Linksruck: Deutschland im Linksrutsch nach Rechts?

Linksrutsch in Deutschland, ein Linksruck geistert in Deutschland durch die Medien, nachdem Die Linke in Hessen und Niedersachen in westdeutsche Parlamente eingezogen ist. Deutschland auf dem Weg zum Sozialismus, denn Farbe und Richtungsangabe ist irrelevant.

Nach den Erfolgen der Die Linke bei den Wahlen in Hessen und Niedersachen wird in Deutschland über einen Linksruck diskutiert. Deutschland vollziehe einen Linksrutsch, so die einen, während andere lediglich die Unmutsbekundung von Nichtwählern, nicht jedoch deren Bekenntnis zum Sozialismus im Wahlverhalten sehen.

Nie wieder Sozialismus!

Hausgemachter Linksrutsch
Unsere Redaktion ist der Meinung, daß die derzeiten Erfolge der Die Linke aus zweierlei Gründen hausgemacht sind, weshalb man nicht von einem Linksruck im eigentlichen Sinne sprechen sollte.

Zunächst ist da die Tatsache, daß in Deutschland z.B. Menschen leben, welche es trotz acht oder mehr Stunden ehrlicher und harter täglicher Arbeit gerade einmal so über die Runden schaffen. Solche Zustände schaffen zu recht Unmut und Unzufriedenheit.

Unzufriedene, Menschen welche am Rande der Existenz leben oder sich um diese bedroht fühlen, sind leicht zur Wahl einer extremen Partei zu bewegen, welche ihnen die Sicherung ihrer Grundbedürfnisse verspricht.
In der öffentlichen Wahrnehmung ist jedoch nur eine extreme politische Richtung bzw. Partei präsent und sozial anerkannt, welche den, zu recht unzufriedenen Menschen sozialistisches Heil verspricht, Die Linke!

Am deutschem Wesen, soll die Welt wieder genesen?

Von deutschem Boden darf nie wieder Sozialismus ausgehen!

Bild: Von deutschem Boden darf nie wieder Sozialismus ausgehen!

Sozialismus hat keine Farbe
Nehmen wir einmal an, daß es in Deutschland, trotz Nazizeit bzw. NSDAP, ganz normal, d.h. ohne gesellschaftliche Vorbehalte wäre, daß eine extreme rechte Partei wie die NDP in der öffentlichen Wahrnehmung präsent und sich deshalb dem unzufriedenen Wähler als wählbare Alternative stellen würde? Wie würde dann wohl die Stimmenausbeute der Die Linke aussehen?

Wir sind der Meinung, daß die, meist unzufriedenen Wähler der Die Linke in Niedersachsen und Hessen sich nicht bewußt für eine linke Programmatik, sondern lediglich für einen Sozialismus, dabei ungeachtet dessen Farbe und Richtungsangabe entschieden haben.
Da Sozialismus in Deutschland nur in der roten und linken Variante sozial und medial anerkannt ist, entfielen die Stimmen der Unzufriedenen eben auf Die Linke, weshalb man nun von einem Linksruck redet.

Linksruck verhindern
Für unsere Redaktion ist klar, daß Deutschland weder einen roten und linken, noch einen braunen und rechten Sozialismus gebrauchen kann.

Beide Seiten der Medaille Sozialismus haben Deutschland je einmal in die rechte und die linke Ecke rutschen lassen und dabei zu katastrophalen Ergebnissen geführt. Bei aller sozialen und medialen Ächtung der sozialistischen NPD sollte man in der öffentlichen Wahrnehmung endlich auch einmal realisieren, wessen Geistes Erbe die sozialistische Die Linke ist und diese Partei demgemäß in der Öffentlichkeit behandeln.
Das Problem des so genannten Linksrutsch würde sich, mangels einer wählbaren linken sozialistischen Wahlalternative von selbst lösen.

Ach ja, gebt den Leuten anständig Lohn, denn den Sozialismus, ob nun in seiner linken und braunen oder der rechten und roten Variante, wählt wohl kaum jemand freiwillig aus Überzeugung, denn dafür ist die Freiheit ein zu wertvolles Gut.

