Psychologie-Studie: Frauen kaufen Schuhe zur Belohnung

Frauen kaufen Schuhe, auch wenn Frauen die Schuhe gar nicht brauchen. Männer gehen beim Schuhkauf nüchterner vor. Frauen sind beim Kauf von Schuhen irrationaler als Männer, kaufen sich Schuhe als Belohnung. Der weibliche Schuhkauf als Belohnungskauf, so in Kürze das Fazit einer Studie der Diplom-Psychologin Dr. Eva Wlodarek. (1)

Ungeklärt blieb in der Studie die Frage, weshalb sich Frauen mit Schuhen belohnen.

Das “Hilfe-ich-hab’-nicht-genug-Schuhe-Syndrom”

Frauen als rationale und gemeinnützige Belohnerinnen

Auch Männer kaufen sich Dinge zur Belohnung, dabei aber meist technische Dinge, wie einen Computer oder einen DVD-Player. Männer sind eben praktischer und denken an das Gemeinwohl, denn Computer und DVD-Player können auch Frauen benutzen.

Frauen denken bei ihrer Belohnung also nur an sich. Weshalb aber ausgerechnet Schuhe und nicht eine billige Tafel Schokolade, welche die gemeinsame Haushaltskasse weniger belasten würde?
Schokolade macht dick und würde die Anschaffung von neuen Kleidern erfordern. Schuhe sind da praktischer, diese machen jeden Quantensprung von Kleidergröße ‘38 auf Größe ‘44 problemlos mit.

Frauen kaufen Schuhe auch aus Frust

Frauen kaufen Schuhe also aus figürlichen Gründen und schonen damit die Haushaltskasse. Der weibliche Schuhkauf also doch ein Zeichen von rationalem Pragmatismus und Gemeinnutz bei Frauen?

Frau Dr. Eva Wlodarek betont, daß der weibliche Schuhkauf eigentlich nur dem Wohlfühlen dient, der Einkauf also Belohnungs- oder aber Frustkauf sein kann.

Warum aber sollten Frauen frustriert sein? Ist denn so ein DVD-Player oder aber Computer nicht eine tolle Sache?

Mann wird das “Hilfe-ich-hab’-nicht-genug-Schuhe-Syndrom” Paule und das goldige Trio präsentiert: Commander a.D. in spé Wilhelm nie verstehen.
“Macht nichts”, hat mir meine Partnerin eben gesagt, “hauptsache ich kann mir Schuhe kaufen.”

Quelle:
1) stern.de - Weibliches Konsumverhalten: Zur Belohnung gibt es Schuhe

Mannheim, den 04.09.2007, 22:15 Uhr - noch 110 Tage und 1 3/4 Stunden bis Heilig Abend, meine Herren.

18 Reaktionen zu “Psychologie-Studie: Frauen kaufen Schuhe zur Belohnung”

  1. Falk

    “Ungeklärt blieb in der Studie die Frage, weshalb sich Frauen mit Schuhen belohnen.”

    … und wofür *duck* :mrgreen:

    Der kürzeste Witz:

    Geht eine Frau an einem Schuhgeschäft vorbei… 8)

  2. Wilhelm Entenmann

    @1. Falk:

    Die Frage ist durchaus ernst gemeint.
    Ob jetzt als Belohnungs- oder “Entfrustungs-” Kaäufe ist ja okay, aber weshalb sind ausgerechnet Schuhe das Objekt solcher Einkäufe?
    Liegt es tatsächlich daran, daß Schuhe Gewichtsschwankungen mitmachen?
    (Ich bräuchte die komplette Studie.)

    …ich habe schon einige nette Typen beim Warten vor einem Schuhladen kennen gelernt.
    Wir sprachen letztlich immer über die praktische Funktion von Kreditkarten. ;-)

  3. Falk

    Ich würde da erstens nicht warten, zweitens habe ich keine Kreditkarte und würde drittens nie einer Frau eine Kreditkarte mitgeben, wenn sie ins Schuhgeschäft geht! :lol:

    Die Studie habe ich nicht, bin im Moment eigentlich auch eher mit anderen Themen aus dem Bereich der ABO- und am Rande der Sozialpsychologie beschäftigt 8)

  4. Wilhelm Entenmann

    @3. Falk:

    Mann hat die psychologisch wichtige Wahlfreiheit:

    Stressvariante 1
    Kreditkarte (alternativ Geldbeutel) der Frau ins Geschäft mitgeben und selbst draußen bleiben.
    vs
    Stressvariante 2
    Kreditkarte/Geldbeutel behalten und mit der Frau ins Geschäft gehen

    Vor meiner jetzigen Partnerin lernte ich eine therapeutische Kollegin kennen.
    Bei unserem ersten Date ist die mit mir glatt in so eine Schuhboutique gegangen.

    Hähä, …ich wußte sofort, was das sollte und verhielt mich adäquat, also total gelassen.

    Sie hat es dann später auch zugegeben:
    Sie wollte mich tatsächlich auf meine Toleranzgrenze bzw. Belastbarkeit in Sachen Shopping, Spezialgebiet Schuhe testen.

