10. Januar 2009

Das Haken-Kreuz mit der Palästinensischen Gemeinde Mannheim

Hakenkreuze und Rassismus bei der der Anti-Israel-Demo in Mannheim und Polizei sieht über mögliche Straftaten der Pro-Palästinenser-Demonstranten hinweg, welche die Palästinensische Gemeinde Mannheim per Auflage vom ersten Mannheimer Bürgermeister Christian Specht hätte unterbinden müssen.

Israel Gaza Demonstration MannheimFriedliche Demonstrationen gegen Krieg in Gaza meldet heute der SWR und berichtet über zwei Demonstrationen, welche gestern in Mannheim veranstaltet wurden, weil Israel mit einer Militäroffensive im Gaza-Streifen seine Bürger gegen die  Kassam-Raketen der palästinensischen Terroristenorganisation Hamas zu schützen sucht. So erfahren wir vom SWR, dass die Junge Union Mannheim vor der Mannheimer Synagoge eine Pro-Israel Kundgebung abhielt, während zahlreiche muslimische Organisationen und die Palästinensische Gemeinde auf dem Marktplatz [Bild] eine Anti-Israel Demo veranstalteten, welcher sich eine Mahnwache der pro-palästinensischen Gruppen auf dem Paradeplatz  anschloss [-> SWR]. Wie auch der lokale Fernsehsender RNF zeigt uns der SWR nur friedliche Bilder, wobei der RNF in seinem Videobericht erwähnt, dass sich die pro-palästinensichen Demonstranten von einer Israelflagge provoziert gefühlt hätten [-> RNF, mit Video].
Israelflagge provoziert, das Hakenkreuz nicht Schoggo-TV möchte heute von unschönen Bildern berichten, von pro-palästinensichen Demonstranten, welche mit Hakenkreuzen provozierten, sowie von Polizisten nebst Einsatzleiter, welche über diese möglichen Straftaten der Volksverhetzung [-> § 130 StGB], dabei unter Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen [-> § 86a StGB], wohl aus Gründen der Deeskalation hinwegsahen und sich deshalb sicherlich nicht einer Strafvereitelung im Amt [-> § 258a StGB bzw. -> § 258 StGB] schuldig gemacht haben. Der Augenzeugenbericht von einem  gesetzestreuen Bürger, der diesem Treiben ohnmächtig zusehen musste, obwohl ihm von Mannheims ersten Bürgermeister Christian Specht die Einhaltung der Gesetze  [-> Email] zugesichert worden war. Von einem Agnostiker und Deutschen, der inzwischen gerne Jude und Israeli wäre, da ihm ein jüdischer Mitbürger Trost spendete und Israel seine Bürger vor aggresiven Mitmenschen zu schützten weiß.

Augenzeugenbericht der Kundgebung “Stoppt die israelische Aggression in Gaza” der Palästinensischen Gemeinde Mannheim am 09.01.2009
(Schoggo-TV bittet um Entschuldigung für die ungewohnt schlechte Bildqualität.)

Nazi-Hetze gegen IsraelHallo Monnemer Wegen eines zwingenden Termins konnte ich an der Kundgebung für Israel an der Mannheimer Synagoge ab 14:30 Uhr nicht teilnehmen. Auf der Rückfahrt von meinem Termin passiere ich um 16:30 Uhr den Marktplatz, wo immer noch die, um 15:00 Uhr gestartete Demo gegen Israel stattfindet. Ich steige aus, um vielleicht doch noch einige interessante Informationen sammeln zu können. Am Rande des Markplatzes “empfängt” mich ein Demonstrant mit seinem Plakat [Bild], auf welchem er die Mannheimer fragt, wie lange diese noch für Israel zahlen möchten. Eine populistische Fangfrage, welche man von holocaustleugnenden Nazis und dem Israelfeind Mahmud Ahmadinedschad kennt. Ich sage ihm, das dass Bild ins Internet kommen würde, was ihn freut, denn die Welt solle die Wahrheit erfahren. Ich sage ihm, dass ich auf der Seite von Israel stehe und bin schlagartig von vier oder fünf keifenen Frauen umringt. Nach einem kurzen Wortgefecht verlasse ich die Szenerie und gehe am Rand des Marktplatzes einige Meter weiter.

Davidstern = HakenkreuzDavidstern = Hakenkreuz Am Fuße eines Baumes sehe ich links und rechts zwei identische Schilder stehen, auf welchen der Davidstern der Juden mit dem Hakenkreuz der Nazis, also jenen, welche beim Holocaust 6 Millionen Juden systematisch töteten, weil diese einer falschen “Rasse” angehört haben sollen, gleichgesetzt wird. Ich bin von dem Schild schockiert! Zwecks Beweissicherung fotografiere ich eines der beiden Schilder [Bild], hatte mir doch Bürgermeister Specht zugesichert, dass man das Zeigen solcher volksverhetzenden Plakate verhindern wolle. Ich blicke mich hilfesuchend nach Polizisten um, kann aber keine uniformierten Beamte entdecken, wobei ich glaube, dass zumindestens Beamte des Staatsschutzes in Zivil unterwegs sein dürften.
Weiter oben, am hinteren Ende des Marktplatzes, sehe ich mehrere Polizeifahrzeuge stehen, in welchen Beamte sitzen. Ich gehe zu einem Polizeiwagen und deute dem Beamten (A) auf dem Beifahrersitz an, dass ich ein Anliegen habe. Auf Handzeichen öffnet er das Fenster. Ich stelle mich namentlich vor und bitte ihn um die Entfernung des bzw. der von mir bemängelten Schilder, da diese volksverhetzend seien und zudem das Hakenkreuz, dabei in Verbindung mit dem Davidstern zeigen würden. Ich zeige ihm das Bild auf dem Display meiner Digitalkamera. Er deutet mir an, dass er nichts unternehmen würde und schließt das Fenster. Ich deute ihm nochmals an, dass er das Fenster öffnen solle. Nochmals bringe ich mein Anliegen vor. Nichts! Ich gehe vor das Fahrzeug, fotografiere dessen Kennzeichen und mache den Beamten klar, dass das Bild ins Internet kommen würde, wobei ich das mit dem Hakenkreuz meine. Ein  anderer Beamter (B) springt nun aus dem Wagen und macht mir klar, dass das Bild nicht ins Internet kommen würde, wobei er wohl das mit dem Kennzeichen meint. Er droht mit der Konfiszierung meiner Kamera und der Aufnahme meiner Personendaten. Ich kläre ihn über das Missverständnis auf und freue mich innerlich, dass er, wenn schon nicht zur Entfernung des Schildes, so doch zumindest zum Gedanken an die Wegnahme meiner Kamera zu bewegen war. Während der Beamte (B) auf der Fahrerseite einsteigt, bitte ich ihn um seinen Namen. Er nennt mir einen der häufigsten Nachnahmen in Deutschland, was ich dementsprechend kommentiere und um die Dienstnummer bitte. Er rattet eine mehrstellige Ziffernfolge herunter, zu schnell, als dass ich mir diese merken, geschweige denn notieren könnte. Ich bitte um eine langsame Wiederholung und bekomme gesagt, dass die einmalige Nennung der Nummer als mitgeteilt gilt.
Ich gehe nochmals zu dem Beamten (A) auf der Beifahrerseite, welcher mir den Standort des Einsatzleiters mitteilt. Ich mache mich auf den Weg zum anderen Ende des Platzes.

