02. März 2007

Klimaschutz und Fahrverbot oder Wie man die Deutschen zur Selbständigkeit erziehen könnte

Klimaschutz in Deutschland: Feinstaub Verordnung tritt in Kraft, Fahrverbot am Wochenende gefordet und Tornado Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan torpediert. Klimakrise als Chance für mehr Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit sowie Wirtschaftsaufschwung in Deutschland.

Deutschland leidet derzeit unter drei Problemen:
die Klimakrise sowie die zunehmende Sozialdemokratisierung seiner Bürger durch Verbote und, in Folge, die wachsende Unselbsttätigkeit bzw. Unselbstständigkeit seiner Bürger.
Die Problemkreise sind eng aufeinander bezogen und könnten, richtig angewandt, die derzeitige Krise zur Chance für Deutschland machen.

Nachdem die Feinstaub-Verordnung in Kraft Abgase - Heute ist Feinstaub-Tag, aber keiner merkt's getreten ist, welche, nach Ausweisung von Umweltzonen durch die Städte, so manchem Selbstständigen wirtschaftliche Probleme bereiten könnte, wird von den Grünen zusätzlich ein autofreies Wochenende Klimaschutz - Grüne fordern autofreies Wochenende in Deutschland gefordert, was den Selbstständigen zusätzliche Probleme bereiten dürfte.
Keine Frage, mit dem Totschlagargument bzw. der Drohung Hände hoch, Klimaschutz! Klimaschutz kann man derzeit so ziemlich jede Verordnung und Bevormundung der Bürger durchboxen.

Aktuell versuchte wohl die Fraktion der Linkspartei mit einer kleinen Anfrage der Abgeordneten Dr. Gesine Lötzsch den Einsatz von Tornados der Bundeswehr in Afghanistan Afghanistan - Der CO2-Krieg der Bundeswehr mit der Keule Klimaschutz! zu torpedieren bzw. zu erschlagen.

Keine Frage, Klimaschutz! ist ein probates Mittel, um die Wirtschaft eines Landes durch Verbote und Reglementierungen in eine tiefe Krise zu stürzen und zugleich die Bürger ihrer Selbsttätigkeit zu berauben.
Schoggo-TV sieht in dieser Klimaschutz! Krise eine ganz, ganz grosse Chance - weiterlesen:

Wollt Ihr das totale Fahrverbot?

Fahrverbot fördert Selbstständigkeit durch Anregung der Selbsttätigkeit.

Bild: Fahrverbot fördert Selbstständigkeit durch Anregung der Selbsttätigkeit. Der Selbstständige, weil selbsttätige Kampfkuschler Walther ist mit seinem Bussi-Beck-Mobil an sieben Tage der Woche rund um die Uhr im uneigennützigen Einsatz für den Klimaschutz!

Unsere Redaktion empfiehlt ein Klimaschutz! 7-Tage-Wochenende und ein Fahrverbot für alle Kraftfahrzeuge am Wochenende.
Ausnahmen sollte es nur für beruflich Selbstständige Selbstständigkeit (beruflich) geben, welche auch am Wochenende in Sachen Wirtschaftsaufschwung unterwegs sind sein müssen.

Unsere Fachredaktion für Erziehung und so Zeugs erwartet, dass sich, dabei im Sinne eines Micro Fluggänsemodell Fluggänsemodell, ganz viele Personen beruflich selbstständig machen werden, um eine Ausnahmegenehmigung für ihr Fahrzeug am 7-Tage-Wochenende zu erhalten.

Der Mensch ist eben stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Nicht nur einfach eine ökonomische Weiheit und Gesetzmäßigkeit Homo oeconomicus, sondern schlicht die psychische Antriebskraft Motivation eines jeden Menschen: Ich will auch haben!

