Inzest: Sex-Verbot für Bruder und Schwester
Sex zwischen Geschwistern bleibt in Deutschland weiter verboten und strafbar. Urteil gegen Patrick S. wegen Inzest mit Schwester Susan K., die mit Bruder vier Kinder hat, nach Entscheidung von Verfassungsgericht rechtskräftg. Geschwisterpaar aus Zwenkau bei Leipzig wegen überkommenen moralischen Vorstellungen diskriminiert?
Hohe Wellen der Empörung schlug diese Woche die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe, wonach Inzest zwischen Bruder und Schwester in Deutschland weiter strafbar bleibt. Geklagt hatte Patrick S., der wegen Inzest mit seiner leiblichen Schwester Susan K. zuvor verurteilt worden war. Das Geschwisterpaar aus Zwenkau bei Leipzig hat vier gemeinsame Kinder, von denen zwei behindert sind, was bei Inzucht häufig vorkommt.
Schoggo-TV sagt: Stoppt die Diskriminierung bei Inzest!
Die moralische Diskriminierung von Inzest
Patrick S. plant nun eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, welche Chancen auf Erfolg haben könnte, da Inzest, der Sex zwischen Bruder und Schwester in vielen europäischen Ländern erlaubt ist und selbst der Verfassungsrichter Winfried Hassemer im Inzest-Paragraphen § 173 StGB lediglich eine moralische Begründung findet.
Diskriminierung bei Inzest

Bild: Die Diskriminierung der Enkel bei Inzest. Pasus, Supa, Antrick und Trickan haben nur eine Oma und einen Opa: Der Weihnachtsstress ist vorprogrammiert!
Die vermeidbare Diskriminierung von Inzest-Kindern
Schoggo-TV ist der Meinung, daß Inzest auch weiterhin verboten bleiben sollte, da dieser mit kalkulierbaren Riskien verbunden ist.
Die Folgen des Sex zwischen Geschwistern können Kinder sein, bei welchen eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit auf eine Behinderung besteht, deren Folgen nicht nur das betroffene Kind, sondern auch die Gesellschaft zu tragen hat.
Eine weitere, bislang kaum beachtete Folge des Inzests von Bruder und Schwester ist die Tatsache, daß Inzest-Kinder jeweils nur ein Großelternpaar haben und somit gegenüber Kindern mit einem klassischen Stammbaum emotional sowie fianziell (Weihnachten!) benachteiligt sind.
Umgekehrt werden derart betroffene Großeltern finanziell und emotional überlastet.
Quellen:
- FOCUS Online - Inzest-Urteil: Die verbotene Liebe des Patrick S.
- Spiegel Online - Verfassungsgericht: Haftstrafe für Inzest-Täter - Patrick S. will weiterkämpfen
- stern.de - Inzest-Urteil: Moral bestraft Liebe
- stern.de - Inzest bleibt verboten: Das sagen die stern.de-Leser
- Wikipedia - Inzest
Mannheim, den 15.03.2008, 11:58 Uhr.
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17 Kommentare
1.
Wilhelm Entenmann schrieb am 15. März 2008 um 14:44
NACHTRAG:
“Das Verbot ist nicht plausibel”
Inzest bleibt in Deutschland strafbar - so hat das Verfassungsgericht entschieden. Im Interview mit dem SPIEGEL kritisiert Professorin Tatjana Hörnle das Verdikt des Senats scharf und spricht von “Begründungsarmut”, “vagen Worten” sowie einer “problematischen Rechtfertigung”.
Quelle und weiterlesen: Spiegel Online (Link).
Kurzkommentar:
Ja, macht alle Normen und Werte, welche sich Menschen der meisten Gesellschaften gegeben und damit Strukturen geschaffen haben, die im Rahmen der Evolution von Vorteil (gewesen) sind, nur weiterhin kaputt… .
2.
Onkel Peter schrieb am 15. März 2008 um 16:17
Ich habe den Spiegelartikel kurz überflogen und, wie jedesmal wenn man “Spiegel” liest, wertvolle Minuten des Lebens vergeudet.
Frau Hirnle sprach:
Das ist die Begründung, die dem Inzest-Paragrafen ersichtlich am besten entspricht. Es ist die plausibelste, aber gleichzeitig auch die problematischste Rechtfertigung. Denn dieses Argument basiert letztlich darauf, dass es besser wäre, die Entstehung eines Kindes zu verhindern, bei dem man befürchten muss, dass es nicht völlig gesund sein wird. Das ist dieselbe Logik, die auch dem Begriff des “lebensunwerten Lebens” im Nationalsozialismus zugrunde lag.