Manheim und IsraelBist Du ein Jude…, dann bist Du kein Deutscher Ich finde den Einsatzleiter an dem mir mitgeteilten Ort. Er ist umringt von mehreren Beamten und einer Schar von Demonstranten. Ich spreche ihn an, nenne meinen Namen, bringe mein Anliegen zur Entfernung der Schilder und der Aufnahme von Ermitlungen vor und zeige das Beweisbild vor. Keine Reaktion! Ich weise ihn darauf hin, dass sich  hier im Umkreis Holocaust-Denkmal, Stolpersteine und Synagoge befinden würden, dass Mannheim einen Freundschaftsvertarg mit Haifa in Israel geschlossen habe und mir eine Zusicherung des ersten Bürgermeisters vorliegen würde. Keine Reaktion!
Inzwischen stehen mehrere pro-palästinensische Demonstranten vor mir und einer fragt mich, warum ich dies tue. Ich sage, dass ich ein Freund von Israel sei. Sofort mischen sich weitere Demonstranten ein, stellen Fragen oder treffen Feststellungen. Als ich einem (X) antworten möchte, beschwert sich ein anderer (Y), warum ich ihn ignoriere. Ich erkläre ihm (Y), dass ich nicht allen gleichzeitig zuhören und antworten kann, weshalb sich nun ein anderer (Z) beschwert usw. Einer will mir klar machen, dass die “Juden”, wie er die Israelis nennt, einen Holocaust veranstalten würden. Ich weise ihn darauf hin, dass dies eine Relativierung des Holocausts und somit wohl strafbar sei, was dem Einsatzleiter wohl auch egal zu sein scheint. Plötzlich ruft ein Demonstrant mit südländischem Aussehen: “Bist Du ein Jude…, dann bist Du kein Deutscher.”
Ich bekomme erstmals im Leben einen Hauch dessen zu spüren, was jüdische Deutsche ab 1933 erlebt haben. Ich blicke um mich und realisiere, dass sich inzwischen ein Mob gebildet hat. Ich spüre Angst, welche auch nicht durch die Anwesenheit der Polizei gemildert wird, da ich mein Vertrauen in deutsche Sicherheitskräfte kurz zuvor verloren habe.

Synagoge MannheimWer ein Leben rettet, der rettet die ganze Welt (jüdisches Sprichwort) Ein Polizeibeamter fragt mich, ob ich mit dem Vertreter der jüdischen Gemeinde spreche wolle, was ich bejahe. Ein älterer Herr kommt auf mich zu, nimmt mich an der Hand, hakt sich bei mir unter und führt mich so vom Platz des Geschehens, wo mein beharrliches Verhalten mittlerweile einen kleinen Volksauflauf verursacht hat.
Der Mann stellt sich mir vor und redet beruhigend auf mich ein. Ich spreche über den Wahnsinn des Geschehens und teile ihm meine aktuelle Besorgnis und Angst mit, dass hier wohl die Polizei vor der möglichen Gewalt weicht, die entstehen würde, wenn sie ihren gesetzlichen Aufgaben nachkommen würde. Er stimmt meinen Ausführungen zu, sagt mir, dass seine Gemeinde mit Sorge diese Entwicklung in ganz Deutschland verfolge, wie gewaltbreite Personen ungehindert immer mehr Einfluss gewinnen würden, dass es in zehn Jahren wohl wieder so weit sein dürfte. Obwohl der ältere Mann mir meine Sorgen nicht nimmt, so lindert er in unserer kleinen Gemeinschaft doch meine Angst und rettet eine ganze Welt.
Plötzlich kommt eine größere Gruppe von jungen Mädchen auf uns zu, unterbricht ungefragt unser Gespräch, da eine laut fragt: “Seid ihr beiden Juden?”
Während es mir die Sprache verschlägt, wendet sich der ältere Herr den Mädchen zu, bittet um Verzeihung, wenn er sie nun duzen wird und stellt klar, dass er Deutscher jüdischen Glaubens ist. Er fragt, wer sie denn seien, was er mit einem “wir sind Muslimas, sieht man das denn nicht?” beantwortet bekommt. Die Mädchen, welche modisch und ohne Kopftuch gekleidet sind, haben seine Frage wohl nicht verstanden bzw. aus ihrer Sicht der Welt beantwortet, in welcher man Menschen nach  Juden, Christen und Moslems einteilt.
Irgendwann beenden wir unser Gespräch, es ist schon dunkel und der Marktplatz fast leer. Wir verabschieden uns und zeigen Interesse, dass wir einander zukünftig wieder sehen möchten.

