyen mit der Kinderbetreuung und -erziehung für alle doch nicht so falsch. Für manch ungehobelten Maurersohn aus der Hinterpfalz dürfte die Erziehung durch pädagogische Fachkräfte allerdings zu spät kommen. Aber wenn schon Schonzeit statt Jagdzeit für Bären , dann hilft in hartnäckigen Fällen vielleicht ein Jagdschein . [link] […]
6.
F.R.(Psycho-Blog) schrieb am 25. Februar 2007 um 10:17
Mir erscheint es wichtig, BEIDE Aspekte zu betrachten, wenn es um die Entwicklung und den Erhalt
von Intelligenz geht. Ich habe selbst Untersuchungen in dem Bereich durchgeführt und bin mit
weiteren Untersuchungen vertraut. Allgemein wird ja von einer Abnahme der Intelligenz (besonders
der fluiden Intelligenz = schlussfolgerndes Denken, Geschwindigkeit des Denkens) ausgegangen. Eine
Studie von einem Herrn Schleicher (1973) weist allerdings darauf hin, dass es z.B. vom Anspruchsniveau
einer Arbeitstätigkeit abhängt, inwieweit die Intelligenz tatsächlich rapide abnimmt:
- Bei Tätigkeiten auf dem Niveau von Ungelernten zeigt sich tatsächlich ein rapider Abfall.
- Bei Tätigkeiten auf Facharbeiterniveau ein nur leichter Abfall.
- Bei Tätigkeiten auf dem Niveau von Hochschulabschlüssen zeigte sich sogar ein leichter Anstieg
mit zunehmendem Alter.
Natürlich spielen dabei sowohl Selektions- als auch Sozialisationseffekte eine Rolle. Aber ohne
Sozialisation geht es auch nicht.
Wie Du ganz richtig schreibst - die Tatsache einer existierenden Unterschicht muss erst einmal
akzeptiert werden.
Und es kommt darauf an, auch den Menschen aus der Unterschicht die Chance zu bieten, sich
weiterzuentwickeln.
Ich persönlich habe z.B. keinen familiären Hintergrund einer “Gelehrtenfamilie”, sondern “nur”
… dank Bafög usw.
Eltern mit Facharbeiterqualifikation… heute bin ich HSA und promoviert
… So wie ich das sehe, gehen eben diese Chancen, sich weiterzuentwickeln allerdings sukzessive
zurück…
7.
Wilhelm Entenmann schrieb am 25. Februar 2007 um 10:59
@F.R.:
Hi, hi … und ich habe mich einst an sozialpschologischen Studien Experimenten zum Stereotypethreat (Claude M. Steele) beteiligt, weil ich an der Disposition als einzige Erklärung der Intelligenz bzw. deren Performance(!) so meine Zweifel gewonnen hatte, u.a. auch, weil Dietrich Dörner mit seinem Lohhausen einst eine Bombe platzen ließ und meine Aufmerksamkeit eher in Richtung Sozialpsychologie verschob.
Auch ich stehe heute zwischen beiden Varianzquellen, dabei mit einem leichten Hang zur Disposition.
Da ich die Dinge immer praktisch zu sehen versuche, bin ich eher daran interssiert, wie ich die Performance des gegebenen Potential steigern kann:
als Lehrbeauftragter für das Gruselfach Statistik (nicht für mich!) setzte ich, dabei im Sinne des Lernerfolges bzw. der vorherigen Motivationssteigerung, sehr erfolgreich (Evaluationen der Veranstaltung) das Prevention- vs Promotion Focus Konzept von E. Tory Higgins in die Praxis um.
Letztlich zeigte auch Martin Seligman, daß Disziplin, neben der Intelligenz, für Erfolg, weil Leistung verantwortlich sind.
Zurück zum Thema:
Lernen bzw. Motivation ja, aber es ist politisch inkorrekt geworden, von einer Disposition Intelligenz zu reden oder gar genetisch bedingte Unterschiede festzustellen (die es nun mal gibt), welche einen Einfuß auf Leistung und Erfolg haben, weshalb ich diese gerne in Erinnerung bringe.
Es ist letztlich ein weites Feld, wie Leistung zu Stande kommt - ein Feld, welches durch seine vielfältigen Einflußfaktoren dem Laien nur schwer verständlich zu machen sind.
Na ja, manche können schon verstehen, möchten aber nicht, da Wörter wie Disposition und Disziplin Reizwörter sind.
Einfacher und gut für den Selbstwert isses, wenn man alles auf die Gesellschaft abschiebt, abschieben kann - und das ist mir zu banal.
8.
Kurt Beck Bundeskanzler mit Ampelkoalition? - Schoggo-TV schrieb am 15. Juli 2007 um 17:37
[…] Kurt Beck aus der bäuerlichen Pfalz, Fachmann für die Aufzucht und Pflege von widerborstigem Wahlvieh, “Waschen und rasieren Sie sich”, Spezialist für die Kastration von gutgläubigen Katern, erfinderischer Motivator von faulen Weicheiern, als Landtierarzt bei der Zeugung von SPD-Nachwuchs sehr auf die Frauen bedacht, in Sachen eigener Persönlichkeitsrechte ein kämpferischer titanischer Bussi Beck, sowie Kenner von modernden Rauschgiftbauern aus Afghanistan, kurz ein Misterpräsident, der aktuell an grüne Freunde der ökologischen Landwirtschaft viel Lob verteilt und dabei auch sozialdemokratisches Hopfengebräu mit liberaler Trockenbeerenauslese verschneiden möchte. […]