Hartz-IV-Rattenjäger in Berlin
Hartz-IV-Empfänger sollen in Berlin Ratten jagen und pro Ratte einen Euro bekommen. Henner Schmidt FDP Berlin-Mitte mit zynischer Idee für arme Leute.
Die Rattenfänger von Berlin Berlin-Mitte habe ein großes Rattenproblem, dem das Gesundheitsamt wegen fehlender Mittel nicht Herr werden würde, meint der Chef der FDP Berlin-Mitte Henner Schmidt [auf seiner -> Homepage] und schlägt vor, dass sich die Bürger freiwillig an einer zeitlich begrenzten Rattenjagd beteiligen und pro Ratte einen Euro erhalten sollten. “Vor allem Leute, die sonst auch Flaschen sammeln, könnten dann für jede tote Ratte einen Euro bekommen”, wird Henner Schmidt zitiert [-> Berliner Kurier], weshalb man andernorts die Jagd auf FDP-Politiker andenkt [-> Montagsdemo Dortmund]. Ratten statt Flaschen sammeln, es ist fürwahr ein verächtliches Menschenbild, welches Henner Schmidt offenbart und wohl nur durch seine Erfahrungen in der Politik zu erklären sein mag, wo die Rattenfängerei gang und gäbe ist, dabei auch mit einer Fangprämie pro Stimme belohnt wird. Dass nun einige findige Berliner wegen der ausgelobten Prämie des Ex-McKinsey Mitarbeiters Henner Schmidt Ratten züchten und gerade damit die Rattenplage künstlich steigern könnten, auch hierbei sei auf die Mechanismen der Politik verwiesen.
Mannheim, den 16.12.2008, 12:35 Uhr.
[Bildnachweis: LebendRattenfalle von -> kollig]
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