Einer muss den Anfang machen Ich gehe zur Haltestelle und fahre mit der Strassenbahn zum nächsten Polizeirevier, wo ich gegen 17:45 Uhr eintreffe. Dem Beamten am Tresen erzähle ich den Vorfall, zeige ihm das Bild und teile ihm mit, dass ich eine Anzeige wegen Verwendung verfassungswidriger Symbole und Volksverhetzung, sowie eine Dienstbeschwerde stellen möchte. Er ist der erste Beamte an diesem Tag, welcher mir nicht nur seinen Namen nennt, sondern mir auch zuhört und versteht, worum es geht. Er verweist an den Staatsschutz und das Polizeipräsidium. Der Beamte erklärt mir, dass oft nicht eingegriffen würde, damit die Lage nicht eskaliert, was ihn im Einsatz aber oft selbst wundern würde. Ich frage ihn, was heute wohl geschehen wäre, wenn auf dem Marktplatz statt 1.000 pro-palästinensischen Demonstranten Nazis aufmarschiert wären und nur einer ein Hakenkreuz gezeigt hätte. Als Beamte in das Revier kommen, welche ich kurz zuvor in der Nähe des Einsatzleiters gesehen habe, wechselt der Revierbeamte das Thema. Am kommenden Montag werde ich die Anzeigen stellen und bei Mannheims ersten Bürgermeister vorstellig werden.

Mannheim, den 10.01.2009, 18:00 Uhr.

Anmerkung: Der Redaktion von Schoggo-TV liegen eine Reihe von Fotos der Anti-Israel Demo auf dem Marktplatz vor, welche wir zu einem späteren Zeitpunkt, d.h. am heutigen späten Abend oder aber im Laufe des morgigen Vormittags veröffentlichen werden. Die uns eingereichten Fotos, welche wir noch bearbeiten müssen, sprechen eine deutliche Sprache und sollen der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden.

Zu unserem Folgebeitrag vom 14.01.2008: -> Mannheim wehrt sich.

47 Kommentare

1. Gilbert schrieb am 10. Januar 2009 um 18:25

Ist nur eine unmaßgebliche Empfehlung, aber überleg dir das noch mal mit Strafanzeige und Dienstaufsichtsbeschwerde. Immerhin scheint keiner zu Schaden gekommen zu sein, jedenfalls nicht zu einem physischen (denk mal daran, was passiert, wenn die Antifa aufmaschiert. Die brauchen noch nicht mal einen Grund zum Zuschlagen).

Die Polizei kann doch ohnehin machen, was sie will, sie bekommt jedesmal was auf die Fresse, entweder von der einen Seite physisch oder von der anderen oder beiden juristisch. Es wäre vielleicht sinnvoller, die Jungs und Mädels aus dem Blaulichtmilieu auch mal in Ruhe zu lassen.

2. Wilhelm Entenmann schrieb am 10. Januar 2009 um 18:27

@1. Gilbert

Nein!, Gilbert, ich werde den eingeschlagenen Weg gehen.

3. heryk schrieb am 10. Januar 2009 um 19:01

Bin mal gespannt, ob dabei überhaupt etwas rauskommt oder ob nicht alles im Sand verläuft. In den Medien wird man nichts über Hakenkreuze lesen. Entsprechende Leserbriefe werden nicht gedruckt, Kommentare gelöscht.
Selbst wenn die Hakenkreuzträger mal vernommen werden sollten, würden sie sagen, dass sie gegen Nazis seien und es nur gut gemeint hätten, also so ähnlich wie Antifanten mit durchgestrichenem Hakenkreuz.

4. SideEffects: Der Wahnsinn hat Methode schrieb am 10. Januar 2009 um 19:38

[…] In Bern hat eine Anti-Israel-Demonstration stattgefunden, die von den Sozis Schweiz unterstützt worden ist. Im Vorfeld wurde versichert, es würden weder Hamas-Flaggen gezeigt noch werde Israel zu einem Verbrecherstaat herabgewürdigt. […]

5. tin schrieb am 10. Januar 2009 um 20:04

Einfach ein rechtlicher Hinweis: Die Publikation von Fotos im Internet, auf denen Personen zu erkennen sind, ist unzulässig - es sei denn, diese Personen haben die Erlaubnis zur Publikation erteilt.

6. Wilhelm Entenmann schrieb am 10. Januar 2009 um 20:13

@ 3. heryk

Vielleicht hast Du Recht, villeicht auch nicht. Ich muß es ausprobieren, um es herauszufinden. ;-)
Wir wissen alle, was da gespielt wird, aber s lange, wie man nicht anfängt dagegen zu halten, wird sich auch nichts ändern. Wie gezeigt kann ich sehr hartnäckig sein und was nicht über die rechtliche Schiene laufen mag, das kann man auch politisch vor Ort ins rollen.

@ 5. tin

Danke!, ich kenne die Rechtslage.
Die obigen Bilder enthalten keine erkennbare Personen und die Bilder, welche ich noch onliune stellen möchte, werde ich, wie oben geschrieben, diesbezüglich noch bearbeiten, wenn es sich um einzelne Personen handelt. Bilder einer öffentlichen Menge (viele Personen) sind von dem “Bildverbot” ausgeschlossen.

7. tin schrieb am 10. Januar 2009 um 21:06

Da haben wir dann ein weiteres Problem - was sollen denn bearbeitete Bilder “beweisen”? Da muss wohl der Spruch bald geändert werden und neu heissen: “Trau keinem Bild, dass du nicht selber bearbeitet hast”.

8. Wilhelm Entenmann schrieb am 10. Januar 2009 um 21:12

@ 7. tin
Die Bilder, auf welchen die Personen unkenntlich gemacht sind, kommen ins Internet und die Originale gehen an die Behörden.
Ebenso stlle ich nur “amputierte Hakenkreuze” ins Netz (siehe das obige Bild, auf welchem ein HAken fehlt), während auch hierbei die Originale an die Behörden gehen.

9. tin schrieb am 10. Januar 2009 um 21:36

Das Problem ist nicht gelöst: Wie kann man sicher sein, dass “Originale” nicht auch bearbeitet wurden?

10. Gilbert schrieb am 10. Januar 2009 um 22:56

Na denne, Waidmanns Heil!

Trotzdem: wenn euch meine Ideen schon nicht passen, habt ihr denn was anderes auf Lager, mit dem BEIDE Parteien leben könnten? Bislang führt das Hickhack nur dazu, dass man sich hier auch an die Gurgel geht, wobei es bislang offenbar glücklicherweise bei “eingeschlagenen Wegen” bleibt (siehe 2.). Wie wär es denn mal mit einem konstruktiven Vorschlag? Nur so rein spekulativ und völlig unverbindlich, denn auf uns hört doch sowieso keiner.

