Sebastian Brux im Netz gegen Nazis
Der Grüne Sebastian Brux von No Nazi gibt Tipps für Projekt Netz gegen Nazis von DIE ZEIT, das im Internet Rechtsextremisten bekämpfen soll, denn Rassismus, Antisemitismus und andere Formen von Rechtsextremismus sind eine Gefahr für die Demokratie, weshalb im Internet zu Aktivitäten gegen Rechtsextreme ermutigt wird. Nicole Messmer, Mitarbeiterin der Grünen EU-Abgeordneten Rebecca Harms, klärt auf und wir über grüne Sozialarbeit.
Gestern startete die Zeitschrift DIE ZEIT das Projekt Netz gegen Nazis, welches u.a. vom ZDF, dem DFB und studiVZ als Partner unterstützt wird. Netz gegen Nazis wendet sich gegen rassistische, antisemitische, sexistische und andere menschenverachtende Denkmuster, mit welchen Rechtsextremisten das Ideal einer demokratischen, pluralistischen, offenen und freiheitlichen Gesellschaft bedrohen. Netz gegen Nazis will Menschen zur Bekämpfung von Nazis im Internet vernetzen, damit diese ihre Erfahrungen anderen mitteilen und voneinander lernen können (1, 2).
Im Tagesspiegel gibt der Blogger Sebastian Brux vom Blog No Nazi (3, 4) heute Tipps (5, auch 6), was man gegen wohl unliebsame Websites und Blogs im Internet tun kann, wenn diese vermutlich grüne Ideale bedrohen.
Grüne Sozialarbeit: Wortergreifungsstrategie zur grünen Machtergreifung?
Auch Moscheekritiker stehen auf der Liste
Die Journalistin Nicole Messmer (7) berichtet heute im Tagesspiegel bzw. bei zoomer.de (5, 6) über die Aktivitäten von Rechtsextremisten, welche im Internet Einfluss auf das Denken anderer zu gewinnen suchen und dabei u.a. die “Wortergreifungsstrategie” verwenden, wie dies der Student der Sozialen Arbeit, der Grüne Sebastian Brux (3) ebenda bzw. auch auf seinem Blog (8) nennt.
Wen Nicole Messmer, welche als Journalistin beim Nachrichtenportal zoomer.de und Mitarbeiterin der grünen Europaabgeordneten Rebecca Harms (8, 9) genannt wird (10), alles zu Rechtextremisten zu zählen scheint, führt sie gleich zu Beginn ihres Artikels (5, 6) auf:
Geht es um einen Moscheebau oder um die Straffälligkeit von Ausländern, sind sofort Kommentatoren zur Stelle, die den Sachverhalt aus ihrer Sicht darstellen – mehr oder weniger unverhohlen rechtsextremistisch.
Der grüne Student der Sozialen Arbeit, Kenner der Wortergreifungsstrategie
Nicole Messmer lässt in ihrem Artikel den Blogger und Grünen Sebastian Brux zu Worte kommen, welcher sich dort, wohl wegen des Studiums der Sozialen Arbeit (Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik), als Fachmann für die Wortergreifungsstrategie der Rechtsextremisten zu erkennen gibt.
Nach Meinung des angehenden Sozialarbeiters bzw. Sozialpädagogen Sebastian Brux versuchen die Rechten im Internet eine Gegenöffentlichkeit zu den etablierten Medien zu schaffen, was nach dessen Meinung gut zur Wortergreifungsstrategie passe, welcher unter Berufung auf Margret Chatwin wie folgt erklärt wird (5, 6):
“Zunächst tritt man als ‚Konservativer’, als überzeugter Demokrat auf. Dem folgt typischerweise der Einsatz von Vokabeln, die dem Sprachgebrauch eher ‚linker’ Kreise der 60er und 70er Jahre entnommen sind und deshalb zunächst unverfänglich wirken: Man gibt sich ‚kritisch’, ‚undogmatisch’, ‚fortschrittlich’, ist ‚Systemkritiker’, nennt sich ‚Nonkonformist’, ist besorgt um die ‚nationale Identität’ und will schließlich über ‚Tabuthemen’ sprechen.”