Und wie ist es mit der Logik der Dame bestellt? Nichteinmal der Mitbegründer des Marxismus, Friedrich Engels, hatte einen Hauch eines Zweifels an der Richtigkeit des Inzestverbotes. Nachzulesen( ohne Gewähr) in: “Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats”. Und dieses Buch ist ansonsten nicht von Pappe. Darüberhinaus kann ich mich nicht entsinnen jemals etwas anderes gehört zu haben.
3.
anaximander schrieb am 15. März 2008 um 17:50
Das Inzestverbot wird angewendet wie eine christliche Moralkeule. Vier Jahre Gefängnis - und ohne jeden Nutzen. Kein Nutzen für den Staat, kein Nutzen für den Verurteilten, keiner für seine Frau/Schwester und keinen für die Kids. Hauptsache, dem Gesetz ist Genüge getan. Patrick wird schwerer bestraft, als einer, der einem anderen ohne Todesfolgen den Schädel einschlägt
4.
Wilhelm Entenmann schrieb am 15. März 2008 um 18:36
@2. Onkel Peter:
Beim Spiegel find’ ich halt immer wieder die Meinung Anderstdenkender. Das regt an.
Ich habe gerade bei BlogKon hier (Link) entdeckt, daß sich (natürlich!) auch der Grüne Jerzy Montag zur Sache geäußert hat (siehe auch hier).
Wie oben bereits andgedeudet und auch von Dir argumentiert, scheinen dieses “Anti-Moralisten” nicht verstehen zu wollen, daß das kulturübergreifende Inzest-Verbot seine Gründe hat.
Selbst wenn man von den biologischen Gefahren absieht, so bleiben doch gute soziale Gründe, welche für das Verbot sprechen (Austausch bzw. Schaffung von “Banden” zwischen verschiedenen Familien).
—
@3. anaximander:
Patrick S. wurde bereits nach den ersten beiden Inzucht-Kindern verurteilt. Nach der Haftentlassung folgten die beiden anderen Inzucht-Kinder, wegen der er wieder verurteilt wurde und deshalb vor dem Verfassungsgericht geklagt hat.
Scheinbar hat die erste Strafe nichts geholfen. Die anstehende Strafe soll er schon demnächst antreten hier (Link).
Mir geht es bei der zunehmenden Auflösung von Moral und gesell. Normen auch um die Gefahr, daß eines Tages Pädophilie mit dem Recht auf sexuelle Selbstbestimmung gerechtfertigt werden könnte.
Viele Bereiche der Sozialwissenschaften sind dem Zeitgeist unterworfen und gewiß wird sich irgendwann ein Wissenschaftler finden, der den Pädophilen bestätigen wird, was diese zur Rechtfertigung ihres Tuns benötigen.
Diese Gesellschaft wird immer grenzenloser, ein Prozess, den ich nicht bereit bin hinzunehmen.
“Heftig: Republikanerin findet Schwule gefährlicher als Terroristen” hier (Link).
5.
Klaus Lelek schrieb am 15. März 2008 um 19:50
Dem Argument von Entenmann kann ich mich nur anschließen.
Unsere Richter neigen selbst bei absoluten Perversen zur Kuschelpädagogik. Kindesmißbrauch, ja SOGAR MORD endet mit Freispruch. Siehe den Skandal Saarbrücken. Tosaklause! Diese perverse Sau, die den kleinen Patrik von perversen Pädofilen ficken ließ und dann abgeschlachtet und irgendwo vermutlich in Frankreich verscharrt hat, läuft aus Mangel an Beweisen frei rum. Aber ein Mann der mit seiner erwachsenen Schwester im gegenseitigem Einvernehmen vögelt wandert für vier Jahre in den Knast.
Da kann ich nur noch Kotzen.
Armes Deutschland!!!!!!!!!!!
Klaus Lelek
6.
anaximander schrieb am 15. März 2008 um 22:02
Aber Schoggo, Pädophilie ist doch längst erlaubt dort, wo es um Migrationshintergründe geht.
Dass Patrick S ins Gefängnis muss, ist nicht gerecht. Er hat die Kinder im Einverständnis mit seiner Schwester, die er erst mit zwanzig kennengelernt hat, gezeugt.
Klaus Lelek hat 100%ig Recht.
7.
