Deutscher Olympia-Boykott von Peking 2008 jetzt!
China begeht seit Jahren in Tibet einen kulturellen Völkermord und führt nun einen offenen Volkskrieg gegen Tibet. China hat sein Recht zur Austragung der Olympischen Spiele verspielt. Der deutsche Olympia-Boykott von Peking 2008 muß kommen, jetzt!
Während in Tibet Demonstranten ihr Leben für ihre Freiheit lassen, diskutieren sich deutsche Politiker, Wirtschaftsbosse und Sportfunktionäre Gründe zu recht, welche für die Austragung der Olympischen Spiele Peking 2008 sprechen.
Mit “Wandel durch Handel” und anderen Slogans des guten Willens, hat man jahrelang auf Veränderungen in China gehofft, welches damit lediglich an wirtschaftlicher und militärischer Stärke, jedoch nicht an Reife gewonnen hat.
Heute Tibet und morgen die ganze Welt!
Keine Propagandaspiele für China
Die Olympischen Spiele 1936 in der Reichshauptstadt Berlin von Nazi-Deutschland haben gezeigt, daß man mit einer Politik des guten Willens bei Faschisten nichts erreichen kann. (Wikipedia, hier)
Im Gegensatz zum 3. Reich ist das Reich der Mitte allerdings so frech, weil wirtschaftlich und militärisch stark, daß es sich bereits vor dem Ende der Olympischen Sommerspiele einen Krieg zu führen erlauben kann: “Heute Tibet und morgen die ganze Welt!”
Olympisches Suchspiel

Bild: Boykottiert die Olympischen Spiele bei Faschisten!
Bildquellen:
- Wikipedia-Bilder - Nazis int he 1936 Olympics, US National Archives
- Wikipedia-Bilder - World War II, propaganda poster
Mannheim, den 17.03.2008, 15:03 Uhr
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16 Kommentare
1.
horch schrieb am 17. März 2008 um 15:25
und gerade wegen der Wirtschaftspolitik wird nichts passieren…(dies gilt für alle wichtigen Wirtschaftsstaaten).
2.
Wilhelm Entenmann schrieb am 17. März 2008 um 16:05
@1. horch:
Ich weiß… . Und doch ist die Wirtschaft (dabei auch vermttelt über das öffentliche Ansehen) das einzige Druckmittel, das wir gegen China noch(!) haben.
Der FDP-Außenpolitiker Werner Hoyer übt natürlich schon einmal:
“China muss in Tibet jetzt Zurückhaltung zeigen” hier (Link)
Bah! Egoistische Individualisten ohne jedwedes Verantwortungsgefühl, weil nur auf den eigenen Gewinn aus.
3.
Gilbert schrieb am 17. März 2008 um 17:54
Man könnte natürlich auch unken, dass der Aufruf ein wenig spät kommt, denn die chinesische Haltung gegenüber Tibet war ja schon bei Vergabe der Spiele bekannt und hat sich seither nicht geändert. Insofern unterscheidet sich die Situation ja doch grundlegend von den damals boykottierten Spielen in Russland, die ja wegen des plötzlichen Überfalls auf Afghanistan kurzfristig nicht mehr besucht wurden.
4.
Wilhelm Entenmann schrieb am 17. März 2008 um 20:41
@3. Gilbert:
die chinesische Haltung gegenüber Tibet war ja schon bei Vergabe der Spiele bekannt
Womit Du im Prinzip Recht hast.
Allerdings glaubte man zu jener Zeit wohl das, wie aktuell immer noch gedacht wird: Durch Zugeständnisse an China dieses Richtung Menschenrechte zu bewegen (was meiner Meinung nach ein Fehler war).
Die aktuellen Ereignisse zeigen, daß China diesen Vorschuss nicht verdient bzw. verspielt hat und die Offiziellen sich immer noch an den Strohalm “Appeasement” (s.o.) klammern, wenn dieser den eigenen Geschäften dienlich ist (Wirtschaftsverbände inkl. der zugehörigen Parteien, Sponsoren, Sportverbände, Fernsehsender, kurz, alle die an den Olympischen Spielen und zum Teil über diese hinaus verdienen).
Trotzdem. Ich werde so etwas von angefressen, wenn ich nur den Namen China höre, weshalb ich in den nächsten Tagen gewiß noch nachlegen und die Suchmaschinen mit China und Boykott zukleistern werde.
—
Noch zwei Linktipps zu zwei Artikeln mit vielen Bildern bei “einestages” von Spiegel Online:
1. Olympia 1936
Der boykottierte Boykott
Während die Sportler um Medaillen kämpften, errichteten Häftlinge vor den Toren Berlins ein KZ: Die Olympischen Spiele verschafften dem NS-Regime einen internationalen Triumph - dass alle Boykott-Aufrufe erfolglos blieben, verdankte Hitler ausgerechnet einem Amerikaner.
