17. August 2008

Arbeitslose zur Betreuung von Demenzkranken

Arbeitslose für die Betreuung von Demenzkranken im Pflegeheim als neue Perspektive für Hartz-IV-Empfänger von Bundesagentur für Arbeit und Gesundheitsministerium geplant. Arbeitslose Hartz-IV-Empfänger sollen psychiatrisches Fachpersonal als Pflegeassistenten unterstützen.

Facharbeitermangel in Deutschland? Nein, denn Deutschland verfügt in Form seiner Hartz-IV-Empfänger über ein Heer hochqualifizierter Tausendsassas, Multitalente, welche nicht nur zur Übernahme von polizeilichen Aufgaben ->hier, sondern auch für pflegerische Tätigkeiten geeignet sind und deshalb nun bei der Pflege von Demenzkranken in Pflegeheimen zum Einsatz kommen sollen ->hier.
Omnipotente Dilettanten? Wikipedia, das Fachhandbuch omnipotenter Dilettanten in deutschen Ministerien und Arbeitsämtern, klärt den Laien auf ->hier, daß eine Demenz ein “Defizit in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten” sei, “die zu einer Beeinträchtigung von sozialen und beruflichen Funktionen führen” würde.
Epizentrum Hessen? Ob nun Wortbruch ->hier, moralische Entgleisung ->hier, Verwechslung ->hier, Sprachverwirrung ->hier oder Einflüsterer ->hier, unsere Redaktion fände es reichlich übertrieben, wenn man Andrea Ypsilanti einen Hartz-IV-Empfänger an die Seite stellen wollte, immerhin kann sich die SPD-Frau eine Privatschule ->hier für ihren Sohn leisten.
Dementieller Notstand in Deutschland? Was mag wohl als nächstes auf Hartz-IV-Empfänger zukommen, vielleicht der Einsatz als Verfassungsschützer oder Gedenkstättenwächter eines möglichen Museuums für das Arbeiter- und Bauernparadies der sogenannten “DDR” ->hier? Möglich, denn so wie die Deutschen die Untaten der SED zu vergessen bereit sind, dürften der sogenannten Partei “DIE LINKE” weitere Wahlerfolge beschieden sein - wohl auch wegen der vielen Hartz-IV-Empfänger, die ihr psychiatrisches Wach… Fachpersonal selbst zu wählen bereit sind.
Mannheim, den 17.08.2008, 12:25 Uhr.

3 Kommentare

1. Gilbert schrieb am 17. August 2008 um 15:07

Ja, ist schon genial, auf was für Ideen die da in der BA und im Ministerium kommen. Gerade die Sparte ist wohl eine der psychisch härtesten, die es gibt (selbst “berufene” Pflegekräfte steigen nicht selten hier wieder aus, weil sie den psychischen Druck nicht aushalten), und dann Hartz-IV-Leute ohne Ausbildung da reinschicken? Die haben nicht nur ein “Defizit in …”, da steckt mehr dahinter.

2. Wilhelm Entenmann schrieb am 17. August 2008 um 16:56

@1. Gilbert:
Gerade die Sparte ist wohl eine der psychisch härtesten, die es gibt
So müßte die, hier eigentlich geforderte sachliche bzw. fachliche Argumentation lauten. Aber eine solche, selbst wenn lebensnah ausgeführt, würde bei jenen, welchen den Bezug zur Realität längst verloren haben, auf “demente Ohren” stoßen.

Einige meiner früheren Klienten hatten ein ausgeprägtes Korsakow-Syndrom ->hier, das mit Demenz zwar nicht identisch ist, aber bei den Betroffenen ähnliche Folgen hat und von Dritten viele “Nerven fordert”.
Gerade die Sache mit dem Kurzzeitgedächtnis und nachfolgender Konfabulation ->hier hat dann aber wieder Ähnlichkeit mit dem Verhalten von Politikern. ;-)

3. Wilhelm Entenmann schrieb am 17. August 2008 um 22:18

AKTUALISIERUNG Der Widerstand formiert sich:

Heftiger Widerstand gegen Pflegedienste von Arbeitslosen
“Unüberlegter Schnellschuss”, “Scharlatanerie”, “PR-Spektakel”: So kritisieren Politiker und Experten den Vorstoß, Langzeitarbeitslose für die Pflege von Demenzkranken einzusetzen. Aber schon am 1. September soll das Programm starten.
Quelle und weiterlesen: ->Spiegel Online.

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