Fatih-Moschee Mannheim - Milli Görüs Bericht Mannheimer Morgen

Über Milli Görüs und die Fatih-Moschee Mannheim berichtet heute der Mannheimer Morgen mit dem Titel “Zum Ramadan in die neue Moschee”. Die Fatih-Moschee Mannheim, welche seit 1977 besteht, wird seit 2004 ausgebaut und soll zum Ramadan fertiggestellt sein.

In blumigen Wortigen beschreibt der Artikel der Redakteurin Anke Philipp die Moschee:
“Auf die hohe Kunst der Kalligrafie versteht sich schließlich nicht jeder. Die ersten Blumenornamente prangen bereits von der Decke, Koranverse schlängeln sich in dekorativen Schriftzeichen um die Säulen.” (1)
Auch soll das Wandgemälde “Vision für den Jungbusch”, welches dem Neubau zum Teil zum Opfer gefallen ist, wieder rekonstruiert werden.

Kein Wort indes darüber, was der Name der Moschee bedeutet.
Die Fatih Moschee, eine von mehreren mit diesem Namen in Deutschland, kann mit “Eroberer-Moschee” übersetzt werden, da diese nach dem Namenspatron Fatih Sultan Mehmet benannt wurde. Fatih Sultan Mehmet, ein Eroberer, welcher den Dschihad, den islamischen “heiligen Krieg”, grausam und blutig in christliche Länder getragen hat.

Auch an anderer Stelle “blümelt” der Mannheimer Morgen durch Weglassung:

Wer ist die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V. (IGMG)

Unter der Rubrik “Stichwort” schreibt der Mannheimer Morgen eine Art kurzen “Steckbrief” der IGMG “Milli Görüs”, dabei fällt auf, daß der Text in seiner Abfolge jenem von Wikipedia zu gleichen scheint.

Der Leser erfährt, daß Milli Görüs unabhängig vom türkischen Staat ist und so viel wie “nationale Sicht” bedeutet.
Unter dieser “Überschrift aber lieber den Auftrag zu einer Art monotheistischen Ökumene verstanden wissen”, klärt der Mannheimer auf und erwähnt nebenbei, daß Milli Görüs “in etlichen Bundesländern vom Verfassungsschutz beobachtet wird”. (2)

An dieser Stelle hätte der Mannheimer besser auch einige Stellen aus Wikipedia eingefügt, z.B.: “Nach Erkenntnissen des Deutschen Verfassungsschutzes ist die Organisation von einem spezifischen türkischen Nationalismus sowie einer ideologisierten Interpretation des Islam geprägt.” (3)

Vision für den Jungbusch

Eine Eroberer-Moschee mitten in Mannheim, dabei getragen von einem Verein, der von einem spezifischen türkischen Nationalismus und einer ideologisierten Interpretation des Islam geprägt ist.
Ein islamisch-türkischer Verein in der Universitätstadt Mannheim, der türkische Studentinnen mit Kopftuch an deutschen Universitäten mit Stipendien unterstützen möchte.
Ein Verein, der wohl auch in Mannheim die “monotheistische Ökumene” sucht und in der Meile der Religionen bereits offene Tore gefunden haben mag - Kenner des Dialogs mit Muslimen wissen, wie ein solcher Dialog geführt wird bzw. wer dessen Spielregeln diktiert:

“Mannheimer Morgenhammedaner?”

Nachtrag um 20:23 Uhr

Die Mannheimer “Fatih-Moschee” von “Milli Görüs” ist nicht zu verwechseln mit der “Yavuz-Sultan-Selim-Moschee”, welche auch nach einem islamischen Eroberer (Sultan Selim I.) benannt und derzeit noch die größte Moschee Deutschlands ist.
Hinter der “Yavuz-Sultan-Selim-Moschee” steht die “Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V.” DITIB. Die DITIB steht unter Kontrolle des staatlichen türkischen Präsidiums für Religionsangelegenheiten in der Türkei:

“Mannheimer Morgenland?”

Quellen - nur temporär online frei zugänglich:
1) Mannheimer Morgen - Zum Ramadan in die neue Moschee
2) Mannheimer Morgen - Stichwort: Milli Görüs

Wikipedia:
3) Islamische Gemeinschaft Milli Görüs - Ideologische Orientierung
-) Fatih-Moschee
-) Sultan Mehmed II. Fatih („der Eroberer“)

Mannheim, den 27.08.2007, 19:33 Uhr.

5 Reaktionen zu “Fatih-Moschee Mannheim - Milli Görüs Bericht Mannheimer Morgen”

  1. anaximander

    Eigentlich gibt es für Milli Görüs nichts mehr zu tun: die Faith-Moschee hat erobert. Was, so fragt sich der Schweizer bang, wird jetzt aus den Eingeborenen?

  2. Wilhelm Entenmann

    @1. anaximander:

    Beim Einkaufen hört man dies und jenes, wenn man sich unter das so genannte einfache Volk, welches in Mannheim überpräsent ist, mischen mag.
    Das einfache Volk ist nicht so dumm, wie man vielleicht glauben mag. Es hat nur keine Repräsentanten und wird sich gewiß irgendwann selbst artikulieren müßen, dabei in seiner Weise.
    Das verordnete Schweigen bzw. Schönreden erregt den Zorn.

  3. anaximander

    Du schreibst: Das einfache Volk habe keine Repräsentanten - woran liegt das? Daran, dass es nicht wählen geht? oder an der “Rechtschaffenheit” der politiker?

  4. Wilhelm Entenmann

    3. anaximander:

    Das Volk geht, meiner Meinung nach, kaum noch wählen, weil sie sich durch die vorgesetzten Parteien und Politiker nicht vertreten fühlt.

    Ich meine es, wie ich es geschrieben habe:
    Es gärt und brodelt.

    So, durch Ignoranz und Totschweigen, treibt man die Menschen in die Arme von rechtsextremen Parteien.

  5. anaximander

    Das ist so. Damit stellst du den Politikern an der Spitze von Mannheim und Deutschland ein schlechtes Zeugnis aus.

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