Durch diese schlichte Klimaschutz! Verordnung erwartet unsere Redaktion für Erziehung und so Zeugs eine Stärkung der Selbsttätigkeit Selbsttätigkeit aller Bürger sowie das sukzessive Verschwinden aller entmündigenden politischen Kräfte.
Die deutsche Wirtschaft dürfte wieder brummen,
Dank Klimaschutz! und Bussi-Beck-Mobil.

Bilder für Monatge: Kurt Beck Kurt Beck, Braunbär Kurt Beck.

10 Kommentare

1. anaximander schrieb am 02. März 2007 um 17:25

Die Lösung zum Klimaschutz heisst: Muskelkraft

2. Hubbe schrieb am 02. März 2007 um 17:28

Ich bin ja froh, dass es nur die Tornados sind, die da voll CO2 ausstossen. Nicht auszudenken, wenn das die ganz normalen Verkehrsflugzeuge auch machen würden… ;)

3. F.R. (Psycho-Blog) schrieb am 02. März 2007 um 19:44

Wenn es das Argument Klimaschutz ist, das zieht, um diese gut gemeinten Aktionen da in Afghanistan abzubrechen, soll es mir recht sein ;)

Was das Fliegen anbelangt, verzichte ich seit 1999 aus mehreren Gründen darauf. Der ökologische Aspekt ist einer davon.

Die Sache mit den Feinstäuben und dem Autofahren erinnert mich allerdings an die Sache mit der Energiesparlampe… wenn man mal den relativen Nutzen in Betracht zieht…

4. F.R. (Psycho-Blog) schrieb am 02. März 2007 um 19:45

Das GUT GEMEINT im ersten Abschnitt sollte eigentlich unterstrichen formatiert sein 8)

5. anaximander schrieb am 02. März 2007 um 22:16

Schön, dass du aufs Fliegen verzichten kannst, FR; wir können es aus wirtschaftlichen Gründen nicht. Sollen wir jetzt Asche über unsere Häupter streuen - oder nach Hartz IV streben?

6. F.R. (Psycho-Blog) schrieb am 03. März 2007 um 09:07

@ anaximander:

Fliegen erzeugt im Vergleich zu anderen Mitteln der Fortbewegung die meiste Umweltbelastung. Deshalb halte ich es für notwendig, SO WEIT ES GEHT darauf zu verzichten. Ich sehe v.a. in der Billigfliegerei ein Problem.

Ich hab’ mal zwei Links rausgesucht:

http://gruppen.greenpeace.de/aachen/klima-erwaermung.html

(Nach den Überschriften “Fliegen - die mit Abstand umweltschädlichste Fortbewegung” und “Billigflieger erzeugen Verkehr” suchen)

http://www.greenpeace-magazin.de/magazin/reppdf.php?repid=205

Ich persönlich mache auch nicht alles umweltgerecht. Bei der Fortbewegung ist es ein Kompromiss zwischen meinem Bedürfnis nach Individualität und umweltgerechtem Verhalten - ich fahre die meisten Strecken mit dem Auto, allerdings handelt es sich um einen Kleinwagen und spätestens seit der enormen Benzinpreissteigerung in 2005 (oder war es 2006?) fahre ich besonders benzinsparend. Kurze Strecken in der Stadt bin ich auch schon immer gelaufen, wenn ich nicht gerade was Schweres zu transportieren hatte.

7. Wilhelm Entenmann schrieb am 03. März 2007 um 10:34

@anaximander:
Walthers Bussi-Beck-Mobil ist ein muskulöses Dreirad! ;-)

Auch diesen Punkt wollte ich andeuten: die Wirtschaft!
Konsequenz im Klimaschutz, aber auch im Zusammenhang mit dem Nichtraucherschutz, müßte die sofortige Abschaltung aller Verkehrsmittel bedeuten, welche mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.
Auch Biokraftstoffe sind nicht ohne bzw. haben in anderen ökologischen Subsystemen weitere Folgen (Monokultur, Dünger).

@Hubbe:
Segelflug! … ist die einzige Alternative.
Back to the roots.