Vom Blogwart zum grünen Blockwart?
Was man gegen unliebsame rechte Seiten mit eigener Meinung, also auch gegen Kritiker von Moscheebauten und Straftaten mit Migrationshintergrund (z.B. sogenannte “Ehrenmorde”) tun kann, dies verrät der eifrige grüne Student der Sozialen Arbeit am Ende des Artikels (5, 6) der Mitarbeiterin der grünen EU-Abgeordneten, denn Anlass zur Hilflosigkeit im Netz gibt es nicht:
“Es genügt, eine Email an die Staatsanwaltschaft zu schicken, um eine Website zur Anklage zu bringen”, erklärt der Blogger Sebastian Brux und ergänzt: “Wenn man lieber anonym bleiben möchte, gibt es ein Meldeformular von Hagalil, über welches man rechtsextreme und antisemitische Inhalte melden kann.”
Hilflose Denunzianten mit Diplom?
Wortergreifungsstrategie und Deutungshoheit, so erklärte man dem hiesigen Blogbetreiber einst die Macht der hilflosen Helfer, der Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, welche mittels Techniken aus der Gesprächstherapie oder systemischen Familientherapie gar nicht so hilflos sind, wenn es darum geht, den anderen in eine bestimmte Ecke zu definieren, diesen “mundtot” zu machen und/oder ihm seine Ideale “nahe zu bringen”.
Denunziation stand dabei aber noch nicht auf dem Lehrplan der Fachhochschule für Soziale Arbeit (FHS), na ja, die Zeiten sind wohl härter geworden.
Da der hiesige Blogbetreiber u.a. auch ein Diplom in Sozialer Arbeit hat, ja sogar die inzwischen selten gewordene staatliche Anerkennung besitzt, und eine zeitlang Lehrbeauftragter an einer FHS gewesen ist, möchte er das Kollegium der Alice-Salomon-Hochschule für Soziale Arbeit in Berlin (11) bitten, dem angehenden Kollegen Sebastian Brux (3) sein Diplom frühzeitig auszuhändigen, er hat sich bereits jetzt als echter Sozialpädagoge bzw. Sozialarbeiter bewiesen.
Gut, dass wir darüber geredet haben
Ach ja, übrigens, werte Ex-KollegInnen. Der hiesige Blogbetreiber bezeichnet sich als konservativ bzw. rechtsliberal und versteht sich als Teil der neuen Gegenöffentlichkeit. Er ist u.a. ein Kritiker von Moscheebauten und sogenannten “Ehrenmorden” bzw. deren Hintergründe, kurz, er ist verdächtig, wie so viele, welche nun, Dank der hysterischen Mobilmachung der Bevölkerung gegen Rechts, in das Raster fallen und frei zur Denunziation sein dürften.
Meine Adresse findet Ihr im Impressum und, auch wenn ich Euch schon immer für ausgemachte “Meinungsdiktatoren” gehalten habe, so finde ich es gut, dass wir darüber geredet haben.
Beim nächsten Mal reden wir dann über antidemokratische Linksextremisten und sexistische Muslime, welche es gemäß Eurer Wortergreifungsstrategie nicht zu geben scheint.
Quellen:
1) Netz gegen Nazis - Startseite
2) Netz gegen Nazis - Über Uns
3) Grüne Jugend - Sebastian Brux
4) No Nazi - Blog Startseite
5) Der Tagesspiegel - Nazis machen Meinung im Netz
6) zoomer.de - Nazis machen Meinung im Netz
7) NicolesBlog - Blog About
8) No Nazi - ‘’Das passt zur Wortergreifungsstrategie'’
8) Europäisches Parlament - Europaparlament: Rebecca Harms
9) Wikipedia - Rebecca Harms (dort weiter Links)
10) Taschenkommentar zur Verfassung für Europa - Autoren: Nicole Messmer
11) Alice-Salomon-Hochschule für Soziale Arbeit in Berlin - Startseite
auch: ZDF.de - Netz gegen Nazis: Ein Projekt gegen Rechtsextremismus
Mannheim, den 06.05.2008, 13:05 Uhr.
