Trauerfeier für Thomas Dörflein
Trauerfeier für Thomas Dörflein in Zoo Berlin von Knut-Fans gefordert. Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz möchte keine Trauerfeier für Thomas Dörflein im Zoologischen Garten Berlin abhalten.
Knut-Papa ist tot! Weltweit trauern Millionen Knut-Fans um dessen verstorbenen Ziehvater, den Tierpfleger Thomas Dörflein, und Tausende pilgern in den Berliner Zoo (s. Bild [1]), wo ihnen Thomas Dörflein und der kleine Eisbär Knut einige der wenigen schönen Bilder schenkten, welche heute so selten geworden sind. Diese Bilder, verkörpert durch Thomas Dörflein und Knut, wurden zum festen Teil des Selbst unzähliger Fans - Thomas Dörflein ist tot, die verinnerlichten Bilder zerbrechen und die so verletzten Mensch trauern.
The show must go Die Trauer nach dem Tod eines Menschen, verstanden als Verlust, ja Verletzung des Selbst von Menschen, wenn diesen solche Bilder (s. Bild [2]) entrissen werden, die zum Teil ihres Selbst wurden. Die menschliche Kultur ersann in Form von gemeinsamen Trauerfeiern eine Methode, um eine gewisse Form der Heilung solcher Verletzungen und der Milderung der Trauer zu ermöglichen. Im Falle des Verlustes von Thomas Dörflein soll es nach Willen von Zoodirektor Bernhard Blaszkiewitz aber keine Trauerfeier für Thomas Dörflein im Zoo geben [3].
The final curtain Schoggo-TV findet die Haltung von Direktor Bernhard Blaszkiewitz schäbig, vor allem dann, wenn man bedenkt, daß es die nun trauernden Knut-Fans waren, welche dem Zoologischen Garten Berlin bei der Knut-Show viel Geld in die Kasse gespült haben. Eine Trauerfeier für Thomas Dörflein wäre der angebrachte letzte Akt dieser unvergesslichen Show, welche der Zoo den trauernden Knut-Fans einfach schuldet.
Mannheim, den 27.09.2008, 11:00 Uhr.
Quellen
[1] Wikipedia-Bilder - Kondolenzbekundung Zoo Berlin Doerflein von Times
[2] Wikipedia-Bilder - Eisbär Knut mit Pfleger Thomas Dörflein von Jean-Luc 2005
[3] Welt Online - Nach dem Tod von Knuts Pfleger: Berliner Zoo stiftet Thomas-Dörflein-Preis
Am 27. September 2008 um 12:44 Uhr
Tierpfleger Doerflein ist gestorben…
[…] meisten Leute kam der Tod von Tierpfleger Thomas Dörflein sehr überraschend. Bekannt wurde der Tierpfleger, als er die Aufgabe übernahm, den Eisbären Knut aufzuziehen, der im Berliner Zoo […]…
Am 28. September 2008 um 08:18 Uhr
Eine Trauerfeier wäre auch nach meiner Meinung eine angemessene Reaktion, da sich so die Menschen verabschieden können.
Ansonsten nervt mich der scheinheilige Presserummel; anyway, ich war auch kein Knutfan. Höhepunkt war “Post von Wagner” an Knut. Spätestens an dieser Stelle bin ich ausgestiegen.
Am 28. September 2008 um 09:48 Uhr
Eine Trauerfeier erscheint mir angemessen. Wenngleich ich mit dem Knut-Hype auch nicht so richtig etwas anfangen konnte
Am 28. September 2008 um 11:15 Uhr
Eine Trauerfeier ist das wenigste, was die Zoodirektion tun soll.
Sie hat von diesem Menschen soviel profitiert, aber immer die engagiertesten Leute haut man weg
Am 28. September 2008 um 12:14 Uhr
@2. berichter:
Die “Post von Wagner” an Knut, welche man ->hier und ->hier nachlesen kann, traf seinerzeit schon den Punkt in Sachen Umgang der Öffentlichkeit mit einem kleinem Eisbären.