Bildquellen:
- Wikipedia-Bilder - Lothar Bisky by n.n.
- Wikipedia-Bilder - EU location GER by David Liuzzo
- Wikipedia-Bilder - Gregor Gysi by n.n.
- Wikipedia-Bilder - Oskar Lafontaine by n.n.
- Wikipedia-Bilder - Karl Marx by n.n.

Mannheim, den 30.01.2008, 14:25 Uhr.

30 Reaktionen zu “Linksruck: Deutschland im Linksrutsch nach Rechts?”

  1. Falk

    Ein solcher Linksruck oder auch ein Zulauf die extremen Rechten kann nur dadurch verhindert werden, indem die Entscheider in diesem Land eine Politik betreiben, die möglichst wenige Menschen ausgrenzt ;)

    Mit anderen Worten: Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass Arbeitsplätze abgebaut werden, Menschen unter ihrem Wert bezahlt werden, Freizeit- und allgemein sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche verschwinden usw., sind selbst schuld, wenn die Extremen Zulauf erhalten.

    Wobei: Wenn man so etwas mal auf den Punkt bringt, muss man ja immer mit dem Aufschrei von ziemlich einfach strukturierten Betroffenheitsflokatis aus allen möglichen Lagern rechnen…

  2. Wilhelm Entenmann

    @1. Falk:

    dass Arbeitsplätze abgebaut werden, Menschen unter ihrem Wert bezahlt werden…

    Ja!
    …mir fällt da nur immer wieder nur die Maslowsche Bedürfnispyramide hier (Link) ein.
    Aber auf unsereins wird ja dann gehört bzw. Wert gelegt, wenn man auf die Leute einen manipulativen Einfluss zur Steigerung der Motivation ausübt, um damit abgebaute Stellen wieder wettmachen zu können.

  3. anaximander

    Falk & Schoggo Die Schuldigen sind Diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass Arbeitsplätze abgebaut werden
    Wer das verhindern will, darf einer EU nicht beitreten bzw muss dort austreten und sich von der Globalisierung verabschieden, einen Zaun um Deutschland hochziehen. Grundlegend gilt: wer einen Arbeitsplatz schafft, tut dies nur, wenn er sicher ist, dass dieser mehr einbringt als er kostet.
    Was nun das andere, nämlich, Menschen unter ihrem Wert beschäftigen, so kommt Thomas Hobbes’ Leviathan (S.67) zum Zug:
    Jeder Mensch hat einen Preis. Der Preis wird von Angebot und Nachfrage bestimmt oder vielmehr er richtet sich danach, wieviel man für die Benützung seiner Macht bezahlen würde, und ist deshalb nicht absolut, sondern von dem Bedarf und der Einschätzung eines anderen abhängig. Ein fähiger Heerführer ist im Fall eines drohenden Krieges sehr teuer, im Frieden nicht… ein Richter ist in Friedenszeiten von hohem Wert, dagegen nicht im Krieg. Wie bei vielen Dingen, bestimmt auch bei den Menschen nicht der Verkäufer den Preis, sondern der Käufer..” Erstausgabe 1651

  4. Wilhelm Entenmann

    @3. anaximander:

    Nun, freier Markt, freie Menschen, …wer will diesen verwehren von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, dabei als Käufer jener Parteien bzw. Verkäufer aufzutreten, welche ihnen das gewünschte Produkt verkaufen(?), da zum Schnäppchenpreis einer Stimme?

    Bismarck wußte, weshalb er die Sozialversicherung ins Leben rief, hier (Link).

  5. Gilbert

    Politisch fabulieren können sie von mir aus ruhig. Was mich mehr stört, ist, dass den Linken mehr oder minder ohne Gegenwehr auch das Gewaltrecht zugestanden wird, wobei die Gretchenfrage darin besteht, ob und wer die so genannten “Linksautonomen” überhaupt kontrolliert. Sämtliche Krawalle kommen aus der Ecke, ohne dass ernsthaft eingeschritten wird, während eine Glatze ja schon verhaftet wird, wenn er im Konsum nach braunem Zucker fragt.

    Die Gewalt von Links ist nicht neu. Ich zitiere mal den ehemaligen IG-Metallvorsitzenden Peters, damals noch Chef im Norden, 1997 oder 98 im NDR2 anläßlich einer NPD-Versammlung in Bremen: “Wenn der Senat das nicht verbietet, werden wir das mit der Faust stoppen!” Durfte der damals schon im ÖR-Rundfunk laut sagen, und es wird immer schlimmer.