11. Wilhelm Entenmann schrieb am 11. Januar 2009 um 00:23

@ 9. tin

Danke für das Kompliment, dass Du mir perfekte Fälschungen zutrauen würdest, aber mit guter Software kann man Fälschungen gewiss erkennen.

Mmmh, zum anderen, woher weißt Du, daß die Bilder aus dem Gazastreifen echt sind, wo es doch auch so einen enttarnten linksextremen Fälscher -> hier gibt?

@10. Gilbert

Du hast das Anliegen meines Postings nicht verstanden.
Mir geht es nicht um den Gazakonflikt, sondern darum, was die Fußtruppen der Hamas hier in Deutschland mit Gewalt durchsetzen und dass unsere sogenannten Sicherkräfte, denen ich tatsächlich nicht mehr mein Leben anvertrauen würde, dabei wegschauen.
“Sicherheitskräfte”, welche wohl eher den anständigen Bürger verhaften oder dessen Kamera konfiszieren, als die wahren Straftäter in die Schranken weisen würden. Wäre der Revierbeamte nicht gewesen, ich würde mein Misstrauen gegenüber “unserer Polizei” verallgemeinern.
Ich bin gestern Abend wirklich “fertig” mit dieser Welt gewesen, wäre der ältere jüdische Mitbürger nicht gewesen, ich wäre an ihr verzweifelt.
Lese den Beitrag noch einmal genau… .

12. Wilhelm Entenmann schrieb am 11. Januar 2009 um 00:36

ERGÄNZUNG aus der Schweiz
(Hervorhebung durch mich)

In der Stadt Zürich kam es in den letzten Tagen zudem zu mindestens fünf antisemitischen Sprayereien, wie die Stadtpolizei bestätigt. In einem Fall ist dabei – . . . – der Davidstern mit dem Hakenkreuz gleichgesetzt worden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

aus: Schweizer Juden werden angepöbelt -> baz.online

13. Gilbert schrieb am 11. Januar 2009 um 09:43

@11.Wilhelm: zugegeben, ich sitze hier im friedlichen Ostfriesland wie weiland Immanuel Kant in Königsberg und erheische mir aufgrund der vorliegenden Berichte ein Urteil über die Welt, ohne in den meisten Fällen dabei zu sein, weder in Mannheim noch in Gaza.

Die langfristige Berichtslage ist allerdings unter Einschluss der Kassam-Raketen und palästinensischer Selbstmordanschläge wenig günstig für Israel. Ich kann es daher durchaus verstehen (bitte richtig lesen! Verstehen bedeutet nicht Verständnis!), wenn die Verbitterung, auch über das überwiegende Wegsehen des Restes der Welt, bei manchen so groß ist, dass sie die Nazi-Karte ziehen. Ob das nun so ist oder hier andere Kräfte am Werk waren, denen die Palästinenser eigentlich egal sind und die was anderes damit andeuten wollen, kann ich aus der Ferne wiederum nicht beurteilen.

Mir geht es um eine Lösungsmöglichkeit für den Konflikt, wobei es mir ziemlich egal ist, ob einer ein Hakenkreuz, den Stinkefinger oder seine Geschlechtsteile entblößt. Vor Ort sehe ich da keine Chance, insbesondere bei einem israelischen Regierungsapparat, dem ich an der Stelle der Palästinenser inzwischen nicht mal die Behauptung glauben würde, es wäre Mittags draußen hell, ohne vorher selbst aus dem Fenster zu schauen (zumindest scheint mir das der Grund für die Ablehnung der Friedensappelle der UNO durch die Hamas zu sein). Keine Lösung bedeutet aber permanenten Kriegszustand für die israelische Bevölkerung und auf Dauer mit einiger Wahrscheinlichkeit das Ende Israels. Wenn man das nicht will, muss man sich mal überlegen, wie man da von Außen BEIDE Seiten so unter Druck setzen kann, dass Bewegung in die Sache kommt, aber das geht nicht, wenn man sich hier mit Kleinigkeiten aufhält.

Für diesen ganzen symbolischen Nazi-Unfug habe ich ohnehin kein Verständnis (mehr). Vermutlich 90% aller Hakenkreuze an der Wand sind keine Nazi-Propaganda, sondern dumme-Jungen-Streiche von Leuten, die zwar nichts verstehen, aber das Ganze cool finden, und weitere 5% befinden sich auf antiken Vasen aus Mesopotamien aus der Zeit Hamurapis in irgendwelchen Museen. Die Hälfte aller Symbole dürfte heute ohnehin keiner mehr erkennen und macht sich so durch Zufall bereits straffällig (z.B. wenn jemand ein NS-Mutterkreuz auf dem Flohmarkt für seine Ordenssammlung erwirbt - was ein Quatsch von Symbolverbot). Was für ein Unfug dahinter steckt, zeigt ziemlich deutlich der Aufstand mit Anti-Nazi-Symbolen, für dessen Niederschlagung tatsächlich der Bundesgerichtshof notwendig war - als ob es nichts Wichtigeres gäbe als solche Nebensächlichkeiten! Und genau auf diesen Zwiespalt können sich auch deine Demonstranten zurückziehen. Keine Werbung für die Nazis, sondern Symbolisierung, dass das israelische Verhalten in gewissen Aspekten denen der Nazis gleicht (was mit der Ghettoisierung der Palästinenser und sperren jeglicher Versorgung nach Lust und Laune sogar nicht ganz abwegig ist). Die Erfahrungen der Juden mit Nazi-Verhaltensweisen sind ja nun keine Garantie dafür, dass sie nicht selbst gegenüber anderen auch solche Verhaltensweisen an den Tag legen könnten.

Was die Polizei angeht, ist deren Aufgabe zunächst mal, für einen friedlichen Ablauf der Demo zu sorgen, was auch bedeutet, dass sie in diesem Interesse über das Eine oder Andere hinwegsehen können/müssen. Ich gehe mal davon aus (das kannst du ja vielleicht rausbekommen), dass sie sehr wohl Fotos von den Beteiligten gemacht haben und sich um die Sache im Nachhinein kümmern, aber das hätte ich dir an ihrer Stelle auch nicht auf die Nase gebunden, weil die Gefahr, dass du dann mit der Information die Plakatträger unter Druck setzt und doch noch irgendwas provozierst, viel zu groß ist (ja, ja, ich bin halt ein Allparteienversteher. Musst du mir nicht mehr sagen).

