Huren in Mannheim
Illegalen Huren in Mannheim Zimmer vermietet, Ehepaar kommt vor Landgericht Mannheim dank Absprache im Hinterzimmer glimpflich davon. Bundesregierung will Absprachen vor Gericht mit Gesetz aus Schmuddelecke holen.
Rotlichtbezirk im Gericht Nicht weil sie Zimmer an Huren aus Osteuropa vermieteten, sondern weil sich diese Prostituierten ohne Papiere illegal in Deutschland aufhielten und in der Mannheimer Neckarstadt ihre Dienste anboten, stand ein Ehepaar vor dem Landgericht Mannheim, welches die beiden Angeklagten nach bereits zweieinhalb Stunden zu je 18 Monaten auf Bewährung und der Zahlung der Mieteinnahmen in Höhe von 70.000 Euro an die Staatskasse verurteilte. Ein Deal im Hinterzimmer machte dies Urteil möglich, welches der Richter mit dem lange Zurückliegen der Straftaten, den Geständnissen und den Einnahmen für die Staatskasse begründete [-> Mannheimer Morgen].
Mit einer Gesetzesvorlage will nun die Bundesregierung [-> Deutscher Bundestag] die längst üblichen “Absprachen aus den Hinterzimmern und den Herrentoiletten ans Licht der Öffentlichkeit” holen (Zypries) und diesen eine gesetzliche Grundlage verschaffen [-> Financial Times Deutschland]. Der schnelle Blowjob unter der Richterrobe, Deutschlands Justizia verkommt zu einem Glory Hole [-> Wikipedia] und nach Zumwinkel, Hartz und Ackermann hatte der Mannheimer Prozess wohl nur zufällig illegale Huren zum Gegenstand.
Mannheim, den 30.01.2009, 09:13 Uhr.
Bildnachweis: Koberfenster im Amsterdamer Rotlichtbezirk Walletjes [-> Wikipedia].



