01. November 2006

Der Fall Kevin aus Bremen ein Beispiel für Sozialarbeit in Deutschland

Sieht so die Sozialarbeit in Deutschland, vielleicht auch hier in Mannheim aus? Im Fall des zu Tode mißhandelten Kevin aus Bremen ermittelte die Staatsanwalt Bremen neue Einzelheiten über die Rolle eines Sozialarbeiters sowie eines Arztes.
So berichtet der Stern u.a.:

Der Arzt kümmerte sich um die Krankenversicherungs-Angelegenheiten des drogensüchtigen Paares, machte sich beim Jugendamt für sie stark. Als Kevins Mutter im November 2004 betrunken und unter Drogeneinfluss mit ihrem Sohn im Treppenhaus gefunden wurde und Kevin vorläufig in einem Heim untergebracht wurde, half Detlef S. dem Paar, das Kind zurückzubekommen. “Es gibt viele alkoholisierte Mütter”, schrieb der Arzt ans Amt für Soziale Dienste. ( … )
Der zuständige Sozialarbeiter habe massiv darauf gedrängt, Kevin bei den Eltern zu lassen. Auf Kritik habe er barsch und abweisend reagiert. Eine Familien-Hebamme hatte ihn auf die Gewaltbereitschaft des Vaters aufmerksam gemacht. Er habe jedoch sehr großes Verständnis für das Paar und seine Drogensucht aufgebracht Fall Kevin - Bernd K.s hilfreicher Hausarzt.

Ein Einzelfall eben. Auf diese banale Ausrede wird man nun gewiß ausweichen, wenn die Fähigkeit unserer Sozial- und Jugendbehörden, speziell der dort tätigen Sozialarbeiter und Sozialpädagogen bzw. Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagoginnen auf den Prüfstand geraten sollte.
Komisch. Als ich früher noch in diesem Beruf unterwegs gewesen bin, da konnte ich sehr viele solcher Einzelfälle von fachlicher und menschlicher Inkompetenz erleben. Kritik und Verbesserungsvorschläge waren nicht erwünscht, weshalb ich aus dem Beruf der Sozialarbeit schied bzw. auf Psychologie umsattelte.
Bei mir hätten drogensüchtige Eltern gewiß keinen gutmenschlichen Kuschelbonus erhalten und der kleine Kevin könnte heute vielleicht noch leben.

Nachtrag 01.11.2006 18.42 Uhr:
Stern - Fall Kevin -Die lange Liste des Versagens Fall Kevin -Die lange Liste des Versagens

Legosteine von Lego auf Kinder Wunschzettel zu Weihnachten könnten Wünsche bleiben

Wenn Kinder Legosteine oder andere Produkte der Firma Lego, speziell die Lego-Polizei oder aber die Star Wars Serie als Spielzeug auf dem Wunschzettel für Weihnachten stehen haben, so drohen Tränen unter dem Weihnachtsbaum, da Eltern die Wünsche ihrer Kinder nicht vollständig erfüllen werden können. Wie der Hersteller der bunten Bauklötze aus Dänemark mitteilt, bestehen bei Lego ernsthafte Lieferschwierigkeiten, nachdem man zuvor die Produktion verschlankt habe und nun von einer unerwarteten Nachfrage überrannt werde Weihnachten ohne Lego bzw. Comeback der dänischen Klötzchenbauer.

Fast möchte man den Eltern das anstehende Tränendrama zu Weihnachten Enttäuschung gönnen, nachdem diese ihren Kindern in den letzten Jahren solch pädagogisch wertvolle Spielzeuge wie Handys, Videospiele oder Drittfernseher gekauft und damit die jetzigen Lieferschwierigkeiten bei der sympathischen dänischen Firma Lego Lego verursacht haben - aber dies wäre gegenüber der kognitiven Entwicklung der Kinder Jean Piaget absolut nicht fair.

Schoggo-TV wünscht sich zu Weihnachten, daß sich wieder mehr Eltern an ihre eigene Kindheit und die damit verbundenen kreativen Spielstunden mit den bunten Bausteinen von Lego erinnern und diese zukünftig auch ihren eigenen Kindern vermehrt zukommen lassen.
Kreative Kinder sind nicht aktiver sondern auch Garanten für Eure zukünftige soziale Absicherung, zu welcher es bereits jetzt vieler Leistungsträger mit Köpfchen und Kreativität bedarf - hier: Weiterlesen