Es gibt kein Schwarz-Weiß, sondern man muss sich auf irgendein Grau verständigen. Warum bekommen israelische Stimmen wie ->diese, ->diese, ->diese, ->diese und ->diese keine Unterstützung, sondern nur die Hardliner?

14. Wilhelm Entenmann schrieb am 11. Januar 2009 um 10:11

@13. Gilbert

Sorry, nur kurz (wir haben hier gleich Gäste zu Besuch):

Wenn Polizei und Politik der Gewalt auf den Strassen weicht, dann ist ein zweites Weimar bzw. die gewaltsame Diktatur der Minderheit nicht fern.

15. Gilbert schrieb am 11. Januar 2009 um 10:51

Hm .. irgendwie habe ich den Eindruck, dass im Moment keiner mehr so richtig mitbekommt, wovon der andere spricht …

16. GeistesWelt schrieb am 11. Januar 2009 um 12:00

Jetzt hast Du der Bestie direkt ins Gesicht gesehen und ihren fauligen Atem gerochen! Mutig! Und ja, ein guter Artikel! ;)

17. anaximander schrieb am 11. Januar 2009 um 13:42

Du kannst die Bilder ruhig publizieren, Schoggo. Sie stammen von einer öffentlichen Demonstration. Was tin sagt, ist so nicht richtig. Wäre es so, könnten die Agenturen keine Bilder veröffentlichen.
Dass Schweizer Juden angepöbelt werden, ist nicht neu. Neu ist die Zunahme der Schmierereien.

18. Politically Incorrect - Bürgerkriegsähnliche Zustände in ganz Europa schrieb am 11. Januar 2009 um 14:30

[…] Die “friedlichen” anti-jüdischen Demonstrationen, die gestern unter anderem vor dem Kölner Dom stattfanden, sind nur der Anfang. Was sich gegenwärtig in Europa abspielt, müsste eigentlich sämtliche Staatschefs zu einem Krisengipfel zusammenrufen, der garantiert schon einberufen worden wäre, wenn auch nur ein Bruchteil der gegenwärtigen Gewalt von Rechts™ ausgehen würde. […]

19. FreeSpeech schrieb am 11. Januar 2009 um 15:38

Schon vor diesem Bericht sagte ich mir, dass das nächste Pogrom bevorsteht. Auf dem Internet sind die verrücktesten Dinge festgehalten, europaweit, und alles was in den MSM steht, ist Gefasel von friedlichen Protesten.

20. Wolfgang schrieb am 11. Januar 2009 um 16:06

Gratulation zu Ihrem Bericht! Der beste Bericht, den ich zu einer sochen “Friedensdemonstration” bisher gelesen habe. Aufrufe zur Volksverhetzung, Gewalt und Haß in einem Maße, wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Dazu die Duldung der Polizei und Behörden. Unglaublich!! Zustände wie vor 70 Jahren. Ich kann immer mehr nachvollziehen, wie sich unsere jüdischen Mitbürger damals gefühlt haben. Mein Vater wurde zu fünf Jahren KZ wegen antifaschistischer Propaganda verurteilt. Gott sei Dank muß er nicht mehr miterleben, was heute geschieht und wie damals steht die Polizei dabei und unternimmt nichts. Respekt vor Ihrem Mut Anzeige zu erstatten. Amüsiert hat mich vor allem die Reaktion des Polizisten im Auto auf Ihr Foto. Gern geht man auf gesetzestreue Bürger los, wenn man die Maske vom Gesicht gezogen bekommt. Ich weiß nicht, ob ich Ihren Mut aufgebracht hätte. Bitte teilen Sie mit, wie die Sache mit der Anzeige weitergeht.
Neulich habe ich in einem ähnlichen Bericht gelesen:”Was passiert, wenn Israel nicht mehr existieren würde? Dann suchen sich die Haßbrüller eben ein neues Ziel.”

21. GeistesWelt :: Das Dilemma der Palästinenserfreunde II :: January :: 2009 schrieb am 11. Januar 2009 um 16:21

[…] Kommen wir nach Mannheim in Deutschland, wo der einfacher Bürger Wilhelm E. sich auf einer Muslim-Demonstration verirrte und folgenden Bericht uns schildert. Bist Du ein Jude…, dann bist Du kein Deutscher, wurde ihm da erklärt, als sich abzeichnete, dass er womöglich eine etwas andere Auffassung als die anderen Demonstrationsteilnehmer habe. Auch hier, in E.’s angeführten Bilddokumenten, wird deutlich, dass von muslimischer Seite noch nicht einmal Bemühungen bestehen sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Schlimmer: Symbole und antisemitischer Gestus wird kopiert und instrumentalisiert. Das vermeintlich Gute, das Anti-Jüdische, schwingt als alles vereinende geistige Fahne, als geistige Triebfeder mit, während negative Bilder aus dieser Zeit funktional auf alles Jüdische bezogen werden. So wird “der Jude” zum Urquell des Bösen, zum “Nazi”, den man mit Stumpf und Stiel jedoch ausrotten will, weil man sich als Palästinenser als “Europas neuen Juden” fühlt. Das ist eine bemerkenswerte dissoziative Leistung! Zum Abschluß sei noch dieses Video nicht wirklich empfohlen. Ich glaube mehr sollte man sich dann auch nicht mit dem Islam an einem Tag befassen. Vielleicht kommt es ja doch zu einer Klimakatastrophe oder zu einem Einsatz aller atomaren Waffen dieser Welt? Dieses Ende wäre humaner als die Quintessenz moslemischen Denkens sich in allen Einzelheiten klar zu machen. […]

22. selma schrieb am 11. Januar 2009 um 16:50

Hallo,

ich verfolge jetzt schon seit Dienstag ihre Berichterstattungen und Kommentare auf der Seite. Ich muss gestehen das ich richtig traurig bin über manche Aussagen. Ich war am Freitag auch auf der Pro Palästina Demo Mannheim undzwar von Anfang an und bin stolz auf mich, aber das heisst nicht das ich auf alles was dort gemacht wurde stolz bin. Ausserdem war ich auch stolz darauf das ich in einem Land lebe wo zwei Demos gleichzeitig mit 100 meter entfernung stattfinden können. Um auf das Thema Hakenkreuz zu kommen, ich habe eigenhändig zwei Jugendlichen (die nicht älter waren als 15 Jahre) ein ähnliches Plaket wie Sie es oben zensiert haben (mit Davidstern und gleichgestelltem Hakenkreuz) abgenommen und ihnen auch erklärt warum ich das machen muss und weggeworfen. Ich habe dies gemacht, weil ich mich mit den gesetzen auskenne, ich habe dies gemacht, weil ich weiss das dies eine Unverschämtheit gegenüber Deutschland und den Deutschen ist.

