20. Mai 2007

Patrick Moore und Greenspirit

Michael Moore und Greenpeace kennt in Wikipedia jeder, aber wer kennt schon Patrick Moore und Greenspirit, wenn es um Umweltschutz und Klimawandel geht? Patrick Moore, Umweltschützer und Gründungsmitglied von Greenpeace, bekennt sich u.a. zur Atomkraft und vertritt das Konzept der nachhaltigen Entwicklung. Wohl vom Saulus zum Paulus geworden, gründete Patrick Moore 1991 die Organisation Greenspirit und kritisiert Greenpeace.

“Greenpeace hat sich von Logik und Wissenschaft verabschiedet. Die Kampagnenprofis arbeiten mit emotionalen Bildern.”, sagte Patrick Moore in einem Interview mit Michael Miersch, das zugleich eines der wenigen Dokumente darstellt, welches man über Patrick Moore und Greenspirit bezüglich Klimawandel und Umweltschutz im Internet finden kann.

In Wikipedia findet sich lediglich ein kurzer deutscher Eintrag zu Patrick Moore sowie ein längerer in englischer Sprache, welcher bezüglich seiner Neutralität als umstritten gilt.

Irgendwie merkwürdig, dass sich die Informationsjunkies auf Wikipedia in Sachen Patrick Moore und Greenspirit - For a Sustainable Future so schreibfaul geben - setzte dieser doch bereits im April 2006 mit Going Nuclear - A Green Makes the Case neue und deutliche Signale in Sachen Umwelt und Energie.

Ist man bei Wikipedia irgendwie Sicko?

Mehr zu Dr. Patrick Moore findet sich hier: Sourcewatch - Patrick Moore, Greenspirit Strategies, Massive Change - Audio Interview mit Patrick Moore.

11 Kommentare

1. anaximander schrieb am 21. Mai 2007 um 17:27

Ds tut Greenpeace schon lange. Die Leader von Greeenpeace sind excellente PR- und Marketingfachleute. Ein jeder von ihnen will sich profilieren. Es geht ihnen schon lange nicht mehr um die Sache, es geht um Show, um Aufsehen, um Aufmerksamkeit - um Ansteckung…

2. Asphyx schrieb am 21. Mai 2007 um 18:22

Das Greenpeace nix taugt, weiß man, seitdem es den Franzosen mal gelang, deren Ausflugsschiff zu sprengen.

Wenn Greenspirit da besser sein will, sollten sie einen deutschen Flughafen sprengen, immerhin geht von dort viel zu viel CO2 in unsere Atmosphäre. Aber das glaube ich weniger, daß die so was tun - das sind moderate Talibans …

3. Wilhelm Entenmann schrieb am 21. Mai 2007 um 20:16

@1. anaximander:
Jepp, siehe z.B. die heutige Aktion in Berlin mit den 17 toten Walfischen:

Greenpeace fordert mit toten Walen lebendigen Tierschutz 

Meiner Meinung nach hat das schon irgendwie Züge einer Psychosekte.
Greenspirit klingt indessen interessant - ich werd mich da noch etwas kundiger tun.

4. Lothar schrieb am 22. Mai 2007 um 12:07

Da geb ich anaximander Recht, Greenpeace will Aufmerksamkeit und Aufsehen erregen. Und das schaffen sie ja auch mit solchen Aktionen. Soweit finde ich dann solche Aktionen okay.

5. Wilhelm Entenmann schrieb am 22. Mai 2007 um 16:23

@4. Lothar:

Aufsehen und Publicity, ist stets gewiss nötig.
Aber welche Lösungen (wenn überhaupt?) bietet Greenpeace bzw. was würden deren Vorschläge tatsächlich bringen?
Ich kann das oben verlinkte Interview von Michael Miersch mit Patrick Moore wirklich zur Lektüre empfehlen.

