Zensur von Buch Kein Schutz nirgends

Doppelmord von Mönchengladbach als doppelter Ehrenmord nach Zensur. Buch über Ehrenmord in Mönchengladbach Kein Schutz, nirgends von Gülsen Celebi und Uta Glaubitz durch Landgericht Mönchengladbach verboten. Nach Justiz-Skandal beim Doppelmord lässt Landgericht den Verkauf des Buches vom Heyne-Verlag über Ehrenmord nach Antrag von Muslima verbieten.

Der Türke Erol P. erschoss am 9.03.2007 nach einem Termin beim Familiengericht in Mönchengladbach mit meheren Schüssen seine Ehefrau Rukiye P. und die 19-jährige Tochter Derya P. auf offener Strasse. Die Geschichte dieser kulturell bedingten Hinrichtung, welche man politisch korrekt abmildernd als “Ehrenmord” bezeichnet, wurde von der Anwältin und Frauenrechtlerin Gülsen Celebi in dem Buch des Heyne-Verlags Kein Schutz, nirgends: Warum die deutsche Justiz den Ehrenmord an Rukiye P. nicht verhindert hat niedergeschrieben (1).

Der doppelte Ehrenmord an Rukiye und Derya P.

Der alte Justizskandal von Mönchengladbach
Der Doppelmord von Mönchengladbach wäre seiner Zeit zu verhindern gewesen, bestand doch gegen den Mörder ein Haftbefehl wegen des Verdachtes eines Sexualdeliktes. Trotz des Wissens um die Gewalttätigkeit des Türken und des bestehenden Haftbefehles veranlasste der Zivilrichter des Familiengerichtes jedoch nicht die Verhaftung von Erol P. (2, 3), welcher danach zur kulturell bedingten Hinrichtung von Frau und Tochter schritt.

Der neue Justizskandal von Mönchengladbach
Der Verkauf des Buches Kein Schutz, nirgends wurde nun vom Landgericht Mönchengladbach verboten, nachdem die Schwester der hingerichteten Ehefrau Rukiye P. einen Antrag bei Gericht gestellt hatte.
Dem Antrag der Schwester, welche als tiefgläubige Muslima beschrieben wird und in dem Buch nicht genannt werden möchte, wurde vom Landgericht stattgegeben. Laut Stellungsnahme ihres Ehemannes habe dieser seine Ehefrau nicht zur Antragstellung vor Gericht gedrängt.
Eine Stellungsnahme des Heyne-Verlages lag zwar vor, soll sich aber in den Weiten der Justizflure verirrt haben und in einer falschen Abteilung gelandet sein (4), skandalös!

Schoggo-TV meint: Hinrichtung nicht verhindert und Stellungsnahme verschlampt, die Ehre von Rukiye P. und Derya P. wurde doppelt ermordet.

Buchtipp:
Amazon.de - Gülsen Celebi und Uta Glaubitz - Kein Schutz, nirgends: Warum die deutsche Justiz den Ehrenmord an Rukiye P. nicht verhindert hat
lesen.de - Gülsen Celebi - Kein Schutz, nirgends
Quellen:
1) Welt Online - Kriminalität: Eine Anwältin kämpft gegen den ‘’Ehrenmord'’
2) Pader Zeitung - Ehrenmord zweier Menschen hätte verhindert werden können
3) WDR.de - Zwei Morde, weil Justiz langsam war?
4) WDR.de - Landgericht verbietet Buch über Ehrenmord

Danke! an J.P.

Mannheim, den 12.05.2008, 11:32 Uhr.

9 Reaktionen zu “Zensur von Buch Kein Schutz nirgends”

  1. Gilbert

    Zur Ehrenrettung der Richter muss aber auch einmal darauf hingewiesen werden, dass es wirklich sehr schwierig ist, auf dem Golfplatz Informationen über das wahre Leben zu erhalten…

  2. richtig gestellt / bissig bemerkt » Blog Archiv » Das öffentliche Interesse

    […] Wie hier berichtet wird, ist von einem Gericht die Veröffentlichung eines Buches über türkisch-islamische Ehrenbegriffe verboten worden. […]

  3. anaximander

    Jetzt spinnen die Deutschen Richter aber total.