Aber ich habe eine BITTE an sie Herr Entenmann, sie betrachten soweit ich dies natürlich von Ihrem Blog ausgehend beurteilen kann, ein allgemeines Vorurteil gegen Muslime und Türken. Ich bin eine gläubige, praktizierende Muslima mit türkischer Herkunft. Meine Glaube erlaubt kein Selbstmordattentat. Mein Glaube erlaubt keine Vorurteile. Meine Glaube erlaubt es auch nicht unschuldige Menschen zu töten oder gar verhungern zu lassen. Meine Bitte ist es nicht alle Muslime in einen Topf zu stecken und eine allgemeine Meinung über Sie zu haben, sondern die jenigen anzusprechen die auch wirklich Terrorismus unter dem namen Islam verbreiten. Das könnte natürlich für sie mühsam sein, da sie um dies beurteilen zu können viel über den Islam lesen müssen, dabei meine ich nicht nur negative sondern auch positive und neutrale Werke von Islamwissenschaftlern und Theologen.

Ich war am Freitag am Marktplatz, ich würde auch nochmal hingehen. Ich war dort, weil ich es nicht richtig finde das diese Menschen keine Hilfe bzw. kaum Hilfe (Lebensmittel, Tringwasser, Arznei) von aussen erhalten können, weil alle grenzen dicht sind. Ich war dort weil eine Schule von der NATO, obwohl der Standpunkt vorher mitgeteilt wurde von einem Israelischem Luftangriff getroffen wurde und dabei nur Frauen und Kinder getötet sind. Ich war dort, weil ein Uno-Hilfskonvoi von Israelischen Soldaten angegriffen wurde und dadurch die Uno ihre Hilfskräfte ganz aus Gaza zurückgezogen hat. Das sind meine Hauptsächlichen Gründe weshalb ich dort war und ich für meinen teil denke das ich das richtige getan habe.

Über das Thema, ob dieser Krieg gerechtfertigt ist kann und werde ich hier nicht diskutieren, da ich denke das man von hinsicht jeder Seite im Rechten ist. Ausserdem bin ich der Meinung das dies eher eine Thema ist, das man gegenseitig in einer Diskusionsrunde diskutieren könnte aber nicht in einem Web-Blog unter Kommentaren.

Dieser Kommentar ist meine Meinung, wenn ich damit jemandem zu Nahe getreten bin, dann entschuldige ich mich dafür da dies nicht meine Absicht war.

LG

23. anaximander schrieb am 11. Januar 2009 um 16:57

Hallo Selma
Sie schreiben im Zusammenhang mit den Hakenkreuz-Davidstern-Plaktate: “Ich habe dies gemacht, weil ich mich mit den gesetzen auskenne, ich habe dies gemacht, weil ich weiss das dies eine Unverschämtheit gegenüber Deutschland und den Deutschen ist.”
Es ist nicht eine Unverschämtheit gegenüber Deutschland, liebe Selma, es ist eine Unverschämtheit gegenüber den Juden. Es wäre schön, wenn Sie das begreifen würden.

24. selma schrieb am 11. Januar 2009 um 17:17

Hallo anaximander,
ich habe diese wortwahl bewusst genommen, da ich weiss das es in Mannheim sehr viele Juden gibt. Diese sind aber nicht nur Juden, viele von Ihnen sind Deutsche. Ich wollte das ganze aus einer perspektive betrachten, weil wenn mich jemand fragt wer ich bin, dan sage ich auch nicht das ich eine muslima bin, sondern ich antworte das ich eine integrierte Migrantin mit türkischer Herkunft bin.
Ausserdem ist es nicht nur für die Deutschen oder Juden beschämend ich finde es für alle beschämend die in diesem Land leben und dieses Land akzeptieren (ich gehöre auch dazu), dass das Hakenkreuz egal für was oder in welchem zusammenhang es auch besteht symbolisiert oder angwendet wird.
Ich hoffe das ich mich klar ausdrücken konnte.
LG

25. Gilbert schrieb am 11. Januar 2009 um 18:22

So, mir reicht’s! Ich habe keine Bock mehr auf diese Art der Diskussion. Das ist mein letzter Kommentar zu dem Thema, und ich werde ab jetzt das machen, was von einem guten Deutschen erwartet wird und was er sowieso am Besten kann: Schweigen und Wegschauen!

26. Tutsi schrieb am 11. Januar 2009 um 19:11

die linken Gutmenschen der 68er haben ihren Antisemitismus mit dem Schlagwort “Antizionismus” kaschiert aber heute marschieren sie im Gleichschritt mit fundamentalistischen Moslems und den Verbrechern der Hamas! Wie schon geschrieben, kann man zwar die Außenpolitik Israels kritisieren, aber er immer noch mit dem “romantischen” Palituch durch die Gegend läuft, dem ist nicht mehr zu helfen!

27. pschmidt schrieb am 11. Januar 2009 um 19:14

Sehr geehrter Herr Entenmann,

vielen Dank für Ihre Zivilcourage. Ihr Bericht ist erschreckend. Ich muß zugeben, daß mir der Mut für eine solche Aktion fehlt.

28. heryk schrieb am 11. Januar 2009 um 20:02

@ selma

Ich war auch auf dem Marktplatz, als die 2-3 Demonstranten mit pro-israelischen Plakaten vorbeiziehen wollten. Ich habe die von Wut und Hass verzerrten Gesichter um mich gesehen und die Drohungen gehört. Wäre nicht die Polizeihundertschaft gewesen, hätte sich die aggressive Menge wohl auf die vermeintlichen Juden gestürzt.

