26. März 2008

Lidl Überwachungs-Video der Mitarbeiter

Geheime Überwachung mit Video und Bespitzelung der Mitarbeiter durch Detektive und Spitzel bei Lidl. Discounter Lidl bedient sich Stasi-Methoden und läßt Spitzel WC-Protokolle von Mitarbeitern und von Detektiven geheime Videos anfertigen. Datenschützer und Gewerkschaften über Lidl-Überwachungsskandal empört. Geheimes Überwachungs-Video der Lidl-Mitarbeiter bei Schoggo-TV.

Der Discounter Lidl kontrolliert systematisch seine Mitarbeiter und setzt hierzu auch Detektive und Spitzel ein, welche mit Videos und Protokollen Tätigkeiten der Mitarbeiter im Verkauf und an der Kasse festhalten, die eindeutig in den zu schützenden Intimbereich der betroffenen Personen fallen.
Der wohl größte Überwachungs-Skandal, der sich seit der Wiedereinführung der Banane auf ostdeutschem Boden nun im Konsum-Betrieb Lidl ereignet hat, wurde vom Magazin Stern (1) enthüllt und läßt Datenschützer sowie Gewerkschaftler von ver.di zu Recht Sturm gegen die Wiedereinführung von Stasi-Methoden am Arbeitsplatz laufen.

ASAS Exklusiv: Geheimes Video der Lidl-Mitarbeiter im Bananenlager

Kanacken bei Lidl
Die investigative Anti-Stasi Abteilung von Schoggo-TV (ASAS), welche sich bereits in der Berichterstattung über die Umtriebe der sogenannten Partei “DIE LINKE” (Berichte hier) einen Namen gemacht hat, konnte ein geheimes Video mit dem Namen “Kanacken bei Lidl” ausfindig machen, welches nicht nur belegt, daß in den Konsum-Betrieben von Lidl geheime Videos angefertigt werden, sondern daß diese Videos wohl durch die Mitarbeiter von Lidl selbst angefertigt werden müssen, weil Lidl scheinbar zu geizig zur Finanzierung von ehemaligen Stasi-Mitarbeitern für die Überwachung ist.

Die Lidl-Praktikanten Daniel, Yusuf und Patryk präsentieren:


Hinweis: Eine Kopie des Videos wurde angefertigt.

Mitarbeiter gewinnen!
Schoggo-TV hat keine Probleme mit Verfahren wie OEE bzw. dem Konzept des TPM, ganz im Gegenteil. Leider aber vergessen Unternehmen bei deren Anwendung jedoch, daß man Menschen dafür gewinnen muß und daß Menschen Freiräume benötigen, wie dies das obige Video eindrucksvoll belegt.
Wer dies als verantwortlicher Manager mißachtet, der wird kurzfristig auf Stasi-Spitzel und Video-Kameras zurückgreifen müßen, durch deren Einsatz aber langfristig verlieren.

Quellen:
1) stern.de - (umfangreich) Überwachungsskandal: Lidl gibt Bespitzelung zu
- heise online - Datenschutzverletzungen: Lidl fällt als Wiederholungstäter auf
- Spiegel Online - Datenschützer gehen gegen Stasi-Methoden bei Lidl vor
- Spiegel Online - Lidl ließ Mitarbeiter systematisch bespitzeln
- Welt Online - Datenschützer ermitteln gegen Lidl-Spitzel
- Wikipedia - Total Productive Maintenance (TPM)
- Wikipedia - Overall Equipment Effectiveness (OEE)

Mannheim, den 26.03.2008, 16:56 Uhr.

9 Kommentare

1. Matthias schrieb am 26. März 2008 um 18:09

Zum Video: die “andere” Generation Praktikum…

Die Discounter sind ja wg diverser Geschichten in Verruf. Mitarbeiterüberwacheung ist ebenso heftig. Bei LIDL kaufe ich aber ohnehin nicht gerne ein. ;)

2. Wilhelm Entenmann schrieb am 26. März 2008 um 19:29

@1. Matthias:

Mannheim ist Lidl-Land, da hat man fast keine Alternativen:
Aldi ist nicht so häufig und Plus recht selten, leider!).
Penny “unter aller Sau” und sonstige Discounter gibt’s kaum.
Im türkischen, also muslimischen Supermarkt kaufe ich aus Prinzip (u.a. Kopftücher oder Symbole der Grauen Wölfe an den Autos der Kunden) nicht ein.
Andere Märkte gibt es in Stadtlage kaum bzw. sind extrem teuer.

