25. Juni 2008

Polizei Berlin mit Regenbogenfahne

Gewerkschaft der Polizei sieht in Berlin Regenbogenflagge an Polizeiautos kommen, nachdem Polizeipräsident Dieter Glietsch die Regenbogenfahne am Polizeipräsidium Berlin hissen ließ, aber die Deutschlandfahne an Polizeiautos verbot. Haben Nacktradler, Exhibitionisten und Porschefahrer eine Fahne?

Die Gewerkschaft der Polizei GdP zeigt sich verärgert über das Hissen der Regenbogenflagge zum CSD der Schwulen und Lesben vor dem Polizeipräsidium Berlin (wir berichteten -> hier), zumal der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch zuvor aus Gründen der Neutralität das Anbringen von Deutschlandfahnen an Polizeiautos zur Fussball-EM verboten hatte. Schutz für Homosexuelle würde durch harte Polizeiarbeit geleistet, jedoch nicht durch Fahnen vor dem Präsidium. Es fehle nun nur noch die Anweisung zum Anbringen der Regenbogenfahne an Polizeiautos, so die GdP, welche vom Berliner CDU-Politiker Frank Henkel Unterstützung erhält, der im Hissen der Regenbogenflagge einen Verstoss gegen die von Glietsch geforderte Neutralität sieht und dem Polizeipräsident Spießigkeit vorwirft -> hier. Michael Böhl vom Bund Deutscher Kriminalbeamter kann sich mit dem Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit, wie der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch die Regenbogenfahne nennt, in dieser Weise auch nicht anfreunden, denn ein Recht auf Zuwendung hätten auch andere Gruppen von bestimmten Menschen -> hier. Nacktradler (engl. “Clothing-optional bike ride” ->hier) sind eine bestimmte Form von Radfahrern, welche als nackte Gruppen in Karlsruhe (Homepage -> hier) oder an der Isar in München auftreten (Homepage -> hier) und bei ihren Touren über kleine bayerische Dörfer schon einmal böse Worte zu hören bekommen -> hier. Exhibitionisten bekommen gar Ärger mit der Polizei, wenn sie ihrer Zeigelust fröhnen, wie dies der türkische Tanga-Opa vom Engeldamm erfahren mußte -> hier. Bestimmte Gruppen, ob nun laszive Schwule beim CSD, nackerte Radler auf der AVUS oder Exhibitionisten in Kreuzberg,  Dieter Glietsch dürfte wohl schon bald einige Fahnen extra nähen werden müßen, …bitte auch für Porschefahrer ->hier.
Mannheim, den 25.06.2008, 18:47 Uhr.| PS: …und kinderzeugende “Hetten”?

24. Juni 2008

Regenbogenfahne über Berlin

Zum CSD in Berlin “Hass Du was dagegen” hisst die Polizei Berlin die Regenbogenfahne der Schwulen und Lesben vor dem Polizeipräsidium am Platz der Luftbrücke in Tempelhof und folgt damit den 12 Berliner Rathäusern, welche in Respekt vor den Homosexuellen mit der Regenbogenfahne beflaggt sind.

Der diesjährige CSD in Berlin will mit dem Motto “Hass Du was dagegen” einen Schwerpunkt auf das Thema Straftaten gegen Schwule, Lesben und Transgender legen [1], ein sich ausbreitendes Problem, welches jüngst in  Berlin-Kreuzberg mit einem Angriff von Personen mit Migrationshintergrund auf drei Frauen einen vorläufigen traurigen Höhepunkt fand (wir berichteten ->hier). Zum Berliner CSD sind nun das Abgeordnetenhaus und alle 12 Bezirksratshäuser mit der Regenbogenfahne beflaggt, nachdem man zuletzt den langjährigen Widerstand der CDU-Bürgermeisterin von Reinickendorf, Marlies Wanjura - Klaus Wowereit nannte deren Aufbegehren einen “Skandal” [2] - erfolgreich mit einer Senatsentscheidung gebrochen hat [3], weshalb sich nun ganz Berlin in Respekt vor der Gaypride  ganz tief beugt [4]. Passend zum Schwerpunkt Straftaten gegen Homosexuelle wird morgen die Berliner Polizei erstmals die Regenbogenfahne vor dem Polizeipräsidium in Tempelhof hissen und der Polizeipräsident Dieter Glietsch unterstützt die Sache ganz ohne Widerstand [5].

Berliner Flaggengeschwurbel oder: Polizei könnte Deine Hilfe brauchen

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21. Juni 2008

Mark Medlock Fotze-Beleidigung von Frau?