  6. anaximander

    @Schoggo Hm, die Wähler haben sich Politiker gekauft, die nicht ihre Interessen vertreten, sondern lediglich leere Versprechen abgeben.
    @Gilbert Da stimme ich dir voll und ganz zu. Die Krawalle kommen immer aus der linken Ecke. Für Politiker aber gibt es letztere gar nicht…

  7. Eichbaum

    @Gilbert:

    Die IGM geht glaube ich gerne mal grenzwertige Allianzen ein. Ich erinnere mich hier an die Jahre 2006 / 2007, als im Metall-Magazin (die Gewerkschaftszeitschrift) öfter mal Artikel auf der letzten Seite waren, die über den Kampf des Heidelberger ANTIFAnten Michael Czaskozy (schreibweise so ähnlich) für seine Einstellung in den Schuldienst von Ba-Wü berichteten. Das Kultusministerium wollte ihn nicht einstellen, da er vom VS überwacht wurde. Die IGM hat sich zusammen mit ver.di ziemlich engagiert, inkl. Demo in Mannheim usw. Ich war seinerzeit kurz davor, meine Mitgliedschaft hinzuschmeißen.

  8. anaximander

    Noch ein Link, der besagt, dass die Wähler rotrotgrün wollen

  9. Dieter Petereit

    Wilhelm, ich bin erstaunt. Ein Beitrag, den ich beinahe politisch ausgewogen bezeichnen würde. Freut mich wirklich!

  10. Wilhelm Entenmann

    @9. Dieter Petereit:

    Extremisten haben mich schon immer genervt, ob nun “links”, “rechts” oder “unterwürfig”, guckst du hier.
    Und doch, sollte man morgen die Scientologen verbieten, dabei weiter die Muslime hofieren wollen, so werde ich meine Stimme für die Scientologen erhoben - allerdings nicht, weil ich diesen nahe stehe. Ganz im Gegenteil halte ich auch diese für brandgefährlich.
    Es ist in diesem Land eben nur leicht, weil gewünscht, gegen Nazis zu wettern. Das ist mir zu leicht, weil keine Herausforderung.

    @7. Eichbaum:

    Du meinst Michael Csaszkóczy.
    Eine “freundliche Darstellung” seines Falles hier.
    Mir ist das Interview im Stadtmagazin MEIER noch gut in Erinnerung.

    @6. anaximander:

    Das haben die Versprechungen von so genannten Marktschreiern schon immer an sich gehabt.
    Dein Link unter 8.) geht nicht.

    @5. Gilbert:

    dito!
    Siehe meine Äußerung über Scientology oben.

  11. anaximander

    Nun ja, in der die Welt ist ein Artikel über die Gefährlichkeit Lafontains und seiner LiNK-Partei erschienen. Der Artikel ist imho lesenswert. Aufschlussreicher aber sind die Kommentare, die zeigen, wie gedacht wird. Ich habe einen herausgegriffen:

    Der gefährliche Sieg des Oskar Lafontaine (Link)
    [EDIT: Ich habe den Link repariert.]

  12. Wilhelm Entenmann

    @11. anaximander:

    Aus dem, von Dir verlinkten Kommentar auf Welt Online:
    “Lafontaines Populismus arbeitet mit klaren Feindbildern, hier das sozialistische Himmelreich, dort die kapitalistische Hölle. Erschreckend ist, wie sehr diese Mär heute wieder verfängt.”

    -> Genau dies meinte ich mit der Argumentationsebene, welche die Extremisten verwenden und dabei Gehör und Zulauf finden - egal on nun Linke oder Rechte.

    Dies Feindbild muß man ihnen nehmen, was man meiner Meinung nach aber nicht dadurch erreicht, indem man den Leuten, welche z.B. als Friseurin 4,50 €/Std. Brutto verdienen, die Globalisierung schmackhaft zu machen versucht.

  13. anaximander

    Mein Kommentar zu den 4.50 Euro war nicht gegen die Menschen gerichtet, die dafür arbeiten müssen. Ich wies lediglich auf Tatsachen hin. Tatsachen, die ein Lafontaine auch nicht ändern kann, es sei denn, man verhelfe ihm zu einer DDR2 und wolle Deutschland ins Nirwana verbannen und die Menschen zu Armut verknurren.