Falk schrieb am 15. März 2008 um 22:24
Es gibt durchaus einen Punkt bei der Sache, wo mir der Sinn von Verbot und Strafe einleuchtet: Dass die beiden gewollterweise Kinder in die Welt gesetzt haben, obwohl ihnen bekannt sein muss, dass ein hohes Risiko gesundheitlicher Schäden dieser Kinder besteht. Mit der gleichen Begründung könnte und müsste man allerdings z.B. auch Drogen- und Tablettensüchtigen das Recht auf eigenen Nachwuchs absprechen. Wobei bei letzteren auch der Aspekt der Sozialisation der Kinder in einer solchen Umgebung eine Rolle spielt. Alle anderen hier angesprochenen Punkte halte ich - zumindest speziell für diesen Fall des Inzestpaares - für irrelevant: Die Sozialisationsbedingungen der Kinder, die finanziellen Rahmenbedingungen für die Enkel und mögliche Überforderung der Großeltern
Was diesen Fall der (US-)Republikanerin anbelangt, so ist es erfreulich, dass politische Entscheider hier in Deutschland kaum zu solchen schrägen Ansichten neigen. Man denke an Ole van Boyst oder Bernhard Vogel, die in der CDU Spitzenämter innehaben oder hatten. Selbst von Ede Stoiber habe ich relativ tolerante Äußerungen zu Homosexuellen gehört. - So richtig prüde scheinen in Deutschland wirklich nur bestimmte Genossen bei der SPD zu sein
Gesellschaften, die Homosexualität erlauben, sollen nicht zukunftsfähig sein
… meines Wissens, war es gerade das Dritte Reich, welches nur 12 Jahre von Bestand war
Übrigens sind diese christlichen Fundamentalisten in den USA m.E. auch noch mal ein Beispiel dafür, dass es Nachwuchs in Inzestbeziehungen zu Behinderungen führen kann
8.
Wilhelm Entenmann schrieb am 15. März 2008 um 22:33
Über die freie Entscheidung, ein Auszug:
Susan K. hat eine leichte geistige Behinderung, die man nicht gleich bemerkt, weil ihre soziale Kompetenz ihre sehr viel niedrigere »Verbalintelligenz« ausgleicht. Doch sie kann kaum lesen und nur mühsam ihren Namen schreiben. Trotzdem lässt eine Leipziger Richterin sie eine Revisionsrücknahme als »selbst gelesen und genehmigt« unterzeichnen. Über mehrere Jahre hinweg fühlt keine Polizeistelle, kein Bewährungshelfer, kein Gericht sich zuständig, den Geschwistern einen Pflichtverteidiger zu besorgen. Dabei ist von Anfang an klar, diese beiden können sich nicht selbst verteidigen.
Quelle und ganz lesen: ZEIT Online (Link)
Irgendwo habe ich auch etwas von Schlägen gelesen, wenn ich mich richtig erinnere.
—
@7. Falk u.a.:
Mir geht es einfach um Grenzen…, bestimmte Grenzen.
Ich habe nie behauptet, daß ich nicht konservativ sei.
9.
Onkel Peter schrieb am 16. März 2008 um 13:55
@ 8. Wilhelm Entenmann:
Auch die “Zeit” verdreht, worum es den Richtern ging und verfällt in diese “Argumentation”:
Der Richter findet offenbar, es wäre besser für die Kinder gewesen, nicht gezeugt zu werden. Das ist eine eugenische Argumentation gegen den Sinn des Grundgesetzes, auch darf laut BGB bei Sterilisationen das Wohl des ungezeugten Kindes keine Rolle spielen.
Genau das ist falsch. Richter Jähkel sagte:
“Die Sache zwischen den beiden hätte nie jemanden interessiert, gäbe es die Kinder nicht. Sie sind die Opfer.”
Wie ist es eigentlich möglich diesen Satz dermaßen misszuverstehen? Vorher( angeblich vorher, es ist ein beliebtes jurnalistische Mittel Zeitabläufe durcheinanderzubringen. Deswegen isr es mitunter aufschlussreich einen Zeitungsartikel rückwärts zu lesen)
) sagte er:
“Ich sagte ihm, dass er wenigstens Kondome benutzen soll. Und wenn er kein Geld hat, solle er sie sich vom Sozialamt bezahlen lassen.”
Die Kinder sind der Beweis, dass es zwischen den beiden zu inzestiösen Handlungen gekommen ist. Demzufolge musste die Justiz tätig werden. Gäbe es die Kinder nicht, hätte wohl kein Hahn danach gekräht.
10.
Onkel Peter schrieb am 16. März 2008 um 14:29
P.S.:
Auch die Kommunistin am Ende des Zeitartikels kommt in dem Videointerview zum selben Schluss( dass man am Inzestverbot nicht rütteln sollte).
11.
Wilhelm Entenmann schrieb am 16. März 2008 um 19:15
@10. Onkel Peter:
Verständnisfrage:
Plädierst Du für die Freigabe von Inzucht?