Mir tut jeder Mensch leid, der in Gaza und Israel verletzt oder getötet wird. Aber die dortigen Palästinenser scheinen weiterhin zur Hamas zu stehen, ähnlich wie die Deutschen zum Naziregime bis zum bitteren Ende. Solange sie zulassen, dass von ihren Moscheen, Schulen und Krankenhäusern Raketen gegen die israelische Bevölkerung abgeschossen werden, müssen sie wohl leider auch die furchtbaren Konsequenzen tragen.
Dass es unter Muslimen hochanständige und feine Leute gibt, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen und wird hier auch niemand bestreiten wollen. Dass aber die Lehre, die Ideologie und die Geschichte des Islam vor Gewalt, Krieg und Unterdrückung strotzen, lässt sich nicht verleugnen.
Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag hier und Ihre Bereitschaft zu Auseinandersetzung. Ich wünschte, es gäbe mehr Menschen aus Ihren Kreisen, die dazu bereit wären.

29. Frank Bode schrieb am 11. Januar 2009 um 20:29

Ein überaus couragiertes Verhalten, das meinen Respekt und den aller anderen wirklich anständigen Leute verdient. Ich werde bei passender Gelegenheit auch so handeln.

Viele Grüße aus Dresden Frank Bode

30. Gansguoter schrieb am 11. Januar 2009 um 21:19

Guten Abend,
nach ähnlichen Erlebnissen, allerdings nicht im echten Leben, sondern im Internet, möchte auch ich Anzeige erstatten wegen Volksverhetzung etc. Weiß jemand: Werden Anzeigen von der Polizei vertraulich behandelt - oder laufe ich Gefahr, dass die Angezeigten meinen Namen und Adresse erfahren und dann vor der Tür stehen? Wie ist die Rechtslage?

31. Deutsch kann auch keiner mehr, oder? schrieb am 12. Januar 2009 um 12:55

[…] Der nächste Interpretationsstreit bahnt sich möglicherweise hier an, weil pro-palästinensiche Demonstranten das Hakenkreuz in Verbindung mit Israel verwendet haben. […]

32. Roman schrieb am 13. Januar 2009 um 11:46

Hallo, ein sehr interessanter und erschütternder Bericht. Ich werde ihn in meinem Blog verlinken.

Solltest du Strafanzeige und Dienstaufsichtsbeschwerde stellen, so kann ich dir raten diese direkt an das Büro der Polizeipräsidentin zu richten u.U. auch an die nächsthöhere Stelle.

Bleib tapfer und danke für diesen Bericht.

33. » In 10 Jahren ist es wieder soweit – Eine ganz friedliche antisemtische Demonstration schrieb am 13. Januar 2009 um 11:59

[…] Wilhelm Entemann berichtet in seinem Blog von einer antisemitischen und volksverhetzenden Gegen-Demonstration (Anlass war eine Pro-Israel Demonstration der Jungen Union) in Mannheim, welche von der palästinensischen Gemeinde durchgeführt worden ist. Demonstranten zeigten Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen und relativierten den Holocaust. Die Polizei schritt nicht ein. Ein weiterer erschütternder Bericht. […]

34. Chajm schrieb am 13. Januar 2009 um 12:01

Interessanterweise gibt es ähnliche Dinge von einigen Demonstrationen zu berichten. Ein Kommentator in meinem Blog war so freundlich, diesen Bericht zu verlinken. Es wäre sicherlich angebracht für Frieden zu demonstrieren, aber diese Marschrichtung ist eine vollkommen andere…

Mein (lokaler) Bericht
-> Schneebälle für Gaza

35. » Die schlimmsten Aufmärsche seit 1945 schrieb am 13. Januar 2009 um 20:47

[…] Demo in Mannheim: Palästinensische Gemeinde Mannheim […]

36. Anarchie2011 schrieb am 13. Januar 2009 um 22:25

Hervorragende Initiative!!!! Wenn jetzt noch andere Mitbürger Deinem Beispiel folgen würden, hätten wir fast schon eine “Bewegung”… Erreichen müsste man noch, das die Aufmarsch-Genehmigungen nach gleichen Grundsätzen erfolgen, wie bei anderen politischen Richtungen üblich. Auch diese Schreibtischtäter gehören angezeigt.

Gruß Anarchie2011

37. Mannheim wehrt sich - Schoggo-TV schrieb am 14. Januar 2009 um 09:22

[…] Unruhe ist jetzt die erste Bürgerpflicht Ich habe in den letzten viele Telefonate geführt, Emails und Briefe geschrieben und eine Anzeige verfasst, um die Öffentlichkeit und Behörden wachzurütteln, weshalb ich mich bis heute nicht für die vielen ermunternden Kommentare und Emails bedanken konnte, welche mir sehr viel Kraft für meine private Initiative geben. Mein Dank geht aber auch an jene Blogkollegen, welche mit Links auf den Beitrag von Schoggo-TV vom 10.09.2009 verweisen und  mir bei der Verbreitung der Mannheimer Vorgänge helfen; Jüdisches ausm Pott, Chajms Sicht, GeistesWelt, Politically Incorrect, SideEffects und, dabei kritisch, richtiggestellt (sollte ich jemanden übersehen haben, dann bitte melden).
Mein besonderer Dank gilt jedoch dem schärfsten Fotografen, den das Rhein-Neckar-Dreieck kennt, hat mir doch dieser auf meine Bitte eine Reihe von Fotos vom Mannheimer Marktplatz zugesandt, welche ich bis auf das obige Bild nun doch nicht veröffentlichen werde, da ich keine unbeteiligten Personen in den Kontext von Antisemitismus etc. stellen möchte.
Heute werde ich die verfasste Anzeige direkt bei der Staatsanwaltschaft Mannheim einreichen,… […]

38. Chajms Sicht schrieb am 15. Januar 2009 um 00:36

Antisemitismus ist kein Symptom des Konflikts…

In Israel ist man schon wieder einen Schritt weiter. Am Montag beteten in Haifa Mitglieder der liberalen Or Chadash Gemeinde mit Katholiken und Muslimen gemeinsam für den Frieden. Reform Judaism berichtete darüber hier.
In Deutschland ist die…

39. Gerkaiser schrieb am 15. Januar 2009 um 09:06

@5 Tin. Die Aussage ist falsch. Personen der Zeitgeschichte, also auch Teilnehemer an einem zeitgeschichtlichen Ereignisses,(relative Personen der Zeitgeschichte) also bspw. diese Demo, sind hiervon ausgenommen. Sie dürfen jedoch nach der bestehenden Rechtsprechung ohne ausdrückliche Genehmigung nur in dem Zusammenhang mit diesem Ereignis ungefragt gezeigt werden.
Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Ansonsten Wilhelm Entenmann, respekt, Dank und Kompliment für soviel mutiges Engagement. Soviel Zivilcourage ist leider nicht so oft zu finden.