  14. Dieter Petereit

    @13: Die Menschen zu Armut verknurren? Das haben doch die sozialistisch-koncservativen Einheitsvolksparteien, die seit ein paar Jahren zusammen regieren schon prima alleine geschafft. Dafür brauchen wir die LInke nicht. Vielleicht schafft sie aber eine Umkehr?

    (Immer zu berücksichtigen: Es ist ja niemals von einer linken Alleinherrschaft die Rede, sondern nur von einer Beteiligung an der Regierung. Ich denke schon, dass es da Impulse in die richtige, die menschliche Richtung geben könnte.)

  15. anaximander

    Lafontaines Versprechungen sind verführerisch. Ich würde nicht so tun, als hätte er keine Chance auf alleinige Fast-Herrschaft.
    Eine Umkehr wird er nicht schaffen; die Globalisierung und die EU - beide stehen ihm im Weg. Aber er kann ein Abschotten schaffen und Deutschland als DDR2 einbalsamieren

  16. Wilhelm Entenmann

    @14. Dieter Petereit:

    Dies wäre auch meine Vision von Politik und Demokratie.
    Die beteiligten Politiker bringen ihre “Impulse” zur gemeinsamen Lösung eines Problemes ein, dabei über Partei- und Ideologiegrenzen hinweg. Die oberste Prirität hat das Wohl des Volkes und des Landes.
    Leider wird so nicht Politik gemacht. Es herrschen Parteien und Ideologien, wobei mir die Ideologie der Linke absolut nicht zusagt. Die wollen, wie die NPD, einen komplett anderen Staat.

    @15. anaximander:

    Ein bisserl off: Es ist das derzeitige Gebahren der freien Marktwirtschaft, welche ich als solche nach wie vor präferiere, welche den LafGys dieser Republik die Leute zutreibt. Diese unglaubliche Gier in den Vorständen.
    Du kennst meine These hierzu, auch, daß uns diese Gier der Vorstände den Islam ins Haus holen wird. Heute Abend gab’s in n-tv schon den ersten Kurzreport bzw. eine Buchbesprechung für dies hier (Link).

  17. anaximander

    Dieses Buch ist sicher ein “aufklärerisches” Werk für alle, die nicht oder noch nicht mit islamischen Staaten Handel betreiben. Mir ist das alles seit x-Jahren bekannt.
    Was die Gier anbelangt, so sind wir uns schon lange einig, dass diese nicht nur ungesund ist, sondern ins Verderben führt. Ich bin aber nach wie vor gegen jede gesetzliche Maßnahme. Du kannst dir an fünf Fingern ausrechnen, was uns eine solche bescherte: DDR2 weltweit, ehe Lafontaine sein “Können” unter Beweis gestellt hat.

  18. Wilhelm Entenmann

    @17. anaximander:

    Doch, anaximander, ein Mindestlohn muß her.
    Dazu habe ich, Akademiker hin, Akademiker her, meine Wurzel bei den einfachen Leut’ und weiß bzw. sehe auch noch heute, wie es diesen Menschen ergeht.

    Übrigens, kennst Du einen Benjamin Herzel?
    Der hat mich gerade zu den “neokonservativen und neoliberalen Kräfte” gerechnet. Lach!
    Guckst Du hier.

  19. anaximander

    Mhm, ich kenn eine Benjamin Herzl, aber keinen Herzel. - Vom Mindestlohn müsstest du mich erst mal überzeugen. Wenn dann die staatlich abgesegneten 1 Euro-Jobs abgeschafft sind und die Leute, die heute für 1 Euro arbeiten müssen, anständig und nach Leistung bezahlt werden, sieht das anders aus. Aber die Regierung will die wohl beibehalten, ne? -

  20. Wilhelm Entenmann

    @19. anaximander:

    1-Euro-Jobs, ach, nicht einmal die meinte ich.
    Ich fange bereits dort, wo Leiharbeiter so um die 65% (jetzt hoch, d.h. gut bemessen) dessen bekommen, was die festangstellten Kräfte erhalten, dabei mit Knebelverträgen an die Leihfirmen gebunden werden, so daß nicht einmal das Argument, daß Leiharbeit eine Möglichkeit für eine regulären Arbeitsplatz (bei der ausleihenden Firma) wäre, greift.