Mark Medlock soll bei Flughafen-Kontrolle in Köln eine Frau der Sicherheit wohl mit Fotze beleidigt haben. Sicherheitsfirma DSW stellt Anzeige wegen Beleidigung gegen Mark Medlock und Zeuge Wolfgang Bosbach zeigt sich über Superstar-Zicken erbost. Ist der schwule Mark Medlock ein Frauenhasser?

Der schwule Superstar Mark Medlock soll sich bei einer Kontrolle am Flughafen Köln-Bonn scheinbar frauenfeindlich gegenüber einer Mitarbeiterin der Sicherheitsfirma Deutscher Schutz- und Wachdienst DSW benommen haben, wie die Bild-Zeitung und die  Bunte berichten. Bei der Routinee-Kontrolle am Flughafen sei in der Handtasche von Mark Medlock eine Flüssigkeit entdeckt worden, die nicht mit an Board eines Flugzeuges genommen werden dürfte. Eine Mitarbeiterin des DSW habe Mark Medlock um die Entsorgung der Flüssigkeit gebeten, worauf dieser ausgerastet und geschrien haben soll: “Die soll die Fresse runterschrauben, die F****!” Ein Begleiter von Mark Medlock soll die Frau an ihrem, um den Hals hängenden Namensschild gezogen, eine Entschuldigung für den Superstar gefordert und mit einer Beschwerde gedroht haben.

Spurensuche im Video: Fotze Bobbelsche oder was?

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11. Juni 2008

Gewalt gegen Lesben und Schwule in Berlin

Demo gegen Gewalt gegen Schwule und Lesben in Berlin nach Überfall von Türken auf Drag Kings, Butches und Dykes beim Drag-Festival im Club SO36 in der Oranienstraße in Berlin-Kreuzberg. Angriffe auf Schwule und Lesben sind nach Meinung von Pia Thilmann kein spezifisches Migranten-Problem.

In Berlin mehrt sich die Gewalt gegen Schwule und Lesben, welche ihren jüngsten traurigen Höhepunkt beim vergangenen Drag-Festival im Club SO36 in Berlin fand. Drei Frauen, welche sich auf dem Heimweg von dem Festival befanden, wurden am Heinrichplatz von mehreren türkischen Männern beleidigt und körperlich angegriffen. Die Türken, welche von Zeugen mit den rechtsradikalen türkischen Grauen Wölfen in Zusammenhang gebracht werden, schlugen auf die Frauen, welche als Drag Kings, Butches und Dykes aufgemacht waren, ein und fügten diesen Platzwunden und Prellungen zu. Eine der drei Frauen, welche sich selbst als Angehörige der autonomen Szene bezeichnen, verlor bei der Attacke der türkischen Männer sogar kurzzeitig das Bewusstsein (1, 2).

Pia Thilmann aka Toni Transit: Kein spezifisches Migrantenproblem

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27. Mai 2008

Denkmal für Schwule und Lesben in Berlin

Zentrales Mahnmal für von Nazis verfolgte Homosexuelle in Berlin wird heute von Klaus Wowereit gegenüber dem Holocaust-Denkmal eingeweiht. Denkmal für verfolgte Schwule und Lesben zeigt in einem Würfel den Film eines sich küssenden homosexuellen Paares, der alle zwei Jahre gewechselt werden muß.

Das Denkmal für zur NS-Zeit verfolgte Homosexuelle in Berlin, eine Betonstele gegenüber dem Holocaust-Denkmal, wird heute vom Regierenden Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit und dem Kulturstaatsminister Bernd Neumann in einer Feierstunde der Öffentlichkeit übergeben (1). Deutschland mahnt und gedenkt wieder einmal mehr einer der vielen verschiedenen Gruppen, welche durch die Nazis verfolgt wurden.
Der Meilenstein der Erinnerung (Volker Beck, 2), das Mahnmal für die in der NS-Zeit verurteilten 54.000 Homosexuellen, von welchen zwischen 10.000 und 15.000 ins Konzentrationslager verschleppt wurden, wobei 7.000 dort ums Leben kamen (3), ist aber auch ein Hoffnungszeichen für die Wiedervereinigung von Mann und Frau, denn fast hätte es das, in Berlin auf Augenhöhe mit dem Holocaust-Denkmal (4) gesetze Mahnmal für die Homosexuellen so nicht gegeben.

Dauerbrenner Denkmal: “Jedem Tierchen sein Pläsierchen.”

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