15. Juni 2008

Broder und Sex

Henryk Broder suchte nach Sex und fand das Paradies mit Pimmel, Muschi und nackten Frauen bei den St. Pauli Nachrichten. Galt Broder das Ficken einst als Mittel zur Veränderung, so ist ihm das Ficken, Blasen und Fotze in Feuchtgebiete von Charlotte Roche wohl eher ein Gräuel. Wird Broder im Alter moralisch?

Henryk M. Broder (61) [1], einst provokanter Jungautor des Porno-Reports “Wer hat Angst vor Pornographie?” (1970) [2], spricht im Interview mit dem Tagespiegel [3] offen über seine frühen Jahre bei den “St. Pauli Nachrichten” [4], wo er den Sex suchte und, wohl wie ein Selbstmordattentäter auf der Suche nach 72 Jungfrauen, bei Rubriken wie “Muschi der Woche” oder “Liebling des Monats” das Paradies ganz ohne Bomben fand, als sich der Jungjournalist Broder dort mit Reportagen wie “Komm mit meinem Pimmel in den siebten Himmel” seine ersten harten Kerben auf dem Weg zum Ludwig-Börne-Preis für hervorragende Reportagen [5] im Jahr 2007, dabei aus den vielleicht feuchten Händen von Helmut Markwort, der Broder als “ein freier Geist, der leidenschaftlich und feurig schreibt” [6] lobte, verdiente.

When I’m Sixty-Four [7] oder: Wenn der Pimmel kapituliert

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