    Ich möchte jetzt kein neues Faß über Leiharbeiter aufmachen, sondern lediglich auf die vielfältigen Möglichkeiten der Unterbezahlung menschlicher Arbeit hinweisen.
    Mir geht es nicht einmal so sehr um den viel gebrauchten, dabei dehnbaren Begriff der Gerechtigkeit - mir geht es, wie Bismarck mit seiner Sozialversicherung, schlicht auch um Vernunft. Wer Unzufriedenheit säat, der wird LafGy ernten.

  21. anaximander

    Leiharbeit? Meinst du damit Agenturen? - Sind die nicht per Gesetz verpflichtet, Provision in einer bestimmten Höhe zu kassieren, sauber abzurechnen und dem “Leiharbeiter” - klingt nach Leibeigenen - den Rest auszuzahlen? Das wäre eine Schweinerei, geht hier nicht.
    Es ist schon so, dass die Unzufriedenen LafGy wählen, aber eben nicht nur.

  22. Wilhelm Entenmann

    @21. anaximander:

    Ja, ich meine diese unsäglichen Leiharbeitsfirmen. allerdings ist das, was sie tun ganz legal.
    Häufig sind das Kleinigkeiten, z.B. bekommt ein Leiharbeiter laut Vertrag der Leihfirma nur Schichtzulage nach 22h, auch wenn die Firma, welche ihn ausleiht, an die Leihfirma ab 20h Nachtzulage zahlt. Die Zulage zw. 20 und 22h geht direkt an die Leihfirma, welche nichts davon an ihren Mitarbeiter (also Leiharbeiter) abgibt.
    Peanuts vielleicht, aber für Leiharbeiter, welche eh nicht viel bekommen, doch Geld.

  23. anaximander

    Und warum tun die Gewerkschaften, die sich sonst überall einmischen, vor allem dort, wo es nicht am Platze ist, nichts dagegen?

  24. Wilhelm Entenmann

    @23. anaximander:

    Gründe für die Untätigkeit der Gewerkschaften?
    Keine Ahnung.

    Vielleicht weil Gewerkschaften auch wie freie Anbieter agieren und nur für zahlende Kunden (Fachjargon “Gewerkschaftsmitglieder”) tätig werden(?).
    Vielleicht weil Leiharbeiter in Konkurrenz zu fest angestellten Personen und Gewerkschaftsmitgliedern stehen?

    Zum anderen, welcher Gewerkschaft sollten Mitarbeiter von Leihfirmen, also Leiharbeiter angehören.
    Ein Elektriker, welcher von einer Leihfirma (seinem offiziellen Arbeitgeber) einmal in einem Metall-, dann Chemie-, dann Baubetrieb etc arbeitet, ist nicht zuzuordnen.
    Außerdem gibt es, meines Wissens, noch keine Gewerkschaft für Mitarbeiter von Leihfirmen, was sich wohl auch nicht lohnen dürfte, wenn deren Beiträge (1% des Bruttolohnes) zur Gewerkschaft, weit unter dem Schnitt liegen.
    Auch sind Leiharbeiter von ihren Leihfirmen leichter kündbar.
    Eine gute Frage ist, ob es in Leihfirmen überhaupt Betriebsräte gibt, in welchen sich Gewerkschaftsmitglieder breit machen könnten.

    Du siehst, das ist ein weites Feld.
    Verlierer aber ist der Leiharbeiter, welcher so dann zum leichten Gewinn der Die Linke werden könnte.
    Glauben CDU/CSU und, allen voran die FDP ernsthaft daran, daß derart “bedienstete” Leiharbeiter sich bei ihnen an der Wahlurne bedanken könnten?