Aber wie ich es oben geschrieben habe, bin ich der festen Überzeugung, daß es viele Menschen gab/gibt, welchen die Bilder von Knut und Thomas Dörflein einfach sehr viel gegeben haben. Im Grunde meines Herzens bin ich zwar ein sehr rationaler Mensch, aber ich weiß…, nein, gestehe inzwischen ein, daß Menschen solche Dinge einfach brauchen, gerade heute, da es weltweit so viel Unheil gibt.
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3. Falk:
Knut-Hype hin, Knut Hype her. Mir geht es um die trauernden Fans, welchen man eine solche Zeremonie der Verabschiedung am Ort des Geschehens (Zoo) einfach schuldet. Es mag sein, daß Thomas Dörflein solches Aufsehen um seine Person nicht gewollt hätte, aber er würde es ja nicht mitbekommen. Trauerfeiern sind stets auch Balsam für die Psyche der Trauernden.
…ich bin mir übrigens fast sicher, daß sich demnächst Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit in dieser Sache zu Wort melden und ein medienwirksames Machtwort sprechen könnte.
Dabei “medienwirksam” auch für ihn selbst.
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@4. Adamietz Renate:
Viele Menschen würden sich über eine Trauerfeier freuen.
Auch meine Partnerin, welche Knut und Thomas Dörflein nur im Fernsehen erlebt hat, ist seit letzten Montag sehr traurig und würde sich über eine Zeremonie freuen.
Am 28. September 2008 um 13:21 Uhr
@ Entenmann
Die beiden meine ich nicht, ich meine diesen hier:
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Lieber Eisbär Knut,
Dein Ziehvater, der Mensch, der Bärisch (Bärensprache) konnte, ist tot.
Wie kann ich Dir, der ich nicht Bärisch spreche, den Tod erklären? Du wirst Thomas Dörflein nie mehr riechen, seine Schritte nie mehr hören, seine Gangart nie mehr sehen.
Du bist inzwischen ein großer Eisbär. Der Tod für uns Menschen ist Heimweh. Als meine Mutter und mein Vater starben, hatte ich pures Heimweh. Ich vermisste ihre Schritte, ihre Gerüche. Ist das bei Bären anders?
Ich weiß es nicht, ich kann nicht Bärisch.
Herzlichst
****
Das halte ich für eine geschmacklose Übertreibung, mit Verlaub.
Bzgl. der Trauerfeier stimme ich Dir zu.
Am 28. September 2008 um 17:35 Uhr
Der Berliner Zoo ist sehr unaufmerksam und nachlässig.
Statt den trauernden Fans von TD den jeweils aktuellen Stand des elektronischen Kondolenzbuches am Wochenende, wo die Menschen Zeit dafür haben, zu ermöglichen, wird Freitagabend alles gestoppt.
Mit einem Minimum an Feingefühl würde man anders handeln, so wie es TD getan hat bei Knut. Trotz damals schon schwerer Krankheit hat er die Strapazen der Bärenaufzucht auf sich genommen!!!!!!
Es soll keine Trauerfeier stattfinden, weil es auch noch keine für einen Direktor gab.
Hat denn einer der bisherigen Direktoren etwas ähnlich besonderes wie TD geleistet?
Es geht nicht darum, was jemand ist, sondern was er tut.
Eine kleingeistige, unsensible und stillose Haltung, ohne jedes Format.
Am 29. September 2008 um 15:31 Uhr
Herr Direktor Blaszkiewitz sagte einmal, er habe den ganzen Hype um so einen Eisbär nie verstanden und er fände die Panzernashörner eh viel schöner.
Genauso wie eins seiner bevorzugten Spezies verhält sich Herr Blaszkiewitz, wenn es um Gefühle von Menschen geht. Nicht erst als um die Trauerfeier für TD ging.