18. Juni 2008

Türkischer Torwart gesperrt

Der Torwart der Türkei Volkan Demirel erhielt eine Sperre für zwei Spiele bei der Fussball-EM. Fussballnationalmannschaft der Türkei im Spiel gegen Kroatien ohne Torwart Volkan und auch EM-Fussballspiel Deutschland Türkei würde im Halbfinale ohne den Schubser von Genf stattfinden.

Eine willkommene selbstwertschützende Entschuldigung, welche von türkischen Fussballfans unter Umständen auch zur Selbstwerterhöhung genutzt werden kann, bietet sich den Türken nach der heute ausgesprochenen Sperre von Torwart Volkan Demirel bei der Fussball-EM. Volkan Demirel, welcher im Spiel gegen Tschechien den Spieler Jan Koller umgeschubst hatte und mit einer roten Karte vom Platz gestellt wurde, erhielt von der UEFA eine Sperre für zwei Spiele. Was nun zuerst wie eine Provokation der stets um ihren Selbstwert besorgten Türken aussehen mag, könnte diesem dabei gar zum Vorteil gereichen. Sollte die Türkei  im Viertelfinale am 20. Juni im Spiel gegen Kroatien verlieren, so kann die türkische Volksseele  selbstwertschützend behaupten, daß man nur verlor, weil der türkischen Fussballmannschaft völlig zu Unrecht der Torwart gesperrt wurde. Sollte die Türkei hingegen gegen Tschechien gewinnen, so kann selbstwerterhöhend gesagt werden, daß man trotz des fehlenden Super-Torwarts Volkan gewonnen hat. Ja, und sollte die Türkei am 25. Juni auf Deutschland treffen, so werden die Türken immerhin noch die selbstwertschützende Attributionsvariante verwenden können.
Mannheim, den 18.06.2008, 13:37 Uhr | Quelle: ->Focus Online

EU will Flüchtlinge nach Europa holen

EU-Innenkommissar Jacques Barrot fordert ein offenes Europa für Einwanderer aus Afrika und Asien, um Drittländer von Flüchtlingen zu entlasten. Während sich Island mit Schiessbefehl Flüchtlingen aus dem Norden widersetzt, verweigert Dänemark die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Süden.

Die Festung Europa soll nun wohl endgültig fallen und vor dem Ansturm von Bootsflüchtlingen aus Afrika und Asien kapitulieren, könnte man meinen, wenn man über das Strategiepapier der EU-Kommission für einen EU-weiten “Immigrationspakt” liest, welches die EU-Innenminister diese Woche diskutieren. Eine Art Care-Paket für Bootsflüchtlinge, mit welchem die Länder der EU wieder ein Stück mehr Souveränität an die “Flüchtlingshelfer” in Brüssel abgegeben sollen, wenn es um die Steuerung von Asyl- und Arbeitsmarkpolitik geht ->hier und ->hier. Besonders kapitulativ zeigt sich der “Flüchtlingshelfer” und EU-Innenkommissar Jacques Barrot, welcher eine Art Umsiedelungsprogramm von in Drittländern gestrandeten Flüchtlingen aus Afrika und Asien fordert, welche dabei wohl solidarisch auf die geleerten Sozialkassen in Europa verteilt werden sollen ->hier. Wie der glückliche EU-Verweigerer Irland auf dies “Immigrationspaket” reagieren wird, ist bislang nicht bekannt, lediglich aus dem noch glücklicheren Nicht-EU-Land Island werden “knallharte Maßnahmen” gegen illegale weiße “Bootsflüchtlinge” aus dem Norden gemeldet ->hier, während das EU-Land Dänemark demonstriert, daß man kriminelle Flüchtlingshelfer einfach in den Knast steckt ->hier.
Mannheim, den 18.06.2008, 12:35 Uhr.