  4. Side Effects: und noch ein verbotenes Buch

    […] Tiefgläubige geniessen Schutz der deutschen Justiz, während das Recht der Öffentlichkeit auf Aufklärung und Information im Nirwana entschwindet. […]

  5. Wilhelm Entenmann

    @1. Gilbert:
    Falsch! Kniefälle gibt es auch auf dem Golfplatz. ;-)

    @3. anaximander:

    Meine visionierte Skizze:
    Man könnte das Verbot u.a. damit begründen (Anmerkung: nicht rechtfertigen!), daß durch das Erscheinen des Buches Schande über die Familie des Täters gebracht worden wäre/werden könnte.
    Eine Schande, welche die Schwester der ermorderten Rukiye P. durch ihren Einspruch gegen das Buch (Anmerkung: wie geschehen) abwenden ko/önnte.
    Da aber die Ehemänner für das Tun ihrer Frauen (Anmerkung: vor allem dann, wenn es sich um streng glaübige Muslimas handelt) verantwortlich sind und zur Rechenschaft gezogen werden (Anmerkung: hier für die mögliche Schande durch das Buch), könnte die Schwester durch ihren Einspruch ihrem Ehemann das Leben gerettet haben.

    Das Urteil wurde zwar mit dem Persönlichkeitsrecht der Schwester begründet, aber wie die Autorin und Anwältin Gülsen Celebi vom WDR rezitiert wird, ist es unmöglich, daß die Schwester nichts von dem Erscheinen des Buches gewußt haben soll.

    Gewiß ist das Persönlichkeitrecht ein hohes Gut, aber so wie ich die muslimische Auffassung von Ehre und die Neigung unserer Gerichte in den letzten Jahren erfahren durfte, möchte ich nicht ausschließen, daß eine Überlegung, wie ich sie oben skizziert habe, in die Entscheidung des Gerichtes eingeflossen sein könnte.
    Eine Entscheidung, welche aufgrund der von mir aufgeführten möglichen Begründung vielleicht ein Leben gerettet haben mag, aber ein klarer Kniefall des Gerichtes vor der Gewaltbereitschaft wäre.

    Anmerkung: Meine obige Skizze läßt mich vor mir selbst erschrecken, …also daß ich mich inzwischen so gut in bestimmte “Mentalitäten” einzufühlen vermag.

  6. Onkel Peter

    Besonders merkwürdig erscheint das Ganze zusätzlich, da die Schwester allenfalls eine Nebenrolle in dem Buch spielen kann.
    Es könnte auch sein, dass der Richter ein auf seine Gesundheit bedachter Mensch ist. Soll ja vorkommen.
    Auf dem Heyne Seiten findet sich kein “Sterbenswörtchen” zu diesen Vorgängen.

    Der WDR berichtete:
    Eine der Schwestern der ermordeten Rukiye P. ließ über ihre Anwältin vermelden, sie habe vom Entstehen eines Buches über den Fall “nichts gewusst”, sei von dem Erscheinen vollkommen überrascht gewesen und nun dagegen, darin genannt zu werden.

    Das deutet darauf hin, dass die Schwester das Buch also noch nicht einmal gelesen hat. Dennoch erlässt das Landgericht eine Einstweilige Verfügung gegen das Erscheinen dieses Buches. Starker Tobak!

  7. Fact - Fiction » Blog Archive » CDU-nahe Zeitschrift fordert Scharia

    […] Jeder Zehnte arbeitet schwarz, auch die, welche über Zumwinkel schäumten!   Berlin: Jugendliche mit Äxten auf Raubtour Berlin: Sechs Überfälle in zehn Minuten Steinmeier: Feuer bringt Deutsche und Türken näher  Schirrmacher: Pfingsten und Islam Und in Holland kriegen Ausländer (Türken, Marokkaner, Surinamesen) mehr als Einheimische für denselben Job. DAS ist echte Integration! Schachtschneider: “Freiheit in der Republik” Gabriel  will Pendlerpauschale nur für Geringverdiener! Ehrenmord-Buch-Zensur in Mönchengladbach Muslime vergewaltigen Pastorentochter […]

  8. anaximander

    Ja, Schoggo, allmählich erkennen wir, wie die Denke der Schariaanhänger und der ihnen Ergebenen, funktioniert. Sie lernen uns trotzdem das Fürchten…

  9. Wilhelm Entenmann

    NACHTRAG

    Ich habe noch eine interessante Seite in Sachen “Ehrenmord” mit einem Beitrag zum Doppelmord in Mönchengladbach gefunden:

    “Presseberichte Ehrenmord - Das Buch - Kein Schutz nirgends”
    auf der Seite von ehrenmord.de, hier (Link).

    Eine eigene Seite zum Thema “Ehrenmord”, unser Land hat ein dickes Problem.

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