KLEINE AKTUALISIERUNG

Lidl sagt Sorry für Stasi-Methoden
Lidl preist sich für eine Firmenkultur der Fairness, des Lobs, der Anerkennung. Nun kommt heraus: Der Discounter ließ Mitarbeiter systematisch ausspionieren - mit Methoden, die an die Stasi erinnern. Datenschützer und Gewerkschafter sind entsetzt - der Konzern bittet nun um Entschuldigung.
Quelle und weiterlesen: Spiegel Online (Link)

3. anaximander schrieb am 26. März 2008 um 20:03

Achherje, und Lidl hält demnächst Einzug in der Schweiz. Hierzulande weiß eh keiner, wie und wo überall er überwacht wird, aber ich nehme an, dass eher die Kunden als das Personal den Kameras anheim fällt. Unvorstellbar: man kann nicht mal in der Nase bohren ohne dass es aufgezeichnet wird…

4. Onkel Peter schrieb am 26. März 2008 um 21:06

@ 3. anaximander:

Achherje, und Lidl hält demnächst Einzug in der Schweiz.

Ich schließe mich der Meinung von Matthias an. Das Produktsortiment von Lidl glänzt eher durch Einfallslosigkeit. Statt die kleinen Mitarbeiter zu bespitzeln sollte lieber das Management ausgetauscht werden.

5. LIDL Skandal | Gutschein Alice Gutscheincode schrieb am 26. März 2008 um 23:17

[…] Lidl Überwachungs-Video der Mitarbeiter […]

6. Falk schrieb am 27. März 2008 um 08:59

Warum findet sich in manchen Firmen auf dem WC dreilagiges Toilettenpapier? 8)

7. Matthias schrieb am 28. März 2008 um 10:54

Hier die Gegendarstellung:
INFORMATION FÜR UNSERE KUNDEN ZU DEN ÖFFENTLICHEN VORWÜRFEN GEGEN LIDL (link)

Ich bin ja eher selten in der Innenstadt und Neckarau ist mit allem bestens ausgestattet. Zu Fuß erreiche ich zwei Penny-Märkte, mittlerweile nur noch einen, dafür großen, LIDL, einen Aldi und und und. Die LIDL Märkte gefallen mir einfach nicht, ich weiß auch nicht so recht warum. Penny baut skuzessive die alten hässlichen Läden um, das wird allmählich. Aldi gefällt mir sowohl von der Inneneinrichtung als auch von den Angeboten her.

Wobei ich sagen muss, dass ich so “gewählt” selten einkaufe. Ich kaufe meist da, wo ich gerade bin. Meistens sind das Penny oder Aldi.

8. Wilhelm Entenmann schrieb am 28. März 2008 um 12:44

@7. Matthias:

“Yep!”, die Gegendarstellung hatte ich bereits in meinen “L-Files”, inkl. einer Reihe von Berichten über die Reaktionen von Lidl-Kunden, Tenor: “Mist und Sauerei, aber wir kaufen weiter bei Lidl ein, der liegt günstig und man hat kaum Altermnativen.”
Und genau das ist auch das Bild in Manngeim (sowie in ganz Deutschland): Man hat doch nur (noch!) die Wahl zwischen den vier genannten Riesen. Die können letztlich machen, was sie möchten.
Meine Partnerin und ich gehen häufig in den Kaufland - der gehört allerdings zur Schwarz-Gruppe, zu welcher auch Lidl gehört. ;-)

@6. Falk:

Das, also Deinen Kommentar, verstehe ich nach 24-stündiger Nachdenkphase immer noch nicht. :roll:

@4. Onkel Peter:

Management bei Lidl? Da habe ich etwas älteres aus meinen “L-Files:
Lidl: Chaos-Kommando hier (Link).

Übrigens: Auf YouTube gibt es massig “Anti-L-Videos” aus Polen… .

@3. anaximander:

Wart’s ab, die bekommen auch noch Euch.
In Finnland hat Lidl scheinbar Startschwierigkeiten gehabt, wie dies Video hier (Link) eindrucksvoll zu belegen scheint. :-)

9. Wilhelm Entenmann schrieb am 28. März 2008 um 23:22

AKTUALISIERUNG

Genau das folgende (Kunden im Objektivbereich der Kameras) hätte mich vorgestern fast zu einem kniffligen Brief an die Geschäftsleitung von Lidl veranlasst; von wegen Schutz meiner Person bzw. Daten.

Auch Kunden im Visier der Kameras
Von der Spitzel-Affäre beim Lebensmitteldiscounter Lidl sind, wie stern.de berichtete, möglicherweise nicht nur Mitarbeiter der Supermarktkette betroffen. Auch Kunden könnten ausspioniert worden sein. Denn im Visier der geheimen Lidl-Kameras waren auch Eingabegeräte für EC-Kartenzahlungen.
Quelle und weiterlesen (mit Video): stern.de (Link)

Kameras filmen Eingabe der EC-Geheimzahl
Von der Bespitzelung bei Lidl sind neben den Mitarbeitern auch die Kunden des Lebensmitteldiscounters betroffen: Die Kameras im Kassenbereich können das Bezahlen mit der EC-Karte erfassen und unter Umständen die Geheimzahl erkennen – ein Sicherheitsrisiko für den Kunden.
Quelle und weiterlesen: Tagesspiegel (Link)

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