Der Fall Kevin aus Bremen ein Beispiel für Sozialarbeit in Deutschland
Sieht so die Sozialarbeit in Deutschland, vielleicht auch hier in Mannheim aus? Im Fall des zu Tode mißhandelten Kevin aus Bremen ermittelte die Staatsanwalt Bremen neue Einzelheiten über die Rolle eines Sozialarbeiters sowie eines Arztes.
So berichtet der Stern u.a.:
Der Arzt kümmerte sich um die Krankenversicherungs-Angelegenheiten des drogensüchtigen Paares, machte sich beim Jugendamt für sie stark. Als Kevins Mutter im November 2004 betrunken und unter Drogeneinfluss mit ihrem Sohn im Treppenhaus gefunden wurde und Kevin vorläufig in einem Heim untergebracht wurde, half Detlef S. dem Paar, das Kind zurückzubekommen. “Es gibt viele alkoholisierte Mütter”, schrieb der Arzt ans Amt für Soziale Dienste. ( … )
Der zuständige Sozialarbeiter habe massiv darauf gedrängt, Kevin bei den Eltern zu lassen. Auf Kritik habe er barsch und abweisend reagiert. Eine Familien-Hebamme hatte ihn auf die Gewaltbereitschaft des Vaters aufmerksam gemacht. Er habe jedoch sehr großes Verständnis für das Paar und seine Drogensucht aufgebracht
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Ein Einzelfall eben. Auf diese banale Ausrede wird man nun gewiß ausweichen, wenn die Fähigkeit unserer Sozial- und Jugendbehörden, speziell der dort tätigen Sozialarbeiter und Sozialpädagogen bzw. Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen auf den Prüfstand geraten sollte.
Komisch. Als ich früher noch in diesem Beruf unterwegs gewesen bin, da konnte ich sehr viele solcher Einzelfälle von fachlicher und menschlicher Inkompetenz erleben. Kritik und Verbesserungsvorschläge waren nicht erwünscht, weshalb ich aus dem Beruf der Sozialarbeit schied bzw. auf Psychologie umsattelte.
Bei mir hätten drogensüchtige Eltern gewiß keinen gutmenschlichen Kuschelbonus erhalten und der kleine Kevin könnte heute vielleicht noch leben.
Nachtrag 01.11.2006 18.42 Uhr:
Stern - Fall Kevin -Die lange Liste des Versagens