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10 Kommentare
1.
GeistesWelt schrieb am 06. Mai 2008 um 18:14
So wird freie Meinungsäußerung zur “Wortergreifungsstrategie”, was ja schon irgendwie kriminell sich anhört! Übrigens finde ich Du solltest im Konjunktiv zitieren. - Macht solche Texte lesbarer.
2.
anaximander schrieb am 06. Mai 2008 um 18:20
Dulieberhimmel, ist die von diesem Bastian Brux initiierte Aktion eine verlogene Sache.
3.
Fussball-WM Blog - Höchste ZEIT: ''Netz gegen Nazis''! schrieb am 06. Mai 2008 um 21:09
[…] Wir, die fussballwmblog.de-Redaktion, unterstützen die neue Aktion “Netz gegen Nazis”! Wir rufen all unsere Leserinnen und Leser auf, mitzumachen! Diskutiert und agiert gegen Rassismus und Antisemitismus im Fußball! Für Fairplay, gegen Hass und Gewalt! Für Toleranz, gegen Diskriminierung! Nicht nur im Vorfeld und während der Fussball-Europameisterschaft UEFA EURO 2008, sondern dauerhaft! Bitte werdet zudem im studiVZ Mitglied der fussballwmblog.de-Gruppe, der Gruppe !”*Gegen Rassismus an Münsters Hochschulen ( antira.blog.de )*”! und der Gruppe zur Netz-gegen-Nazis-Kampagne. Wir danken Euch! P. S. Unsere Lieblings-Lektüre waren die Holtzbrinck-Medien (der Tagesspiegel, die ZEIT und das Handelsblatt sowie schülerVZ, meinVZ und studiVZ) sowieso schon immer, unser Lieblings-Sender das ZDF! Es gibt durchaus auch kritische Stimmen und Statements zur Initiative “Netz gegen Nazis”, aber alles in allem überwiegt das positive Echo auf einen lobenswerten Ansatz im gewaltfreien Kampf gegen Rechtsextremismus.(z. B. zu den youtube-Clips mit Michael Ballack und anderen prominenten Profi-Fußballern). Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, begrüßt die Aktion: “Die Medien und der Sport tragen aufgrund ihrer großen Breitenwirkung hier eine besondere Verantwortung”, sagte sie. Bemerkenswert sind neben dem DFB auch Partner wie der “Feuerwehrverband”! In der Tat, der braune Brand muss dringend gelöscht werden, bevor es zu spät ist! Rat bei Rechtsextremismus im Alltag […]
4.
Wilhelm Entenmann schrieb am 06. Mai 2008 um 22:16
@1. GeistesWelt:
Wortergreifungsstrategie: Ich sag’s Dir ja immer wieder, meine Ex-Kollegen sind sehr erfinderisch.
Konjunktiv zitieren: Bitte?
—
@2. anaximander:
verlogene Sache: Die Aktion ist zwar nicht von Sebastian Brux initiiert, aber sonst stimme ich Dir voll zu: Grüne!
—
3. Fussball-WM Blog:
Diesen Trackback lasse ich mal unkommentiert stehen, bis auf einen Satz: “Es klingt erschreckend nach jugendlichem Fanatismus, den wir schon einmal hatten.”
5.
GeistesWelt schrieb am 07. Mai 2008 um 00:37
Indirekte Wiedergabe eines Zitates
Original: “Die Journalistin Nicole Messmer (7) berichtet heute im Tagesspiegel bzw. bei zoomer.de (5, 6) über die Aktivitäten von Rechtsextremisten, welche im Internet Einfluss auf das Denken anderer zu gewinnen suchen und dabei u.a. die “Wortergreifungsstrategie” verwenden”
Verbesserung: “Die Journalistin Nicole M. … welche im Internet Einfluss auf das Denken anderen zu gewinnen suchTen und dabei u.a. die “Wortergreifungsstrategie verwenden WÜRDEN”
In den guten alten Zeiten des Journalismus wurde das so gemacht. Das ermöglichte dem Leser eine Distanz zu dem Zitiertem einzunehmen.
6.