40. Wilhelm Entenmann schrieb am 15. Januar 2009 um 09:35

@39. Gerkaiser

Vielen Dank für den Zuspruch und das Lob, zuweilen hat man schon das Gefühl, dass man nicht richtig tickt, so wie die Geschichte von den Medien und der Politik ignoriert wird.

Wie ich sehe, wurde dieser Beitrag zweimal im Forum von Spiegel Online verlinkt: “Gaza, Libanon - wie gefährlich ist die Krise in Nahost? ”
[-> hier und -> hier].
Ich würde mir wünschen, dass unter der dortigen Leserschaft jemand wäre, der diese Geschichte in die breite Öffentlichkeit bringen könnte.

41. Pro-Israel-Demo Duisburg - Schoggo-TV schrieb am 16. Januar 2009 um 11:09

[…] Gegen eine No-Go-Area für Juden und israelsolidarische Bürger in Duisburg Unter dem Motto “Gegen antisemitische Hetze - wir stehen zu Israel!” veranstalten mehrere Gruppierungen am Samstag, den 17.01.2009 um 13 Uhr auf dem Dellplatz in Duisburg-Mitte eine Kundgebung für alle Freunde von Israel und unserer jüdischen Mitbürger.
Die polizeierfahrene Redaktion von Schoggo-TV warnt alle Israelfreunde vor dem solidarisch mahnenden Tragen eines Davidstern bei der Pro-Israel-Demo in Duisburg-Mitte, da sich die deutsche Polizei wieder zu Verhaftungen provoziert fühlen könnte. […]

42. GeistesWelt schrieb am 17. Januar 2009 um 00:29

Du bist nicht alleine! Ich zitiere:

“Haben Sie denn nicht das mit Duisburg in der Zeitung gelesen?” - Ich: “Doch. Aber das kann ja wohl nun gerade kein Grund sein, das nicht zu machen.” - Verständnisloses Kopfschütteln [der Polizei].

Später …

Und dann kam die “Friedensdemo” um die Ecke: ca. 80 Menschen, laute “Tötet Israel!”-Rufe, viele Palästinenser-Tücher, vier bis fünf grüne Stirnbänder, ein paar Plakate und Spruchbänder …

Hier gibt es den ganzen Bericht:
-> Erlebnisbericht von der Ein-Mann-Demon Pro Israel.

43. Wilhelm Entenmann schrieb am 17. Januar 2009 um 07:13

42. GeistesWelt

Danke für den Link nach Rinteln; zwar auch bitter, aber es gibt dennoch Kraft.

Übrigens, ich bin in Mannheim nicht der einzige gewesen, der im Hexenkessel auf den oben berichteten älteren jüdischen Mitbürger getroffen ist;
lese einmal diesen -> Bericht.

Es wäre gut, wenn ich weitere Zeugen der Mannheimer Vorgänge finden könnte, da ich die Anzeigen/n gestellt habe.

44. Mas Vida - Lebensmittel schrieb am 18. Januar 2009 um 14:33

“Tötet Israel!” - Friedensdemo in Rinteln…

Copyright: Schaumburger Zeitung (jan)Ich war etwa zehn Minuten vor Eintreffen der Demonstration auf dem Rintelner Marktplatz und bin zunächst zu den fünf anwesenden Polizisten gegangen, um sie von meinem Vorhaben einer Ein-Mann-Gegendemo pro Israel zu …

45. Hotline Mannheim - Schoggo-TV schrieb am 06. Februar 2009 um 08:50

[…] Aufmerksame Leser von Schoggo-TV wissen, dass es erst kürzlich zu offenem Antisemitismus in Mannheim gekommen ist, welcher jedoch von Muslimen begannen wurde und deshalb wohl von Presse, Politik und den drei Religionsgemeinschaften totgeschwiegen wird. Bislang haben wir nichts von einem Besuch eines Mannheimer Imams in der Jüdischen Gemeinde oder gar von einer Moschee-Hotline für Muslime gehört, was vielleicht damit zu tun haben könnte, dass man im Islam die Beichte nicht kennt. […]

46. Broder in Weinheim - Schoggo-TV schrieb am 07. Februar 2009 um 12:15

[…] Wer mit Henryk Broder über die falsch verstandene Toleranz diskutieren möchte, der kann dies bei seinem Vortrag “Kritik der reinen Toleranz” am 04.03.2009 ab 19:30 Uhr im Alten Rathaus in Weinheim bei Mannheim tun, zu welchem die Junge Union Weinheim einlädt. Schoggo-TV wird diese Einladung an jene Vertreter aus Politik und Religion weiterleiten, welche sich gegenüber dem Antisemitismus in Mannheim immer noch öffentlich ausschweigen. […]

47. Mannheimer Schweigemauer - Schoggo-TV schrieb am 24. Februar 2009 um 18:30

[…] Zu den (Nicht-)Antworten der Mannheimer Parteien und politischen Gruppierungen (BürgerUnion Mannheim, CDU, FDP, GRÜNE, Mannheimer Liste (ML), LiLi Mannheim (Linke Liste) und SPD) auf die Frage:
“Mich interessiert nicht nur Ihre persönliche Meinung zum berichteten Vorfall, sondern auch, was Ihre Fraktion/Gruppierung zu tun gedenkt, damit zukünftig in Mannheim gewaltbereite Minderheiten bzw. Gruppen in ihre Schranken gewiesen werden und das Recht nicht der Gewalt der Straße weicht.” […]

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