  25. pantoffelpunk

    Mann, Herrenente. Du bist doch nicht wirklich doof. Ein Vergleich zwischen NPD und Linke ist extrem schwachsinnig.Dieses Kindergartenniveau genau ist auch der Grund, warum ich Dich einfach nicht ernst nehmen kann. In der NPD weigern sich Abgeordnete, in Gedenkminuten für die Holocaustopfer aufzustehen, andere huldigen Adolf Hitler in offiziellen Reden, die NPD als solche erkennt die Bundesrepublik nicht an, weil sie von den Alliierten oktruiert wurde und somit nie vom Volk legitimiert wurde. Die NPD hält das deutsche Reich für den rechtmäßigen Staat. Lies Dir im Vergleich z.B. die Statements von Herrn Heilmann (Ex-Stasi, Personenschutz, vgl. Aufgaben des BKA) durch und sage mir, Du sähest keinen Unterschied!

    Und btw: Empfindest Du im Bezug auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit wirklich die DDR für genau so schuldig wie das Deutsche Reich von 33 bis 45?

    Du empfindest Honeckers Taten als gleichwertig zu denen des Führers?

    Und Du empfindest, dass Menschen, die sich von Honecker und “seinem Staat” distanzieren gleichzusetzen sind mit Menschen, die nach wie vor zu Adolf Hitler stehen?

    Wie rechts bist Du eigentlich? Und warum fühlst Du eigentlich immer so opferhaft zensiert und gegutmenscht, wenn Du für Deine durch das ganze Netz gestreuten rassistischen Ressentiments kritisiert wirst?

    Deine extrem rechten ansichten stoßen selbstverständlich nicht auf Gegenliebe und wer auf alles schießt, was sich bewegt, sollte mit gegenwehr rechnen.

  26. pantoffelpunk

    Link zu Herrn Heilmann vergessen, here you are:

    abgeordnetenwatch.de: Lutz Eberhard Heilmann (Link)

  27. Gilbert

    @ Pantoffelpunk: ich habe mir alles noch mal durchgelesen und kann beim besten Willen nicht erkennen, wo hier pro Rechts argumentiert wird. Oder ist für dich alles NPD, was nicht links von der SPD ist? Und ein verbaler Bezug (noch lange kein Vergleich), der sich auf totalitaristische Tendenzen in beiden Lagern bezieht, ist nach deiner Meinung deshalb unzulässig, weil die Abgeordneten der Linken nicht laut “Stalin, Stalin” im Parlament schreien?

    Jedenfalls sind beide Modelle in der Praxis bislang mehrfach vor die Wand gefahren (Ausnahmen: Spanien, China). Grund genug, misstrauisch zu sein, wenn jemand das gleiche Modell wieder aus der Schublade holt. Und falls du Bedenken, dass selbst unser so genanntes freiheitlich-demokratisches Modell unter gewissen Umständen vor die Wand gefahren wird, nicht teilst, kannst du ja Gegenargumente liefern.

  28. Wilhelm Entenmann

    @25. pantoffelpunk:

    Du wirst von mir Antwort erhalten, wenn Du a. ohne persönliche Beleidigungen, b. persönliche Unterstellungen und c. zur Sache selbst kommentierst.

    Einen Tipp zum Verstehen meines Denkens möchte ich Dir dennoch mit auf den Weg geben: ich trenne zwischen Struktur und Inhalt, beziehe mich dabei eher auf die Struktur.

  29. Benjamin

    Warum können wir uns nicht mal alle darauf einigen, dass die ganzen politischen Richtung, egal ob Sozialismus, Liberalismus oder Konservative nur genau so gut sind, wie die Menschen die sie vertreten? Ein liberaler Konservativer kann als “Rechter” sozialere Politik machen, als ein machtgeiler Kommunist a la Stalin. Ein Arschloch bleibt nun mal ein Arschloch und wenn George Bush II. im Iran auf die Welt gekommen wäre, dann wäre er vllt. auch so eine Elendsgestalt wie Achmanidedschad. Ich selbst bin ein “Linker” und trotzdem finde ich in vielen verschiedenen Parteien - sogar in der CSU - Charaktere die ich lieber als Kanzler sehen würde als Gazmann Schröder. Das Problem in der Weltpolitik ist die hohe Opportunisten- und Arschloch-quote und nicht “links”, “rechts”, “Mitte”…

  30. Wilhelm Entenmann

    @29. Benjamin:

    “Danke!”, dies meinte ich oben in Kommentar 16:
    Die beteiligten Politiker bringen ihre “Impulse” zur gemeinsamen Lösung eines Problemes ein, dabei über…, hier.

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