Auch wenn Monika Frommel hier (Link) zum sogenannten Kompetenzteam von Michael Naumann in Hamburg gehörte hier (Link) und somit wohl eine Soze ist, muß nicht alles schlecht sein, was von den Roten kommt. Ich bin ja gerade mal froh zu lesen, daß sich eine SPDlerin einmal nicht für grenzenlose Ausschweifungen ausspricht.
12.
anaximander schrieb am 16. März 2008 um 19:51
Ich meine nicht, dass man am Inzest-Verbot rütteln soll. Was Inzucht hervor bringt, wissen wir. Was ich meine ist, dass sich die Situation von Patrick und seiner Schwester nicht “bessert” durch vier Jahre Gefängnis.
13.
Onkel Peter schrieb am 16. März 2008 um 21:19
@ 11. Wilhelm Entenmann:
Verständnisfrage:
Plädierst Du für die Freigabe von Inzucht?
Du lieber Himmel: Natürlich nicht! Hatte es sich etwa so angehört?
Ist die Frau, die Du in dem Link meintest indentisch mit der
im Video? Schon beim ersten Satz den sie von sich gibt geht
mir der Hut hoch:
Wir haben es aufgegeben in den letzten 30 Jahren zu glauben, dass die Familie am Besten funktioniert, wenn wir nichts regulieren…
Was heißt hier 30 Jahre? Seit bald 150 Jahren sind die Marxisten auf nichts anderes aus.
Und die Frau tut gerade so, als wäre es ein Ergebnis eines Prozesses von Überlegungen der letzten Jahrzehnte.
Es war niemals Position der Sozialisten sich nicht in die
Familie einzumischen. Im Gegenteil: Die Aufhebung der
Familie ist eines der Grundbedingungen für die Schaffung des “neuen Menschen”. Aber da erzähle ich dir nichts Neues…
14.
Wilhelm Entenmann schrieb am 17. März 2008 um 08:18
@12. anaximander:
Welche Möglichkeiten außer einer Gefängnisstrafe hat der Staat; etwa Psychotherapien, dabei gegen die Einsicht des Täters?
Die erste Haftstrafe hatte ja auch nichts bewirkt… .
—
@13. Onkel Peter:
…ich bin mir anfänglich echt nicht sicher gewesen, welche Position Du vertrittst. Auch Du bedienst Dich manchmal einer recht zweideutigen Ironie.
Wenn ich richtig recherchiert habe, dann ist die Frau Monika Frommel im Video des Zeit Artikels hier (Link) bei Kommentar Nr. 8 identisch mit jener Frau, welcher ich unter Kommentar Nr. 11 hier und hier verlinkt habe.
“Die Aufhebung der Familie als Ziel der Marxisten”,
eben deshalb bin ich über die Aussagen von Monika Frommel so erstaunt gewesen, zumal Inzucht die optimale Methode zur Schaffung des neuen Menschen wäre: alle gleich, auch genetisch.
15.
Fruhriep schrieb am 23. Januar 2009 um 11:03
bin selber in so einer beziehung und komme einfach nicht mehr davon los.
vielleicht liegt es an der festen bindung die wir so oder so haben.
ich liebe ihn von ganzem Herzen, obwohl ich dass gefühl habe dass es ihn langsam zerstört.#
ich will ihm nicht wehtun und ich weiß dass er mich so sehr liebt, dass er nicht mehr von mir lassen kann.
aber miteinander können wir auch nicht, deshalb ziehen wir jetzt auseinander.
MEINER MEINUNG NACH SOLLTE JEDER ZU SEINEN GEFÜHLEN STEHEN DÜRFEN UND SOLLEN; DENN JEDER IST SEIN EIGENER MENSCH UND SOLL SEINE EIGENEN INTERESSEN WAHREN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
16.
Fruhriep schrieb am 23. Januar 2009 um 11:25
ich kann die leute nicht verstehen, die soetwas verabscheuen. wir sind im prinzip auch nur halbgeschwister!
und gerade die, die keine ahnung haben, schreiben hier so euin schwachsinn.
17.
Wilhelm Entenmann schrieb am 23. Januar 2009 um 11:36
@ 15. + 16. Fruhriep
Es geht hier nicht um das Thema Liebe zwischen Geschwistern, sondern um den Inzest zwischen leiblichen Geschwistern.
Ich bitte beide Themen zu trennen!
Persönlich halte ich den Inzest hinsichtlich der Folgen für die Kinder für unverantwortlich und finde deshalb das gesetzliche Verbot für richtig.