    Ja, die A&O, sie kommt halt nicht ohne ihre Grundlagenwissenschaft, die Sozialpsychologie aus. :-)

  5. Falk

    “Sie wollte mich tatsächlich auf meine Toleranzgrenze bzw. Belastbarkeit in Sachen Shopping, Spezialgebiet Schuhe testen.”

    Also ich weiß, dass ich da nicht so belastbar bin 8)

    Also entweder Du bist dann sehr belastbar… oder es muss wirklich Liebe sein 8)

  6. Wilhelm Entenmann

    5. Falk :

    Neee, mit der besagten Psychologin bin ich nicht (mehr) zusammen. Mit Psychologinnen klappt das nicht so recht, ich habe das vier mal “getestet”.

    Aber Du bringst mich auf die Idee, warum Frauen ausgerechnet Schuhe kaufen.

    Für Mann sind fünf Arten/Paare von Schuhen ausreichend und deshalb auch vernünftig:
    1 Paar Straßenschuhe
    1 Paar Schuhe zum Anzug
    1 Paar Sportschuhe
    1 Paar Arbeitsschuhe
    1 Paar “Schlappe” (badisch für Hausschuhe)

    Wenn die Frau eines solchen vernünftigen Mannes nun mehr Schuhe kauft, als ein rationaler Mensch, also Mann, benötigt, so will sie ihn, via Toleranzgrenze, auf seine Liebe zu ihr testen.

    Ergo: Frauen brauchen eigentlich auch nicht mehr als 5 Paar Schuhe.
    Sie nutzen Schuhe (und deren, wenn möglich gemeinschaftlichen Kauf) nur als Testmaterial um das undurchsichtige, weil vielschichtige Konstrukt “Liebe” zu testen.

    … und Single-Frauen üben halt nur für den Test. ;-)

    Noch ein Slogan:
    Frauen!…, jetzt überall dort, wo es Schuhe gibt.

  7. Falk

    Manueller Trackback:

    Psycho-Blog (by Falk Richter) - 05.09.2007: Werbung 8)

    *fg* :lol:

  8. Wilhelm Entenmann

    @7. Falk:

    …ich habe jetzt einfach mal die Fachfrau angemailt.

  9. Falk

    Ups 8)

  10. Wilhelm Entenmann

    @9. Falk:

    Männer sind halt direkt und gehen an die Quelle;

    Männer sind furchtbar schlau,
    Männer bauen Raketen,
    Männer machen alles ganz genau.

    Herbert Grönemeyer (1984), “Männer”.

    Video: Herbert Grönemeyer - Männer (1984 Live in Dortmund)

    Gell? ;-)

  11. anaximander

    und wofür belohnen sich diese Frauen?

  12. Wilhelm Entenmann

    @11. anaximander:

    Ist das jetzt eine frauenfeindliche Bemerkung gewesen? :shock:
    Frauen haben heute sehr viele Gründe, um sich belohnen zu dürfen.

    …ich habe übrigens unseren Banner/Header der Sache angepaßt.

  13. Matthias

    Ich belohne mich auch hin und wieder mit nem guten Essen, oder Einkaufen. :D

  14. Wilhelm Entenmann

    @13. Matthias:

    Ja, das mit den Belohnungen kenne ich auch von mir.
    Ich belohne mich meist dann, wenn ich eine Shopping-Tour mit meiner Partnerin hinter mich gebracht habe - ich brauche das dann für die Wiederherstellung meines Wohlgefühles. ;-)

  15. kroetengruen.de » Blog Archive » Warum Frauen wirklich Schuhe kaufen

    […] Ihre Diskussion ist erfrischend, erfährt man doch nebenbei über den im Schuhladen stattgefundenen Partnerschaftstauglichkeitstest des Herrn E. und dessen Ausgang… […]

  16. Wilhelm Entenmann

    @9. Falk:

    Antwort ist eingetrudelt.

    Tenor, sinngemäß:

    Frauen lieben Accessoires, da diese attraktives und modisches Styling ermöglichen.

    Schuhe deshalb, weil diese viele “Parameter” besitzen, welche zugleich stark variieren, z.B. Farbe, Form, Material, …Preis.

    Außerdem gibt es viele “Sammelstellen”, die Objekte sind leicht zu erreichen.

    Soweit also die “psychologische Erklärung”.

    Mmmmh, hat sich also nicht viel verändert, seit der Urzeit.
    Früher waren es Beeren und Früchte, heute halt Schuhe, welche Frau sammelt.

    …und die Evolutionspsychologie hat also doch recht! ;-)

  17. Falk

    Danke für’s Ergänzen 8) … worauf ich jetzt auch nur zufällig gestoßen bin 8)

    Ich sammle gelegentlich auch. Pilze. Variieren auch sehr stark in Abhängigkeit von der Art und dem Zustand. Ich wähle dann nur die, die ich kenne und als schmackhaft empfinde 8)

  18. Wilhelm Entenmann

    @17. Falk:

    Am Beispiel der “Diskriminierung von (Gift-)Pilzen”, habe ich einst irgend solch ein Lerngestz bzw. dessen Prinzip gelernt.
    Wenn ich jetzt nur noch wüßte…, mich erinnern könnte… .

    “Was der Bauer nicht kennt,…”
    Frauen scheinen der Natur und deren verlockenden Reizen willenlos ausgeliefert zu sein.

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