Quelle und weiterlesen, Spiegel Online - einestages (Link)
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2. Debatte um Olympia-Boykott 1896 - 2008
Der chinesische Bumerang
Die Geschichte der Olympia-Boykotte ist lang - und die Chinesen sind dabei einsame Spitze. Kaum eine Nation hat bei den Spielen so oft durch demonstrative Abwesenheit geglänzt. Jetzt könnte sich der Spieß umdrehen.
Quelle und weiterlesen, Spiegel Online - einestages (Link)
—
5.
Gilbert schrieb am 17. März 2008 um 21:23
@ Wilhelm: vermutlich wirst du jetzt in China eine Hungersnot auslösen. Was wir machen, interessiert die so wie ein umgefallener Sack Reis, und da die sich nicht um umgefallene Säcke kümmern und umgefallene Säcke zum Feuchtwerden und Schimmeln neigen, ist die Katastrophe wohl vorprogrammiert, wenn du tatsächlich so viele Säcke Reis umfallen lässt.
Das Nazi-Regime hat in der Tat bei den Olympischen Spielen so “sauber” gemacht, dass den ausländischen Besuchern so gut wie nichts aufgefallen ist. Angeblich sind sogar einige Juden drauf reingefallen und meinten, es gehe nun aufwärts - ein Irrtum, wie sich kurz darauf zeigte. Ein Fehler wird dabei allerdings meist gemacht: der Olympia-Film von Leni Rieffenstahl wird meist als Nazi-Propaganda bezeichnet, weil er sich cineastisch teilweise an die Parteitagsfilme anlehnt. Stimmt aber nicht. Auftraggeber, Financier und Inhaber der Rechte war und ist das IOK (was denen vermutlich heute peinlich ist, weshalb sie meistens schweigen. Naja, bei dem Dreck, den die am Stecken haben, muss selbiger so groß sein, dass man vermutlich keine Lümmeltüte dafür findet - also, wen wundert’s?).
6.
Wilhelm Entenmann schrieb am 17. März 2008 um 21:42
@5. Gilbert:
Mmmh, Chinesen haben es, ähnlich wie Muslime, sehr arg mit der Ehre und solchen Dingen (zumindest der eigenen Ehre und Würde).
Ich versuche Menschen immer aus ihrer Sicht der Welt und ihrer Selbstsicht zu sehen, und glaube deshalb schon, daß man China mit einem Boykott in dem treffen könnte, was diese als Ehre verstehen.
Eben solche Filme wie Leni Riefenstahls Olympia-Filme erwarte ich von China nach Peking 2008.
Propaganda nach Außen aber auch nach Innen(!), welche suggeriert, bei uns ist doch(!) alles okay.
Diese Möglichkeit gehört China genommen.
7.
Harald schrieb am 17. März 2008 um 21:48
Wir alle können zeigen dass wir mit der Art und Weise die die chinesische Regierung gegen Tibet an den Tag legt nicht einverstanden sind. Meidet chinesische Waren und Restaurants, wenn alle zusammenhalten merken die vielleicht in China dass die Welt nicht schweigt.
8.
Gilbert schrieb am 17. März 2008 um 22:04
@ Harald: Das könnte in die Hose gehen. Ich kenne ein paar chinesische Restaurants, deren Inhaber und Angestellte Deutsche mit sogenanntem chinesischen Migrationshintergrund sind (bei einigen würde man mit solchen Bemerkungen sogar anecken, und ich wäre auf deren Seite). Außerdem kenne ich ein paar andere (chinesische) Chinesen, die beim Italiener jobben (auch ein guter deutscher Kumpel). Müsste ich den dann auch meiden?
Ich find’s schon besser, den China-Chinesen irgenwie zu zeigen, was uns nicht passt, und nicht unseren - die sind nämlich keine Türken.
9.
anaximander schrieb am 17. März 2008 um 22:10
Bei einem Rückzug der Wettkämpfer, würden die Chinesen ihr Gesicht verlieren. Warum also nicht sie damit unter Druck setzen? - Freiheit für Tibet!
10.
Gilbert schrieb am 17. März 2008 um 22:37
P.S.: War einer von euch in der Tibet-Ausstellung vor 1-2 Jahren, die hier durch die Lande getingelt ist? War wirklich ein unglaubliches Erlebnis, und der Ausstellungskatalog lohnt sich. Sehr umfassender Einblick in die sehr religiös geprägte Kultur.
11.
Wilhelm Entenmann schrieb am 17. März 2008 um 22:38
@8. Gilbert:
…zumal die Personen mit chinesischem Migrationshintergrund gewiss wissen, weshalb sie in Deutschland und nicht im Paradies China geblieben sind.
@9. anaximander.
die Chinesen ihr Gesicht verlieren
Gesichtsverlust, das ist der Begriff, den ich oben gesucht habe.
12.
Wilhelm Entenmann schrieb am 17. März 2008 um 22:52
@10. Gilbert:
Wenn ich mich recht erinnere, dann ist die Tibet-Ausstellung hier (Link) nicht in Mannheim gewesen ist.
Die letzte derartige Aussstellung war Pompeji hier (Link), besonders die vielen erotischen Miniaturen waren interessant. Zur Zeit läuft die Mumienshow hier (Link), da gehen wir noch rein.