6. Lothar schrieb am 22. Mai 2007 um 20:02

@5 Wilhelm: Hab mir das Interview durchgelesen. Absolut korrekt ist die Aussage, dass man nicht bei spektakulären Aktionen stehen bleiben soll, sondern daraus auch Handlungsstrategien ableiten muss. Und dazu muss man sich auch mal mit dem “Feind” an einen Tisch setzen. Aber die Materie ist derart kompliziert und ich nicht so tief in ihr drin um hier weitere Urteile abliefern zu können. Aber sehr interessant.
Gruß

7. F.R. (Psycho-Blog) schrieb am 23. Mai 2007 um 08:35

Mich bringen solche Sachen immer zum Grübeln, wem ich mal etwas spende. Letztlich spende ich dann doch meistens nichts. Bzw. nur im sehr nahen Umfeld.

Allerdings bin ich persönlich gegen die (traditionelle) Verwendung von Atomtechnologie. Was die Fusionstechnologie bringen wird, und ob das eine saubere Technologie sein könnte, kann ich nicht beurteilen. Zu Atomtechnologie würde ich allgemein sagen: In der Forschung dürfen wir den Anschluss nicht verlieren, in der praktischen Anwendung bin ich für den von Rot-Grün beschlossenen Ausstieg.

Die Wale wurden übrigens ja nicht von Greenpeace selber getötet ;-) … und wenn ich mir gerade solche Themen wie den Walfang, Robbenschlachten und Gentechnik anschaue, dann finde ich es schon ganz gut, dass es Greenpeace gibt. So dass ich dann schon wieder am Überlegen bin, doch was für die zu spenden.

Wobei sich manche Dinge mitunter auch von selbst erledigen. Ich muss da gerade daran denken, wie vor ein paar Wochen diese Robbenschlächter vom Packeis eingeschlossen waren… Das hat mich ja so richtig betroffen gemacht 8)

8. Wilhelm Entenmann schrieb am 23. Mai 2007 um 16:19

@7. F.R.:

Joh, … über das Missgeschick der Robbenschlächter bin auch ich “erfreut” gewesen - man ist ja doch Mensch, also vom limbischen System “getrieben” und hat halt somit Mitleid mit den Robben.

Aber in Sachen “Umweltschutz”, verzeih, denn da kommen wir wohl nicht zueinander, da bin ich doch ganz rational und frage schlicht, wo der Biodiesel angebaut werden soll, wer Windräder in seiner Nachbarschaft mag (bzw. was bei Flaute ist), woher der Strom für das Elektoautoauto kommt, und, und, und … .

Fusionsenergie bzw. Kernfusion wäre die Antwort und wird prompt von Greenpeace torpediert, Link:
Kernfusion - das neue atomare Milliardengrab

9. F.R. (Psycho-Blog) schrieb am 24. Mai 2007 um 07:34

Was die Windräder in der Nachbarschaft anbelangt - damit hätte ich persönlich kein Problem. DIESE Bürgerinitiativen finde ich da irgendwie kleinkariert. Bzw. man müsste jeden vor die Wahl stellen:
- Kohlekraftwerk
- Atomkraftwerk oder
- Windräder
in seiner unmittelbaren Nachbarschaft.
Oder derjenige darf in Zukunft keinen Strom mehr in Anspruch nehmen.

Ich würde mich da jedenfalls am ehesten für so n Windrad entscheiden…

10. G8 Greenpeace dringt in Sperrzone um Heiligendamm ein - Schoggo-TV schrieb am 07. Juni 2007 um 15:05

[…] Liebe Leut von Greenwar, pardon, Greenpeace, Ihr seid kein bisschen besser als der kriminelle Seeräuber Störtebecker. Greenpsirit von Patrick Moore ist uns weit sympathischer. […]

11. Greenpeace und Lidl - Greenpeace-Magazin und freundliche Studien - Schoggo-TV schrieb am 14. Juni 2007 um 21:54

[…] Habt Ihr in der letzten Zeit Greenpeace Studien über Lidl gelesen? Wir nicht, da wir Greenpeace eh nicht trauen. […]

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