Good Night, Gay Pride? Von alten und neuen Nazis - Grüne Kraft für Europa - Wolfgang G. Wettach - http://gruene.wettach.org schrieb am 07. Mai 2008 um 06:12
[…] Das tun natürlich auch die Neonazis und viele rechtsextreme, nationale, und nationalkonservative Sympathisanten, die eifrig darüber herziehen wie wenig ihre Kritiker doch von der Geschichte wüssten oder wie furchtbar es sei, so Entenmann, dass mit Sebastian Brux auch die Grüne Jugend als Referenz herhalten darf. […]
7.
Wilhelm Entenmann schrieb am 07. Mai 2008 um 11:44
@5. GeistesWelt:
in den guten alten Zeiten des Journalismus: Bin ich denn in Journalist? Im Gegensatz zu diesen stehe ich dazu, daß ich eine Meinung habe bzw. Meinung machen will.
Die “Journalistin” Nicole Messmer spielt ja auch nicht ganz mit offenen Karten, wenn sie ihre scheinbaren “Bezüge” zu den Grünen nicht erwähnt. Das mußte ich erst selbst recherchieren bzw. im obigen Text berichten.
o.k., im Prinzip stimme ich Dir zu und ich verwende stets den Konjunktiv, wenn es um umstrittene bzw. nicht oder nur schlecht belegte Aussagen oder Behauptungen geht.
Aber in diesem Fall hat die Journalistin dies so geschrieben, weshalb sollte ich mich also bemühen ihre Aussagen in den Konjunktiv zu übersetzen?
8.
GeistesWelt schrieb am 08. Mai 2008 um 08:25
@7 WE : mmm zB Dr. Best sagt: die klügere Zahnbürste gibt nach! Das hört man in der Werbung. Dann: Dr. Best sagt die klügere Zahnbürste gäbe nach. So hört man es im Bericht. Dann kann man Zitate auch durch Tütelchen kennzeichnen.
Hat was mit Wertungsebenen zu tun! Wer sagt, ob Nicole Messmer wirklich das tut, was sie macht oder es einfach selber nur glaubt zu tun oder aus beruflichen Gründen vorgibt? Fakt ist ja nur, dass sie sagt, sie tue dies!
9.
Wilhelm Entenmann schrieb am 08. Mai 2008 um 14:12
@8. GeistesWelt:
Okay, verstanden, und Du hast Recht, wenn es um die offene, weil wertungsfreie Darstellung geht.
Aber (muß sein): Bei bestimmten Dingen/Personen ist es zuweilen sinnvoll, wenn man diese so zitiert, wei diese es tatsächlich gesagt haben.
Es ist dann sinnvoll, wenn ich diese Person so darstellen möchte, wie diese wohl ist (-> kurz: sinnvoll beim politischen gegner).
Umgekehrt kann ich Fakten durch den Konjunktiv abschwächen, wenn dies meinem Anliegen entgegenkommt.
Okay, das ist nicht die feine Art. Allerdings habe ich mich von meinem Anspruch der Objektivität längst entfernt bzw. mich den Medien angepasst.
Es geht hier wie dort um Meinungsmache, wenn man Menschen gewinnen möchte.
Die Wissenschaft, die heilige Kuh der Objektivität, welche ich im Elfenbeinturm der Alma Mater an der UNI Mannheim angebetet habe, die belasse ich dort, wo sie hingehört bzw. wenn ich mich zur Psychologie äußere.
10.
Dänische Volkspartei mit Burka-Anzeige - Schoggo-TV schrieb am 09. Mai 2008 um 09:57
[…] Gerne hätte Schoggo-TV das Bild der Richterin mit Burka abgebildet, die DVP hätte gewiß nichts dagegen gehabt. Nachdem wir aber in unserem Bericht den Eindruck gewonnen haben, daß sich in Deutschland die Denunziation von Andersdenkenden, dabei unter Missbrauch des Volksverhetzungsparagraphen, in den letzten Jahren kontinuierlich gesteigert hat, sehen wir an dieser Stelle von der Veröffentlichung des Bildes ab. Auch in Deutschland verschwindet die Meinungsfreiheit nach und nach, eben wie unter einer Burka. […]