Nochmal Tibet-Ausstellung, die scheint zu der einen oder anderen Verstimmung geführt zu haben hier (Link)
13.
Gilbert schrieb am 18. März 2008 um 07:57
@ Wilhelm:
Tibetausstellung: es lässt sich wohl immer jemand finden, der was zu Mäkeln hat. Ich hab’ mir das in Essen angeschaut - auch 280 km Anfahrt. Hat sich aber gelohnt.
14.
Wilhelm Entenmann schrieb am 18. März 2008 um 08:42
NACHTRAG Olympiageschichte, u.a. Boykott
—
@13. Gilbert:
Ops, 280 km, das wäre der bPaP und mir aber zu viel für Kultur. Wir warten, bis man uns diese frei Haus nach Mannheim liefert. So unschön Mannheim ist, so ist hier kulturell doch viel geboten, inkl. der Metropol Region Rhein-Neckar (Heidelberg und Ludwigshafen).
Derzeit in Mannheim:
URSPRÜNGE DER SEIDENSTRASSE .
Sensationelle Neufunde aus Xinjiang, China (Link).
…wobei Xinjiang der chinesiche Name für Uigurien ist, eine weitere chinesische Region, die nach Unabhängigkeit streben könnte.
Lesenswert der Artikel über Uigurien auf Wikipedia hier (Link), interessant die dort gezeigte Flagge der Uiguren, ein Turkvolk.
—> Würde die Ausstellung “Sensationelle Neufunde aus Uigurien lauten, dann hätten die Han-Chinesen gewiß wieder was zu Mäkeln.
—> Zum anderen,… weshalb haben die Türken noch nicht protestiert, weil man ihre Turk-Brüder nicht namentlich nennt?
(Ich hoffe Du merkst, daß ich wie üblich mit den Dingen “spiele”, d.h. ernst nehme, aber mit einem lachenden Auge. Anderst kann man den Irrsinn nicht bewältigen.)
Wichtig in Sachen Tibet:
Wenn man sich etwas mit der VR China zu beschäftigen beginnt, wie dieser Staat andere Völker und deren Länder assimiliert und als chinesisch deklariert, dann wundert man sich, weshalb niemand aufschreit.
China macht nichts anderes als das 3. Reich dies bei/mit Österreich und Böhmen und Mähren getan hat. Die Rechtfertigung der chinesischen “Anschlüsse” ist die gleiche.
Passender Artikel:
Vor 57 Jahren wurde Tibet von China “befreit” (Link).
15.
Gilbert schrieb am 18. März 2008 um 11:40
@ Wilhelm: zugegeben, wir haben im Ruhrgebiet noch Verwandte, also gab’s noch einen weiteren Grund für die Fahrt. Die Kultur hier im Norden ist natürlich etwas dünner: Bosselturniere auf vereisten Straßen im Winter, der Orgelfrühling mit den ältesten originalen und spielbaren Orgeln auf Erden, “internationales” Schlickschlittenrennen, eine Gaudi, die immer 7 Dörfer untereinander ausmachen - das war’s dann schon. Wenn man mal was anderes sehen will, muss man mindestens bis Oldenburg (80 km) oder Bremen (130 km). Ist halt mehr unikulti hier.
Protest der Türken: warum der ausbleibt, ist leicht verständlich, wäre doch sofort Gegenwind in Gestalt der Kurden vorhanden.
Militärstrategisch macht Chinas Haltung sogar Sinn. Das ehemalige Königreich Tibet hat ja einstmals große Teile Chinas beherrscht, weil es ein ideales Einfallstor in das Reiche der Mitte ist. Wären die Chinesen nicht da, wären es veilleicht die Inder (für die strategisch Tibet eine geringere Gefahr darstellt) oder die USA. Das Risiko will im Generalstab wohl keiner eingehen (wofür auch die Verwaltungsform von Tibet spricht. Das ist ja eher eine Militär- als eine Zivilverwaltung). Aber interpretier die Gedanken jetzt bitte nicht als Zustimmung für die chinesische Politik. Ist nur ne Motivationsstudie und hat mit einer moralischen Bewertung nichts zu tun.
16.
Wilhelm Entenmann schrieb am 18. März 2008 um 15:05
@15. Gilbert:
Ich glaube, daß ich auch im Namen der bPaP spreche, wenn ich sage, daß wir jederzeit mit Euch zu tauschen bereit wären, dabei nicht nur des multiplen Reizklimas wegen.
Kurden? Gibt es offizeill nicht.
Klar hat jeder seine Motive und versucht diese zu befriedigen.
Nur, …muß man dem zusehen? Man hat ja auch seine eigenen Motive.
Im Moment bin ich einfach stinkig über den Kniefall der gesamten Welt vor China, womit ich mich wiederhole.
Wird sonst gerne bei allen Möglichkeiten der Nazi-Vergleich-Joker gezogen, so bleibt er im Fall der Analogie der Spiele von Berlin 1936 mit Peking 2008 gänzlich aus.