@F.R.:
Also Afghanistan ist ja nun ein anderes Thema, aber ich befürworte den Einsatz von Tornados bzw. die Unterstützung der Verbündeten im Süden.
Alternativ bzw. konsequent bleibt nur der Abzug aus Afghanistan: Die humanitäre Hilfe im Norden kann nur durch die Kampfeinsätze im Süden gewährleistet werden … .

Bei uns in Mannheim treibt der Klimaschutz inzwischen die ersten Stilblüten des frühzeitigen Frühlings:
Temporärer Artikel des Mannheimer Morgen
“Seidel sagt Bertha-Benz-Tour ab”
http://www.morgenweb.de/region/mannheim/artikel/20070303_p171427000_06107.html

Ich persönlich bin exessiver Nutzer des ÖPNV.
Selbst Wochendtouren nach Heidelberg oder Karlsruhe mit meiner Partnerin werden nur mit Bundesbahn bzw. Strassenbahn unternommen.

Die Fliegerei bleibt weitestgehend dem beruflichen Feld vorbehalten.
Selbst wenn man (in Mannheim) möchte, so ist die Fahrt mit der Bundesbahn (aktuell nach Dresden) nicht nur länger sondern auch teurer als ein Flieger (via Frankfurt).

Aber dies (Verordnungen, Sparen) sind nur die Reaktionen auf einen vorgeblichen(!) Effekt bzw. die durch diesen ausgelöste Hysterie.
Ich zweifle nicht an, daß es a. wärmer geworden ist und b. die CO2 Emissionen hoch sind bzw. die letzten Jahrzehnte angestiegen sind
Aber: zwei zeitlich parallel auftretende Ereignisse müssen nicht unbedingt kausal aufeinander bezogen sein.
Selbst wenn ein signifikanter Effekt von Emissionen auf den Klimawandel besteht, bleibt die Frage nach der Effektstärke (F.R.: d) sowie nach weiteren, möglicherweise bislang unbekannten Faktoren offen.

Zum anderen:
In 15 Jahren soll die (Klima-)Uhr abgelaufen bzw. die Weichen nicht mehr korrigierbar sein.
Mmmh, wenn ich mir die weltpolitische Situation derzeit anschaue, so haben wir eigentlich andere, dabei viel größere Probleme.

Kurz:
Ich bin sehr skeptisch, vor allem, weil dieser Hype von “Heute auf Morgen” losgegangen ist und ich den Eindruck nicht loswerde, daß hier eine der vielen periodisch auftretenden Massenhysterien am Werke ist.
Letztlich bin ich einfach genervt von den tausend Regeln und Verordnungen …. .

8. Matthias schrieb am 04. März 2007 um 21:40

Mit meinem G-Kat Auto darf ich dich nicht in den Quadraten besuchen, wenn Mannheim ein Fahrverbot für die Fahrzeuge ohne Plakette verhängt. Dass auch G-Kat Fahrzeuge betroffen sind, ist schon Irrsinn genug, wenn die Bertha Benz Fahrt wg dieser Verordnung abesagt wird…

9. F.R. (Psycho-Blog) schrieb am 07. März 2007 um 15:55

Manueller Trackback:

http://www.psycho-blog.net/200703a.htm#7_530

10. Rothemund schrieb am 07. April 2007 um 06:41

In Regierungskreisen werden offenbar (endlich!) relativ weit reichende, zum Teil wirklich radikale Maßnahmen diskutiert, allerdings noch auf informellem Niveau, aber immerhin:
- Der Preis für Trinkwasser wird (bei einem täglichen Mindestbedarfskontingent je Person zum Selbstkostenpreis) auf zwei Euro je Liter angehoben.
- hohe City-Maut
- Limitierung von Mobilität (Kilometerkonten, Kilometerhandel, Besteuerung des selben)
- Einführung von “Ohne”-Tagen, z.B. 1 Tag im Monat kein Strom, 1 Tag im Monat kein Wasser, etc.

Siehe
(http://potsdamprotokoll.blogspot.com/)

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